Die Bimmelbahn von Szechuan

Hochgeschwindigkeitszüge brauchen einen knappen Tag von der Hauptstadt Peking in die südchinesische Provinz Szechuan, und wenn Sie das jetzt für eine lange Fahrt halten: In den 1990er-Jahren brauchte die Bahn noch 32 Stunden.

So oder so, kann man in Szechuan dann etwas Tempo rausnehmen. Und umsteigen in die Bahn, die die Städte Shixi und Bagou verbindet. Ursprünglich eine reine Strecke für Kohlentransporte, dient die Schmalspurbahn heute zusätzlich dem Personenverkehr. Sowohl die örtliche Bevölkerung als auch Touristen sind da unterwegs, freilich zahlen Letztere den zehnfachen Preis.

Auch ist die Bahn ein gutes Beispiel, dass selbst China den Strukturwandel nicht neu erfinden kann. Die Bahn und die Mine gelten heute als industrielles Erbe und sollen dabei helfen, das touristische Potenzial der Region zu entwickeln. Zuletzt entstand ein nostalgischer Haltepunkt – wie fast alles in China, was anscheinend alt ist, ist er in Wahrheit nagelneu. Foto: Kevin Frayer