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Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen

31.05.2013 | 11:13 Uhr
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Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
In Deutschland leben 80,2 Millionen Menschen.Foto: afp

Berlin.  In Deutschland leben rund 1,5 Millionen weniger Menschen als bisher angenommen. Das zeigen die Ergebnisse der ersten Volkszählung nach mehr als 20 Jahren, die das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin vorstellte. Zum Stichtag am 9. Mai 2011 wurden demnach insgesamt 80,2 Millionen Einwohner gezählt.

Deutschland hat weniger Einwohner als bislang angenommen: Aktuell leben rund 80,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Das ergab der Zensus 2011, den das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin vorstellte. Es ist die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten. Bislang waren die Statistiker von einer Einwohnerzahl von 81,8 Millionen ausgegangen.

Knapp 6,2 Millionen davon waren ausländische Staatsangehörige, wie die Bevölkerungsbefragung von 2011 ergab. Vor allem bei den Ausländern wurde bislang von einer deutlich höheren Zahl ausgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leben in der Bundesrepublik aber etwa 1,1 Millionen Ausländer weniger als bisher angenommen.

Im Ruhrgebiet 1,5 Prozent kleinere Bevölkerung als angenommen

In Nordrhein-Westfalen leben 17.538.251 Menschen. Diese Einwohnerzahl gab das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf als Ergebnis der Volkszählung bekannt. Zum sogenannten Zensusstichtag 9. Mai 2011 hatte das bevölkerungsreichste Bundesland also 297.018 Einwohner weniger als bisher angenommen. Mit 1.005.775 Einwohnern folgt Köln als viertgrößte Stadt Deutschlands auf Berlin, Hamburg und München.

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Innerhalb Nordrhein-Westfalens folgen auf den weiteren Plätzen Düsseldorf (586 291 Einwohner), Dortmund (571 143 Einwohner) und Essen (566 201 Einwohner). Die kleinste Gemeinde in NRW ist Dahlem im Kreis Euskirchen mit 4 196 Einwohnern. Im Ruhrgebiet lebten am 9. Mai 2011 insgesamt 5 062 307 Menschen.

In 298 von 396 Städten und Gemeinden lag die beim Zensus 2011 ermittelte Einwohnerzahl unter der bislang veröffentlichten. Die höchsten Abweichungen (Stand Fortschreibung: 31.12.2011) wurden für Blankenheim im Kreis Euskirchen (+4,9 Prozent) und Schöppingen im Kreis Borken (-17 Prozent) festgestellt. In den größten Städten Nordrhein-Westfalens wich die Bevölkerungszahl wie folgt ab: Köln: -0,3 Prozent, Düsseldorf: -0,5 Prozent, Dortmund: -1,6 Prozent, Essen: -1,3 Prozent. Im Ruhrgebiet leben 1,5 Prozent weniger Einwohner als bisher angenommen.

Wohnungsleerstand in NRW deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt

Zum Stichtag der Erhebung gab es in Nordrhein-Westfalen 8 883 437 Wohnungen, die sich auf 3 902 264 Gebäude verteilten. Das sind etwa 1,7 Millionen Wohnungen (+23,8 Prozent) mehr als bei der letzten  Volkszählung 1987. Die Zahl der Gebäude mit Wohnraum stieg seit 1987 um fast 850000 (+27,8 Prozent).

Laut Gebäude- und Wohnungszählung liegt der Anteil der Wohnungen, die vom Eigentümer selbst bewohnt werden in NRW bei 40,1 Prozent. Den höchsten Anteil im Land verzeichnete mit 73,7 Prozent die Stadt Marienmünster (Kreis Höxter), den niedrigsten mit 22,1 Prozent die Stadt Gelsenkirchen.

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Eine wichtige Kennzahl ist auch die sog. Leerstandsquote. In NRW beträgt sie rund 3,7 Prozent. Damit stehen in NRW deutlich weniger Wohnungen leer als im Durchschnitt aller Bundesländer (4,5 Prozent). Die höchste Leerstandsquote in Nordrhein-Westfalen wurde mit 10,5 Prozent für die Stadt Altena (Märkischer Kreis), die niedrigste mit jeweils 1,5 Prozent für Schöppingen (Kreis Borken) und Recke (Kreis Steinfurt) ermittelt.

Die flächendeckend durchgeführte Gebäude- und Wohnungszählung war erforderlich, da es weder auf Landes- noch auf Bundesebene ein Register für Gebäude und Wohnungen gibt. Nur durch die Befragung aller Eigentümer/-innen konnte eine verlässliche Datenbasis zum Bestand der Wohnimmobilien und zur Wohnsituation der Menschen in Deutschland geschaffen werden. Die Ergebnisse dienen zudem als Grundlage für weitere Auswertungen, die z. B. die Frage beantworten werden, wie viel Wohnraum Familien mit Kindern zur Verfügung steht.

Erste Volkszählung seit zwei Jahrzehnten

Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der gesamten Bevölkerung Deutschlands (80,2 Millionen Einwohner) beträgt 21,9 Prozent und stieg um 0,1 Prozentpunkte. Nordrhein-Westfalen ist das bevölkerungsreichste Bundesland in Deutschland, gefolgt von Bayern mit 12,4 Millionen und Baden-Württemberg mit 10,5 Millionen

Es war die erste Volkszählung in Deutschland seit mehr als zwei Jahrzehnten. Die Einwohner waren zuletzt 1987 in der damaligen Bundesrepublik gezählt worden. Die Einwohner wurden zuletzt 1987 in der damaligen Bundesrepublik und 1981 in der DDR gezählt. Auf der Grundlage der damaligen Ergebnisse wurden die Daten bislang fortgeschrieben und im Laufe der Zeit immer ungenauer.

