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Deutschland und Singapur wollen gegen Steuerhinterziehung vorgehen

14.10.2012 | 17:09 Uhr
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Foto: /dapd/Daniel Kopatsch

Deutschland und Singapur wollen gemeinsam gegen Steuerhinterziehung vorgehen. Beide Staaten verständigten sich darauf, den international vereinbarten OECD-Standard für den Informationsaustausch in ihr Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung aufzunehmen, wie das Bundesfinanzministerium am Sonntag mitteilte.

Berlin (dapd). Deutschland und Singapur wollen gemeinsam gegen Steuerhinterziehung vorgehen. Beide Staaten verständigten sich darauf, den international vereinbarten OECD-Standard für den Informationsaustausch in ihr Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung aufzunehmen, wie das Bundesfinanzministerium am Sonntag mitteilte.

Künftig können demnach Informationen über sämtliche Steuerarten ausgetauscht werden. Auch der Informationsaustausch hänge nicht mehr von der Ansässigkeit des Steuerpflichtigen in einem der Vertragsstaaten ab. Das Abkommen soll in Kraft treten, sobald beide Seiten es ratifiziert haben.

Hintergrund ist auch der Streit über das geplante Steuerabkommen mit der Schweiz. Unter dem Eindruck der geplanten Offenlegung ihrer Schweizer Konten sind deutsche Steuerflüchtlinge nach Einschätzung von Experten dabei, zweistellige Milliardenbeträge auf Banken in Singapur zu transferieren.

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) äußerte sich dennoch skeptisch. Gespräche mit Singapur könnten nicht darüber hinwegtäuschen, "dass das Abkommen mit der Schweiz so, wie es auf dem Tisch liegt, nichts taugt", sagte er am Sonntag in Düsseldorf. Singapur sei nur ein Land von vielen, in das Steuerhinterzieher auswichen, die durch den Kauf von Schweizer Steuer-CDs verunsichert seien.

dapd

dapd

Kommentare
14.10.2012
23:27
Deutschland und Singapur wollen gegen Steuerhinterziehung vorgehen
von klabautermann77 | #2

Der NRW-Finanzminister sollte erst einmal seine Hausaufgaben machen.

Das Land muss sparen - aber der Minister sieht sich nicht in der Lage Vorschläge zu machen.
Stattdessen wird teuer Beratung eingekauft - vom Arbeitgeber eines Mitglieds des Effizienzteams.
Nur Steuer-CD kaufen und damit Steuersünder aufschrecken - das reicht nicht Herr Finanzminster.
Für sein Gehalt und die daraus resultierende Altersversorgung muss Herr Finanzminister schon mehr leisten.

14.10.2012
22:50
Norbert ist skeptisch
von kitty73 | #1

Ach Norbert - nun stopfen wir ein Steuerschlupfloch und Norbert ist skeptisch.

Was soll das?

Die ihr Geld aus der Schweiz abziehen - schaffen es nun mal z.B. nach Singapur. Wenn auch in andere Länder - dann müssen wir auch diese Schlupflöcher schliessen.

Norbert kann ja weiter in seinem Kämmerlein skeptisch schlummern.
Nur wegen Wahlkampfzeiten alles was von der anderen Seite richtig umgesetzt wird verteufeln - das spricht nicht von Sachverstand.

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