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Die außenpolitischen Baustellen

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Barack und Michelle Obama: Nach dem Wahlsieg bleibt dem Präsidenten wenig Zeit zum Feiern.

Wichtigste Baustelle außerhalb der Landesgrenzen ist die Sorge vor einer atomaren Bewaffnung des Iran. Die Wirtschaftssanktionen wirken zwar. Aber noch hat Teheran nicht eingelenkt und einen uneingeschränkten Einblick in seine unterirdische Uran-Anreicherung gewährt. Israel hat die Tonlage zwar abgemildert. Aber das Szenario eines Militärschlags gegen den Iran steht nach wie vor im Raum. Sowohl Obama als auch Romney hatten vor der Wahl deutlich gemacht, dass sie nicht zulassen werden, dass Teheran Atommacht wird. Im Frühjahr wird voraussichtlich erkennbar, ob eine diplomatische Lösung gelingen kann. Oder ob eine militärische Eskalation immer näher rückt

ARABISCHER FRÜHLING: Das Attentat auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi hat nicht nur Amerika schmerzlich vor Augen geführt, wie schlecht es um die demokratisch orientierten Freiheitsbewegungen im arabischen Raum bestellt ist. Die Aussicht auf zunehmenden Einfluss radikaler Islamisten in den nördlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres konterkariert die Erzählung der Regierung Obama, dass El Kaida substanziell geschwächt sei. Der unverändert blutige Bürgerkrieg in Syrien , über den es im UN-Sicherheitsrat wegen der Blockadehaltung Chinas und Russlands bisher keine Verständigung gibt, sitzt Washington ebenso im Nacken wie der trostlose Zustand im Nahost-Konflikt. Israel und Palästinenser wieder an einen Tisch zu lotsen, wird Aufgabe der neuen Regierung sein.

Das ist Mitt Romney

CHINA: Mit der neuen, beinahe zeitgleich bestimmten Führung in Peking wird der neue Präsident vor allem die latenten Handelskonflikte in konstruktive Bahnen lenken müssen. Der Streit um Strafzölle und Produktpiraterie dürfte nicht nur die Welthandelsorganisation (WTO) weiter beschäftigen . Sondern auch ein neues Einvernehmen auf oberster Ebene erfordern. Einen Handelskrieg können sich beide Seiten nicht leisten. China ist Amerikas wichtigster Gläubiger. Umgekehrt benötigt China die USA als Absatzmarkt für seine Produkte.

EUROPA: Seit die Euro-Krise eingehegt zu sein scheint, fällt das Kürzel EU in Washington so gut wie gar nicht mehr. Obama vertraut auf die Führungskraft von Angela Merkel. Mitt Romney hatte mit Europa (außer als Sandsack für Sozialismus-Verdächtigungen...) bislang gar nichts am Hut. Über den Umweg Afghanistan könnte sich das ändern. Wenn die US-geführte Internationale Schutztruppe (Isaf) Ende 2014 das Gros der Soldaten vom Hindukusch abziehen wird , muss eine neue Mission zur Stabilisierung und weiteren Ausbildung der einheimischen Sicherheitskräfte her. „Itam“ heißt das Kürzel, das sich zu merken lohnt. Das kostet viel Geld und Personeneinsatz. In Washington wird damit gerechnet, dass der neue Präsident Europa hier „eine höhere Rechnung ausstellen wird“. (mit Material von Reuters)

Dirk Hautkapp

Kommentare
08.11.2012
14:08
Auf Obama warten etliche Baustellen - und ein Sturz von der Klippe
von PierreS | #2

Wie zu erwarten war, gestaltet sich bereits die Anfangsphase nach der Wiederwahl als schwierig. Vor allem außenpolitisch warten eine Menge Aufgaben auf den Präsidenten. Aber ändern wird sich nicht sehr viel an den Machtverhältnissen in den USA. Also was kann man aus den letzten Wochen nach Deutschland mitnehmen? Sehr viel Wahlkampf wurde über die neuen Medien oder Social Media betrieben. Beweis dafür ist beispielsweise, dass Obama mit seiner Meldung zur Wiederwahl den Twitter Rekord gebrochen hat. a href=" http://netzsieger.de/blog/elektronik/smartphones/usa-wahlnacht-das-obama-phone-und-twitter-grund-fur-obamas-sieg/" target="_blank"B Hier ist dazu ein kleiner Artikel. /a Ich bin gespannt inwiefern sich dies auf den Wahlkampf in Deutschland auswirkt und ob im nächsten Jahr auch hier zu Lande vermehrt auf die neuen Medien gesetzt wird, um vor allem die junger Wähler zu erreichen.

07.11.2012
15:53
Auf Obama warten etliche Baustellen - und ein Sturz von der Klippe
von Entschuldigung | #1

Entschuldigung,
"Auch die Finanzmärkte wollen Klarheit"
die sollen doch mal bei Goldmann Sachs anrufen und fragen, was Obama in ihrem Auftrag zu tun hat!

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