Deutschland und Algerien stärken Sicherheitszusammenarbeit

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU, Mitte) traf am Montag in Algerien ein und wurde vom algerischen Innenminister Noureddine Dedoui (r.) begrüßt.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU, Mitte) traf am Montag in Algerien ein und wurde vom algerischen Innenminister Noureddine Dedoui (r.) begrüßt.
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Was wir bereits wissen
Bei Gesprächen in Algerien haben sich de Maizière und der algerische Regierungschef auf eine engere Sicherheitszusammenarbeit geeinigt.

Algier..  Deutschland und Algerien wollen in Sicherheitsfragen künftig enger zusammenarbeiten. Darauf habe er sich in Gesprächen mit dem algerischen Regierungschef Abdelmalek Sellal und Innenminister Noureddine Bedoui verständigt, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montagabend in Algier.

„Wir wollen insgesamt die Sicherheitszusammenarbeit auf ein neues Niveau heben“, sagte der Minister. Die Zusammenarbeit solle sich auf die ganze Breite der Sicherheitsthemen beziehen. Als Beispiele nannte de Maizière die Terrorismusbekämpfung, illegale Migration und die Kooperation von Bundeskriminalamt und Bundespolizei mit den algerischen Behörden.

Einigung beim Thema Rückführungen

„Und das gilt auch für das Thema Rückführungen“, sagte de Maizière. Die algerische Seite habe versichert, dass sie bereit sei, eigene Staatsbürger zurückzunehmen, wenn sie illegal nach Deutschland gekommen seien und keine Bleibeperspektive hätten. Zu ihrer Identifizierung sollten Fingerabdrücke verwendet werden, sagte de Maizière. Einzelheiten sollten noch auf Polizeiebene geklärt werden. Die Abschiebungen müssten mit Linienflügen erfolgen und dürften jeweils nicht mehr als 30 Ausreisepflichtige umfassen.

Im vergangenen Jahr sind knapp 14.000 Algerier nach Deutschland gekommen. Die Anerkennungsquote für Asylbewerber lag bei 1,7 Prozent. De Maizière betonte, dass die „Zehntausenden“ Algerier, die seit Jahren legal in Deutschland lebten und integriert seien, weiter willkommen seien. „Es geht um die, die im letzte Jahr gekommen sind.“ (dpa)