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Deutsche Professoren müssen mehr verdienen

14.02.2012 | 14:05 Uhr
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
Viele Studenten – ein Professor. Das Bundesverfassungsgericht urteilte, dass das Grundgehalt der Professoren zu niedrig ist. Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Karlsruhe/Essen.   Die Bezahlung von Professoren kommt nach dem Urteil des Verfassungsgerichts auf den Prüfstand. Die Richter entschieden, dass die Grundgehälter von Hochschulprofessoren in Hessen zu niedrig sind. Die Entscheidung hat Signalcharakter für alle Länder. Geklagt hatte ein Chemieprofessor aus Marburg.

Beim Deutschen Hochschulverband (DHV) klirren die Gläser. Feierstimmung herrscht bei der Interessenvertretung der Universitätsprofessoren in Deutschland, sie hatte die Klage des Marburger Chemieprofessors gegen die zu geringe Besoldungshöhe unterstützt. Das Bundesverfassungsgericht gab ihm Recht und beanstandete das seit 2005 geltende Besoldungssystem für Hochschulprofessoren in Hessen. Das Urteil dürfte auch für andere Bundesländer Folgen haben.

„Die gewährte Besoldung ist evident unzureichend“, heißt es in dem Urteil. Die Grundgehaltssätze der W-Besoldung seien „zu niedrig“, so die höchsten Richter. Sie sehen das im Grundgesetz verankerte Alimentationsprinzip verletzt. Danach muss Beamten lebenslang ein angemessenes Gehalt gezahlt werden.

„Ein Meilenstein für die Wissenschaft“

Der Gesetzgeber müsse nun verfassungskonforme Regelungen treffen, die spätestens am 1. Januar 2013 in Kraft treten, so das Gericht. Der klagende Professor erhielt 2005 ein Grundgehalt von knapp 4000 Euro im Monat. Nach Auffassung des Hochschulverbands wären 4600 bis 4800 Euro brutto angemessen.

DHV-Präsident Bernhard Kempen begrüßte den Richterspruch: „Das ist ein Meilenstein für die deutsche Wissenschaft.“ Er sieht nun die anderen 15 Bundesländer unter Zugzwang: Das Urteil erstrecke sich „der Sache nach auf alle Bundesländer, die nunmehr ebenfalls verpflichtet sind, die Professorenbesoldung verfassungsgemäß auszugestalten“, so Kempen.

Besoldung wird „neu geordnet“

Die Hessische Landesregierung reagierte schnell. Die Besoldung der Professoren werde neu geordnet, kündigte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann an. Ob das Urteil auch auf Nordrhein-Westfalen Auswirkungen hat, wo ein ähnliches Besoldungssystem gilt, will das NRW-Wissenschaftsministerium zunächst „eingehend prüfen“. Bis dahin werde man den Karlsruher Richterspruch nicht kommentieren.

Ob das Urteil zudem auch auf andere Beamtengruppen zutreffen könnte, ist derzeit noch unklar. Der Deutsche Beamtenbund hält dies nicht für ausgeschlossen und prüft derzeit die richterliche Begründung.

Dienstalterstufen abgeschafft

Vor knapp sieben Jahren wurde das Besoldungssystem für Wissenschaftler auf die sogenannte W-Besoldung (W für Wissenschaft) umgestellt. Die Besoldungsstufen W1, W2 und W3 lösten die bis dahin geltende Professorengehälter C1 bis C4 ab. Seither erhalten neu eingestellte Professoren nur noch ein Grundgehalt, das um 25 Prozent niedriger ausfällt als bei der C-Besoldung. Es steigt auch nicht mehr wie früher mit dem Dienstalter automatisch an. Über Leistungszulagen können die Wissenschaftler ihre Gehälter aufbessern. Doch viele, vor allem in den philosophischen Fakultäten, bleiben mehr oder minder auf ihrem Grundgehalt hängen.

In Nordrhein-Westfalen erhält ein W2-Professor seit dem 1. Januar 2012 ein Grundgehalt von 4354,02 Euro. Die Besoldungsstufe W3 sieht 5278,75 Euro vor. Damit ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Ein C4-Professor bekommt hingegen in der höchsten Besoldungsgruppe 6887,53 Euro auf sein Konto.

Zuschläge und Nebeneinkünfte

Die Mehrzahl der Professoren kann sich indes über Zuschläge und Nebeneinkünfte freuen. So erhält ein Dekan 250 bis 500 Euro zusätzlich. Auch Einkünfte für Gutachten, Vorträge oder als Autor sind möglich. Die W-Besoldung erlaubt auch saftige Zuschläge. Wenn eine Uni einen Spitzenforscher anlocken oder an sich binden will, sind die Zulagen Verhandlungssache und theoretisch nach oben offen – wenn dies der Etat der Uni zulässt. Viele Hochschulen haben Leistungskataloge mit stufenweisen Zulagen.

Allerdings müssen sich nach Schätzungen des Hochschulverbands rund 15 Prozent der Professoren auf Dauer mit ihrem Grundgehalt begnügen. Nicht, weil sie faul wären, sondern zum Beispiel in kleinen „Orchideenfächern“ forschen. Wer seiner Uni nicht mit einem Weggang drohen kann, hat eine schlechtere Verhandlungsposition.

