„Deutschenfeindlichkeit ist Rassismus“
09.10.2010 | 17:16 Uhr 2010-10-09T17:16:00+0200
Berlin.Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert verbale Angriffe von Zuwanderern auf Deutsche. Auch das sei Rassismus. Sie selbst sei mehrmals als „deutsche Schlampe“ beschimpft worden.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat verbale Angriffe von Zuwanderern auf Deutsche kritisiert. Es gebe keine Fremdenfeindlichkeit erster und zweiter Klasse, sagte die Ministerin der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ laut Vorabbericht. Hintergrund sind Medienberichte über eine wachsende sogenannte Deutschenfeindlichkeit in Berliner Schulen. Pädagogen beklagen, dass Schüler aus Zuwandererfamilien zum Beispiel deutsche Lehrerinnen beschimpfen sowie Schüler mit Leistungswillen attackieren.
Imane und Religionslehrer sollen in Diskussion eingebunden werden
Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit müssten mit aller Härte bekämpft werden, betonte Schröder. „Aber auch Deutschenfeindlichkeit ist Fremdenfeindlichkeit, ja Rassismus. Denn hier wird jemand diskriminiert, weil er einer bestimmten Ethnie angehört.“ Die Ministerin sagte, auch sie sei schon Opfer solcher Deutschenfeindlichkeit geworden. So habe sie sich als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch vor ihrer Zeit als Ministerin zum Thema Islamismus geäußert. Dabei sei sie mehrmals als „deutsche Schlampe“ beschimpft worden.
Schröder bezeichnete es schon als „großen Schritt“, dass über das Thema gesprochen und es nicht den Rechtspopulisten überlassen werde. Wichtig sei es, in diese Diskussion jene einzubinden, die in der muslimischen Gemeinschaft Schlüsselpositionen innehätten wie Imame und Religionslehrer. Schließlich müsse auch über eine Anpassung der rechtlichen Konsequenzen nachgedacht werden. Dabei müsse der „besondere Unwertgehalt“ der Deutschenfeindlichkeit deutlich gemacht werden, betonte Schröder. Sie fügte hinzu: „Recht prägt Bewusstsein, und wir sollten darüber diskutieren, wie wir diesen Unwertcharakter in unserem Rechtssystem abbilden.“
Deutschenfeindlichkeit hat auch soziale Gründe
„Deutschenfeindlichkeit auf Schulhöfen ist genauso wenig akzeptabel wie jede andere Form von Diskriminierung“, betonte Özdemir. Aber anstatt darüber zu klagen, müsse endlich an die Ursachen herangegangen werden. Die Schulen müssten „in die Lage versetzt werden, wenn nötig auch gegen die Familie oder ein Milieu zu erziehen, wenn dort Einstellungen vermittelt werden, die mit unserem Grundgesetz nicht vereinbar sind“, sagte der Grünen-Politiker.
Özdemir hob in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Ganztagskindergärten und -schulen hervor. Nötig seien zudem entsprechend ausgebildete Pädagogen und Mitarbeiter in Behörden, denen das Lebensumfeld der Jugendlichen etwa aufgrund ihrer eigenen Herkunft nicht gänzlich fremd ist und die auch die Eltern in die Pflicht nehmen können. Zugleich unterstrich er, dass die Deutschenfeindlichkeit neben kulturellen vor allem soziale Gründe hat. Wer dies ignoriere, „ist auf mindestens einem Auge blind“. (dapd)

19:08
Nach mehreren Familienurlauben in der Türkei und dank meiner Schwester mit deutsch-türkischer Familie kann ich die deutsche Türkenfeindlichkeit in keinster Weise teilen.
Nirgends in Europa habe ich so selbstlose, liebenswerte, humorvolle und tolerante Menschen erlebt. Ehrlich gesagt im Gegensatz zu uns Deutschen, die wir gerne für Kapital und Status andere für dumm oder doof verkaufen - damit meine ich deutsche Männer, die eigentlich ganz gerne andere für sich arbeiten lassen, zum Beispiel unter anderem auch Frauen, alle Nationalitäten von Gastarbeitern und Gastarbeiterinnen und gern ein fremden Ländern schneidern und arbeiten lassen, besonders wenn sie dort menschliches Arbeitskapital ausbeuten können.
Kein besonders schönes Bild, leider aber wahr.
Und im Wahrheit verdrängen sind deutsche Bewohner Weltmeister, so donnern sie sich gerne Gegenseitig Halbwahrheiten vor den Kopf. Natürlich ist die türkische Bevölkerung sehr stolz auf ihre junge Nation und Leistungen - und das auch irgendwo zu Recht. Sie haben eben keine Nationalschande zu ertragen, warum sollten sie auch nicht.
Sie sind kinderlieb, und beschimpfte mich kein türkischer Mann mit Worten, die hier schon fast obligatorisch zu sein scheinen. Durch die Verallgemeinerung werden alle Menschen dort und hier in einen Topf geworfen - so als wenn heute noch alle Deutschen Faschisten wären.
Verallgemeinerungen sind meistens mit Vorsicht zu geniessen.
Auch hier erlebe ich Menschen, die sehr unter Diskreminierungen der deutschen leiden.
Und deutsche Männer sind - leider persönliche leidvolle Erfahrungen - nicht immer diejenigen mit den besten Manieren - um es einmal Vorsichtig auszudrücken.
19:05
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