Deutsche Rentner können sich immer weniger leisten
13.10.2012 | 11:14 Uhr 2012-10-13T11:14:07+0200
Berlin. Rentner in Deutschland mussten in den vergangenen zwölf Jahren einen Kaufkraftverlust von rund 20 Prozent wegstecken. Das hat die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken zugegeben. Das Problem betrifft gleichermaßen Ost- und West-Rentner.
Seit der Jahrtausendwende haben die Rentner in Deutschland etwa ein Fünftel ihrer Kaufkraft verloren. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor, aus der die "Thüringer Allgemeine" am Wochenende zitierte. Demnach sank die Kaufkraft der Rentner im Osten um knapp 22 Prozent, im Westen um rund 17 Prozent.
Die durchschnittlichen Auszahlungen an die Rentner nach Abzug aller Sozialbeiträge lagen den Angaben zufolge in den alten Bundesländern zuletzt bei 1062 Euro und in den neuen Ländern bei 1047 Euro. Damit stiegen die Auszahlbeträge absolut in den alten Ländern seit 2000 um 17 Euro, während sie im Osten um 23 Euro sanken. Gleichzeitig stiegen im selben Zeitraum die Verbraucherpreise aber um etwa 20 Prozent. Dies erklärt den großen Kaufkraftverlust von 17 beziehungsweise 22 Prozent.
Nahles fordert stärkere Bekämpfung der Erwerbsarmut
Angesichts der Entwicklung kritisierten Oppositionspolitiker die Bundesregierung. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles forderte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu einer verstärkten Bekämpfung von "Erwerbsarmut" auf. "Höhere Löhne im Arbeitsleben führen zu höheren Renten im Alter", sagte sie der "Welt am Sonntag". Nötig seien ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, eine Stärkung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen, gleicher Lohn für Männer und Frauen sowie für Leih- und Stammarbeiter, forderte Nahles.
Linken-Parteichef Bernd Riexinger forderte in der "Thüringer Allgemeinen", die "Abwärtsspirale bei den Renten" müsse gestoppt werden. "Vor allem im Osten droht eine Lawine der Altersarmut", sagte er der Zeitung. Die Renteneinheit müsse schrittweise bis 2017 kommen, forderte Riexinger.
Koaltition ringt um Rentenkonzept
Die schwarz-gelbe Koalition ringt seit Monaten um ein Rentenkonzept. Von der Leyen will mit ihrem Modell einer Zuschussrente, das eine Aufstockung der Rentenbezüge von Geringverdienern auf bis zu 850 Euro vorsieht, die Altersarmut bekämpfen. Das Vorhaben stößt aber auf Kritik in den eigenen Reihen, während Opposition und Gewerkschaften die Bemühungen der Ministerin für nicht ausreichend halten. (afp)

21:27
Mich wundern die überhöhten Zahlen bzgl. der Durchschnittsrenten, da die Deutsche Rentenversicherung regelmäßig ganz andere Zahlen veröffentlicht. Danach liegt die Durchschnittsrente einer Rentnerin West unter 480 Euro, die ausgezahlte Durchschnittsrente der männlichen Rentner im Westen mittlerweile unter 1000 Euro. Wie man dann auf insgesamt 1062 Euro kommen kann, ist mir nicht klar. Die 20 % Realrentenverlust entsprechen etwa den summierten Inflationsraten in den 12 Jahren. Insofern hätten es keinerlei Rentensteigerung geben dürften. Die gab es aber mehrfach! Ich nehme an, dass hier noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben müssen, etwa eine nach oben abweichende Inflationsrate durch anderes Konsumverhalten der Rentnerhaushalte, insgesamt kaum steigende Renten durch höhere Sozialbeiträge. Von diesen Minirenten müssen die Rentner dann obendrauf die weit höheren Zuzahlungen im Gesundheitssystem schultern, viele Medikamente sogar komplett selbst zahlen.
..im Gegensatz zu Deutschen Pensionären , die ihr Wohlleben heutzutage häufig als Stammgäste von Kreuzfahrtschiffen verbringen !
18:21
zu PeterHahn | #27 Bekannt ?
http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2012/0917/rente.jsp
Pension schlägt Rente auf WDR. Zitat:
" Obwohl er genau so viel verdient hat wie die Rentnerin, bekommt Pensionär Arno Holtz als Beamter im Ruhestand monatlich 550 Euro mehr.