  1. Seite 1: Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
    Seite 2: Kritik von Datenschützer Schaar am Zensus

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Kommentare
02.06.2013
10:34
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von Applebeach4Ever | #18

Na irgendwo müssen die,die noch Deutsch sprechen und nicht Polnisch,Russisch oder ähnliches lernen wollen ja hin-und wenn´s in unserem Land nicht mehr ohne Fremdsprachkentnisse mehr geht,dann halt weg ;-)

31.05.2013
21:19
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner
von a_ha | #17

Wer ist denn "Ausländer"?
Wer zum Zeitpunkt des Zensus keinen deutschen Pass hatte?
Wurde auch ermittelt, wieviele "ausländische" Wurzeln haben?
Und wenn ja, welche?
Das wäre doch in Hinblick auf eine vernünftige Integrationspolitik wichtig.
Alles steht auf "türkisch" oder wenigstens "muslimisch".
Dabei kommen inzwischen viel mehr Polen, Griechen und Spanier.

31.05.2013
20:20
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von chelsea | #16

Da wird es aber Zeit die Lücke wieder schnellstens aufzufüllen. Wird ja wohl locker zu machen sein. Wie wäre es denn mit 1,5 Mio. sogenannten Armutsflüchtlingen.

31.05.2013
15:33
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von mansgruf | #15

Boh äh glaubste..1,5 mio weniger..ich bin nie von mehr als 80 mio ausgegangen, und ob die jetzt ermittelten Zahlen stimmen ist auch nicht sicher nur jeder 3. wurde befragt, und wenn ich so durch Duisburg schlendere, immer den Kolpf tief zwischen die Schltern gezogen, gehe ich davon aus das es doch wesentlich mehr Einwohner gibt in dieser ehemals schönen und ruhigen Stadt!

31.05.2013
15:02
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von Pitti12 | #14

Das ist doch das Beste, was Deutschland passieren kann. Immer mehr Menschen, Häser und Straßen bringen uns auf Dauer nicht weiter. Aber wahrscheinlich nutzen die Politiker diese Zahlen jetzt, um nach noch mehr Zuwanderung zu rufen. Es ist ein völliger Quatsch zu glauben, das Deutschland auf Dauer überaltert. Die jetzt in Rente geht, sind die geburtenstarken Jahrgänge, die wie eine Welle durchrollen. Die wird in ein paar Jahren aber wieder abflachen. Genau so ein Quatsch sind immer längere Lebensarbeitszeiten. Sie dienen nur einer versteckten Rentenkürzung und versperren den jüngeren die Arbeitsplätze. Das alles weiß die Politik schon lange. Man hat es nur unterlassen sich darauf vorzubereiten. Lassen wir uns also nicht für dumm verkaufen. Was die Zuwanderung angeht, finde ich den Vorschlag der AfD sehr vernünftig. Sie wollen sich an dem kanadischen Modell orientieren.

31.05.2013
14:45
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von unwitz | #13


Für meinen Geschmack immer noch zehn Millionen zuviel, bedenkt man, von welch kleinem Territorium wir hier sprechen.

Ein Einwanderungsmodell nach kanadischem Vorbild ist mindestens zwanzig Jahre überfällig. Aber eine am Bedarf ausgerichtete Zuwanderung war ja nie gewünscht, lieber hat man einen auf "multikulti" und "bunt" gemacht. Die Folgen sind u. a. Überbevölkerung, die Zersiedelung der Landschaft und ein aufgeblähter Niedriglohnsektor. Selber schuld.

Aber es ist nie zu spät, in der Einwanderungspolitik einen vernünftigen Weg einzuschlagen.

31.05.2013
14:44
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von chelsea | #12

Auf einen Schlag 1,5 Millionen Einwohner weniger. Und es hat keine Auswirkungen. Wenn zukünftig die Bevölkerung noch einmal um 1,5 Mio. Einwohner zugehen wird, wird es wahrscheinlich auch kein Auswirkungen haben.

31.05.2013
14:22
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von Karlot | #11

Aber sicher doch, Knollenrollen. Die wandern alle aus in die "Pleite"länder Südeuropas oder in die ach so tolle USA.

2 Antworten
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von Backdat | #11-1

Genau! Die Realität, das bestausgebildete Facharbeiter, Ingenieure, Mediziner hunderttausendfach das Land ganz "tolerant" fluchtartig gen Skandinavien, Schweiz und USA verlassen, um heißerwartenden Zuzüglern aus Rumänien, Bulgarien usw. nicht im Wege zu stehen, einfach nach DDR Vorbild wegignorieren!

Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von Pitti12 | #11-2

Da hat "Knollenrollen" nicht ganz unrecht. Da Deutschland inzwischen ein billig Lohnland (die Unternehmer freut das) geworden ist, verlassen immer mehr gut ausgebildete Menschen unser Land. Gehen sie mal in ein Krankenhaus. Dort noch einen deutsch sprechenden Arzt anzutreffen ist ein großes Glück. Die deutschen Ärzte gehen lieber ins Ausland, wo sie besseren Verdienst haben. Aber auch das verschweigt die Politik zu gerne.

31.05.2013
13:51
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

31.05.2013
12:56
Deutschland hat 1,5 Millionen weniger Einwohner als angenommen
von FAN58 | #9

Schätze dass wir 1,5 Mill. Obdachlose haben, diese sind bei der Zählung wohl
nicht aufgenommen worden.Dazu die Einwanderungen über die grüne Grenze, passt
schon.

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