Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Politik

Die "Agenda 2010" spaltet die Deutschen

13.03.2013 | 09:26 Uhr

Auch zehn Jahre nach Verkündung der "Agenda 2010" bewerten die Deutschen das Reformpaket gespalten. In einer Umfrage für das Magazin "Stern" erklärten 44 Prozent der Bürger, die Agenda sei alles in allem "eher gut" für Deutschland gewesen. 43 Prozent hingegen meinten, die vor allem wegen Hartz IV umstrittene Reform habe sich "eher schlecht" für das Land ausgewirkt.

Passau (dapd). Auch zehn Jahre nach Verkündung der "Agenda 2010" bewerten die Deutschen das Reformpaket gespalten. In einer Umfrage für das Magazin "Stern" erklärten 44 Prozent der Bürger, die Agenda sei alles in allem "eher gut" für Deutschland gewesen. 43 Prozent hingegen meinten, die vor allem wegen Hartz IV umstrittene Reform habe sich "eher schlecht" für das Land ausgewirkt.

Bei den Wählern der SPD hat zumindest eine knappe Mehrheit ihren Frieden mit der "Agenda"-Politik des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) gemacht: 51 Prozent von ihnen heißen heute den damaligen grundlegenden Umbau der Sozialsysteme und des Arbeitsmarktes gut.

Schröder selbst, der am Dienstag erstmals seit fast acht Jahren wieder eine Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion besuchte, wird von den Deutschen nüchtern betrachtet. Nur 23 Prozent gaben an, der deutschen Politik fehle heute ein Politiker wie Schröder. 72 Prozent der 1.002 Befragten vermissen Politiker wie Schröder nicht.

Schröder hatte am 14. März 2003 im Bundestag ein umfassendes Reformprogramm vorgestellt. Dazu gehörten Flexibilisierungen beim Kündigungsschutz, Einschnitte beim Arbeitslosengeld sowie die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe.

dapd

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

Die Schotten haben sich gegen die Unabhängigkeit entschieden, Großbritannien bleibt intakt. Wie finden Sie das?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Merkel lässt Nahles abblitzen - Zugeständnis an Arbeitgeber
Bundesregierung
Die Zeiten üppiger Geschenke ans Wahlvolk sind vorbei. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem sozialpolitischen Plänen ihres Koalitionspartners eine klar Absage erteilt. Stattdessen macht sie der Wirtschaft Zugeständnisse. Das stellt die Große Koalition vor eine Zerreißprobe.
Tausende Russen demonstrieren gegen Putins Ukraine-Kurs
Russland
Der Rubel verliert an Wert, die Lebensmittelpreise steigen wegen der Sanktionen. Doch die in Moskau zu Tausenden aufmarschierten Demonstranten sind nicht deshalb auf der Straße - sie empört vor allem Putins neo-imperialer Stil. Finden sie Gehör?
70.000 Flüchtlinge suchen Schutz vor IS in der Türkei
Syrien
Die USA bombardieren IS-Stellungen im irakischen Mossul, doch die Miliz konzentriert ihre Angriffe inzwischen auf Nordsyrien. Die Folge: Allein seit Freitag suchten etwa 70.000 Flüchtlinge Schutz im Nachbarland. In Ankara ahnt man, dass das möglicherweise erst der Anfang ist.
Sarrazin bei AfD - wieder Austrittsforderungen aus der SPD
Veranstaltung
Thilo Sarrazin und die SPD, das ist eine ziemlich schwierige Geschichte, spätestens seit dem Buch "Deutschland schafft sich ab". Nun ist er ausgerechnet bei einer AfD-Veranstaltung aufgetreten. Die SPD-Spitze fordert ihn zum Austritt auf, Sarrazin kontert süffisant.
De Maizière will keine Persönlichkeitsprofile im Internet
Datenschutz
Wenn es nach Thomas de Maizière geht, sollten Kombinationen von Kundendaten und Persönlichkeitsprofilen im Internet verboten werden. So sollte es nicht legal sein, dass beispielweise Google ein Bewegungsprofil von Nutzern aus gesuchten Wegstrecken erstellt.