Der Pensionär hats gut, er kann problemlos in Urlaub reisen oder ein neues Auto bezahlen. Sie Rentnerin muss schon bei Lebensmitteln sparen. "die story" geht der Frage nach, ob Beamten-Privilegien wie Beihilfe im Krankheitsfall und Senioritätsprinzip vor dem Hintergrund immer härterer Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt noch zeitgemäß sind.
Der Film zeigt auch, dass Pensionäre auch für die Haushalte der Bundesländer zukünftig ein Riesenproblem darstellen: In den kommenden 15 Jahren werden Abertausende Beamte der höchsten Gehaltsstufen pensioniert. Allerdings sind für diese Kostenlawine kaum Rücklagen gebildet worden."
Siehe Beitrag - noch Fragen?
Arme Beamte - man reiche mir das Tränenglas.
Eine sofortige Kürzung der Pensionen um 20 % wäre angemessen. Oder bleiben diese Pensionäre immer noch gleicher als die gesetzlichen Rentner?
Wer von der Beamtenbesoldung gar keine Ahnung hat sollte einfach den Mund halten. Der ganz normale Beamte einer Gemeinde erhält seit Jahren kein Urlaubsgeld, seit Jahren ist sein Weihnachtsgeld auf die Hälfte gekürzt und seit Jahren erhält er..wenn überhaupt Gehaltserhöhungen i. öffentl. Dienst erst gar nicht oder um 1 Jahr nach hinten versetzt. Angestellte erhalten Urlaubs-Weihnachtsgeld -und Leistungsbonus..Und die Beamten in den Gemeinden nicht. Die Tariferhöhung 2012 die Angstellte seit Anfang des Jahres erhalten bekommen nur Bundes - u.Landesbeamte...die Anderen nicht....Also erst reden wenn man alles kennt.
Beamte zahlen aber absolut nichts in die Rentekasse ein !!!!
Übrigens, ich bekomme auch kein Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld wurde auch gekürzt. Mein Schichtlohn ist in den letzten 25 Jahren fast gleich geblieben.Ich bekomme keine günstigen Beamtentarife bei der Autohaftplicht, bekomme nach 6 Wochen Krankheit nur noch Krankengeld, bekomme nicht so leicht ein Darlehn für Häusle bauen usw. Nach Fragen?
Keine Angst den Pensionären geht schon niemand an die Geldbörse, zu viele von denen sind ja in der Politik. Die Frage ist nur wie lange wolln wir uns das noch gefallen lassen. Das Beamtentum ist schon lange aus dem Ruder gelaufen und nicht mehr Finanzierbar.
14:21
Nachdem die SPD erfolgreich den Arbeitsmarkt dereguliert hat und Lohndumping, Leiharbeit und prekäre Beschäftigungsverhältnisse gang und gäbe sind, ist es ihr unter Anführung des Ex-IG-Metall-Vizes Riester und der Genossen Clement, Schröder und Müntefering auch gelungen, das Rentenniveau erfolgreich zu senken und das bewährte deutsche umlagefinanzierte Rentenversicherungssystem an den Abgrund zu führen.
Ohne die SPD-Gesetze zur Einführung der Rente mit 67 und des Absenkens des Rentenniveaus auf 43% wäre es nicht zu einem dermassen deutlichen Absinken der Realrenten gekommen. Auch hier wieder hat sich die SPD gegen ihre eigene Klientel der Arbeitnehmer und einfachen Rentner, gestellt und zugunsten der Vermögenden und Begüterten die Umverteilung von unten nach oben organisiert. Die SPD erweist sich wieder einmal als Totengräber des deutschen Sozialstaats und Besserung ist mit einem Banken-Lobbyisten wie Steinbrück nicht in Sicht.
Darum wird die SPD immer noch millionenfach nicht gewählt. Und das ist gut so, denn neue und gerechte Antworten hat sie nicht.
14:08
Da ist es wieder, das Stammtisch-Beamten-Bashing!
Von den 40% Gehaltskürzungen seit 2000 redet keiner.
Lächerlich!
Das sind keine Fakten. Das Beamtentum unterliegt immer noch einem gleicheren Schutz als das Grundgesetz verlangt. Und wenn Pensionen und gesetzliche Renten verglichen werden, muss man feststellen, dass die Pensionen eben nicht dementsprechend gekürzt wurden. Auch das sind die Pensionäre wohl immer noch gleicher. Leider.
