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US-Wahl

Warum der weiße Mann in den USA an Macht verliert

07.11.2012 | 17:26 Uhr
Mitt Romney setzte auf erzkonservative und fremdenfeindliche Politik - und hat damit das Vertrauen der katholischen und konservativen Zuwanderer verspielt.Foto: David Goldman/ap

Washington.   Die Wähler mit Wurzeln in Lateinamerika haben mit überwältigender Mehrheit für Obama gestimmt. Damit haben sie der republikanischen Partei die Versäumnisse in der Einwanderungspolitik aufgezeigt. Deren traditionelle Wählergruppe schrumpft. Bis 2050 wird sich die Gruppe der Zuwanderer verdoppeln.

Mitt Romneys Vater wurde in Mexiko geboren. Da, wo die Eltern und Großeltern von Jonathan Melendez auch geboren sind. Der 24-jährige Sozial- und Jugendhelfer, der am Dienstagmittag in Fairfax/Virginia vor den Toren Washingtons seine Stimme abgibt, stellt den gemeinsamen geographischen Bezugspunkt mit voller Absicht her. Um zu erläutern, „warum ich die Republikaner einfach nicht wählen kann“.

Wie Melendez dachten am 6. November 2012 viele Menschen, deren Heimat Amerika ist. Obwohl ihre kulturelle Identität weiter südlich wurzelt.

72 Prozent der wahlberechtigten Latinos, der Spanisch sprechenden Minderheit, haben Präsident Barack Obama gewählt. Nur knapp 27 Prozent mochten sich für den Republikaner Mitt Romney erwärmen – weniger noch, als 2008 der Republikaner John McCain erreichte. „Diese große Lücke ist die eigentliche Sensation dieser Wahl“, sagt der Politikforscher Aaron Boesenecker von der American University in Washington, „sie offenbart ein großes Politikversagen.“ Die Republikaner hätten sich für eine große Bevölkerungsgruppe fast „unwählbar“ gemacht.

Vergebliche Mahnung von Jeb Bush

Jeb Bush, der Bruder des früheren Präsidenten Georg W. Bush, hatte es bereits vor Wochen geahnt. Auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa hielt der ehemalige Gouverneur Floridas der „Grand Old Party“ eine seltene Gardinenpredigt. Er warb leidenschaftlich dafür, die „demographischen Verschiebungen in unserem Land“ nicht länger mit Gleichgültigkeit hinzunehmen. Oder gar mit Verachtung.

50 Millionen Latinos leben heute in den USA, rund 16 Prozent der Bevölkerung. Tendenz steigend: 2050 werden es 100 Millionen sein.

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Boston, 07.11.12: Der gescheiterte republikanische Präsidentschafts-Kandidat Mitt Romney hat seine Wahlniederlage bereits eingestanden. Er bete nun dafür, so Romney, dass der Präsident erfolgreich die Geschicke der Nation leiten werde.

21 Millionen Latinos sind heute im wahlfähigen Alter. Weil sie in der Regel katholisch und gesellschaftspolitisch konservativ sind (in Sachen Abtreibung, Familie, Religion, Drogen etc.) sind sie eigentlich wie gemacht als Zielgruppe für die republikanische Partei.

Dass sie am Dienstag in überwältigender Zahl dem erzkonservativen Herausforderer von Barack Obama trotzdem die kalte Schulter gezeigt haben, lässt aus Sicht der „Washington Post“ auf ein „gigantisches Problem“ schließen. Dulce Matuz, die vom „Time Magazin“ jüngst zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt gekürt wurde, ist eine Latina, die sich in Arizona für illegale Einwanderer-Kinder einsetzt. Sie hat es im Gespräch mit dieser Zeitung so formuliert: „Wer gegen uns ins Feld zieht, der kann nicht unser Freund sein.“

Nach der Wahl - Die Verlierer

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Kommentare
08.11.2012
14:30
Ich reite auch mal auf der Überschrift rum:
von Kommentierer | #30

Wenn da (bei anderem Wahlausgang) gestanden hätte "Warum der schwarze Mann verloren hat", dann wäre aber im Kommentarbereich wieder die gesamte linke...
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Warum der weiße Mann in den USA an Macht verliert
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http://www.derwesten.de/politik/die-latinos-und-der-weisse-mann-id7269427.html
2012-11-07 17:26
Mitt Romney,USA,US-Präsidentschaftswahl 2012,Republikaner
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