13:49
Nicht nur die Rentner !!!
Bis auf wenige Ausnahmen sind alle betroffen.
Zeitarbeit seit 2002 von ca. 1,4% auf über 20% gestiegen. Jeder 11-te Arbeitnehmer muß Nebentätigkeit nachgehen.
Jedes 7. Kind soll in Armut leben.
Aber die Tafeln expandieren und die Zahl der Reichen und Superreichen steigt.
Es ist geplant und gewollt gewesen. Hartz-Gesetze haben es in der kurzfassung aus August 2002 angekündigt. Systematische Zerstörung der BRD.
Thatcher u. Reagan haben es vorgemacht, und Kohl, Lambsdorffs, Schröder, Merkel u.a. machen weiter.
Agenda 2020 - Fahrräder für die Bürger, Mrd. für die Energiekonzerne, die von Quartal zu Quartal immer höhere Gewinne machen.
Der Bürger bezahlt ja doppelt u. dreifach. Netzausbau soll extra bezahlt werden, obwohl 40% des Strompreises es bereits enthalten ( Wartung, Instandhaltung u. Ausbau).
Die gesponserten Politiker/innen werden es schon richten.
Man bekommt ja schließlich Spenden, Sponsoring u. Pöstchen o. Anwaltsaufträge für Kanzlei.
#26
Ich bin seit 2008 Neurentner und weil unsere Firma Pleite machte habe ich zusätzlich einen Abzug von !5% bei 44 Arbeitsjahren .Wenn jetzt noch die Energiepreise steigen können wir unter eine Brücke weiter wirtschaften . Trotz hoher Miete bekommen wir kein Wohngeld weil immer von einer Brutto Rente ausgegangen wird .
Wo bleiben denn unsere Steuergelder ?
Sie haben vollkommen recht außer den Euro retten haben unsere Flitzpiepen in Berlin nichts anderes in Ihren Köpfen , außer der eigenen Vollversorgung !
11:51
und die nrw abgeordneten haben sich mal eben über 500 euro genehmigt weils bei ihnen nicht für eine ausreichende altersvorsorge gereicht hat. und wo bleiben die kürzungen bei den pensionen der beamten. da wird kein wort darüber verloren. sind ja auch nur steuergelder die dafür ausgegeben werden.
09:25
Aber das Geld wird doch für die in Massen hier einfallenden [edt. - Keine Panik lieber Leser, die "Welt" ist alles andere als eine Referenz für PC. Aber interessant, dass Sie das so sehen.].
Man muss den Rentnern mal klarmachen, welche Wahlmacht sie sind. Mit ihrer Anzahl können sie jede Regierung zum Teufel schicken.
09:03
Es gibt doch die "Tafeln"
Da kann ich Ihnen nur wünschen, dass Sie die Not ereilt und Sie auch zu den Tafeln gehen müssen. Schämen Sie sich.
00:54
mh... vielleicht gehen endlich mal die Rentner auf die Straße... wenn sich die Arbeitnehmer nicht mehr trauen... schönen Tag noch in diesem ach so sozialem Staat....
00:13
Ja,aber unsere Parteien haben das Problem erkannt und steuern knallhart dagegen.
Mit folgenden Programmen:
-weiteres Absenken des Rentenniveaus von 51% auf 43%,vom NETTOLOHN.
-saftige Strompreiserhöhungen.
-Sity-Maut,Autobahn-Maut,Kanal-TüV....usw., alles sehr sehr wichtige Projekte!
Als Sofortmaßname kommt jetzt der Energieberater.
Also als ich meine Mutter das letzte mal besucht habe,hat die alte Frau schon
3 Glühbirnen von insgesamt 6,aus ihre Deckenlampe rausgedreht.
Aber immer schön CDU/SPD/Grüne und FDP wählen!
Dann wird alles gut!
Sehr schön, dass Ihre Mutter auch ein Umweltbewusstsein entwickelt hat und hilft, diesen Planeten zu bewahren.
Und ihre Mutter ist kein Einzelfall. Viele Rentner wissen nicht mehr, wie sie bei den hohen Abgaben und Kosten klarkommen sollen. Zum Sozialamt gehen sie nicht, weil sie sich schämen. So wünschen sie den Tod herbei. Armes, verlogenes Deutschland.
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