Vorbild Baden-Württemberg

Neidisch schauen die Professoren nach Baden-Württemberg. Dort gilt ausschließlich die W3-Besoldung mit einem Grundgehalt von etwa 5500 Euro. Dies könne den anderen Bundesländern als Vorbild dienen, schlägt der Hochschulverband vor.

Sicherlich sind Professoren privilegiert. Sie können als Beamte ihr Gehalt aushandeln, genießen hohes Ansehen, Sicherheit und arbeiten meist unter guten Bedingungen.

Wachsende Belastungen

Auf der anderen Seite sind die Anforderungen in der Lehre ständig gewachsen. Während die Zahl der Studierenden in den letzten Jahren rasant gestiegen ist, stagnierte die der Professoren weitgehend. An den Universitäten stehen etwa 25.000 Professoren mehr als 1,5 Millionen Studierenden gegenüber. Das Betreuungsverhältnis wurde dadurch immer ungünstiger. Im Bundesdurchschnitt kamen im Jahr 2007 noch etwa 51 Studenten auf einen Professor. 2010 waren es schon 53,5, Besonders schlecht schneidet Nordrhein-Westfalen ab, wo ein Professor im Durchschnitt 65 Studenten betreuen muss, in Massenfächern sind es sogar weit mehr als 100.

Christopher Onkelbach

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Kommentare
15.02.2012
07:04
Blockierter Kommentar.
von DerNachdenker | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.02.2012
23:56
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hubertushwhofmann | #15

Ich frage mich, ob diejenigen, die Professoren im Allgemeinen Inkompetenz und Faulheit vorwerfen, jemals eine Universität von innen gesehen haben. "hajori" könnte eine Ausnahme sein, falls er auch dort als Paketzusteller Knecht- und Frohndienste verrichten mußte.

Im Übrigen, lieber "Nebukadnezar", heißen die "langen Semesterferien (siehe Kommentar #1) nicht ohne Grund lediglich "vorlesungsfreie Zeit".

14.02.2012
23:08
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von kuba4711 | #14

Ich halte es für vollkommen deplaziert sich um die Einkommenslage von Professoren -insbesondere der sog. ökonomischen Wissenschaften - Sorgen zu machen!
Deren maßgebliche Einkommensquellen sind nämlich die Gutachten im Interesse der maßgeblichen -von der Wirtschaft finanzierte - sog. wissenschaftlichen Institute!
Die wissenschaftliche Qualität der sog. etablierten , ökonomischen Wissenschaften sind ja auch entsprechend neben der wirtschaftlichen Realität!

14.02.2012
21:29
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von silera | #13

Ist doch logo. Erst glänzen die meisten durch Abwesenheit und Inkopetenz, und jetzt sollen sie auch noch mehr Gehalt bekommen.Warte jetzt noch auf unsere Richter,die dann natürlich auch wieder mehr haben wollen Und das hat mit Neid nichts zu tun.Bloß die Eliten spielen sich hier den Ball super zu.

14.02.2012
20:40
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von heinrichh | #12

Nebukadnezar das haben lehrende Professoren und Richter gemeinsam. Niemand kann ihnen vorschreiben wieviel Stunden sie zu arbeiten haben. Wenn ein Professor 2 Stunden im Monat an der Uni Vorträge hält kann man ihn trotzdem nicht entlassen. Und ein Richter der einmal im Monat 2 Stunden verhandelt kann auch nicht entlassen werden.

14.02.2012
18:35
Thema verfehlt - Kommentar zu hajori, meinemal und Co
von mitLINKSinsVERDERBEN | #11

Es geht doch nicht um alle Berufe. Es geht nicht um die allumfassende Gerechtigkeit.
Es geht hier um EIN Gerichtsurteil.
Und dieses EINE Urteil bezieht sich auf Wissenschaftler und Professoren.

Dass es Ungerechtigkeiten in sehr vielen Berufsfeldern gibt, ist offensichtlich.
Doch zu unterstellen, dass Professoren und Wissenschaftler überbezahlte Faulpelze seien, zeigt nur von ihrer Unwissenheit.

Es geht auch nicht um Abwertung einzelner Berufsfelder.
Nur wenn man wie sie schon Wissenschaftler (ver)urteilt, so sollten sie mal darüber nachdenken, dass der Arbeitstag des Wissenschaftlers nicht nach 8 Stunden endet. Der geistige Auseinandersetzungsprozess mit Forschungsthemen greift zwangsläufig in den Alltag ein - und wird auch dort weiter bearbeitet. Die Verantwortung lässt nicht nach, nur weil man das Büro abschließt. Und die Aufgaben werden vollkommen unabängig von irgendwelchen Verträgen verteilt.
Abgesehen davon, dass "ganz nebenbei" vorausgesetzt wird, dass man den Nachwuchs fördert, lehrt, sich und sein Personal fortbildet und weiterentwickelt.

Um das am von Ihnen angesprochene Berufsfeld mal zu verbildlichen:
Stellen Sie sich vor, sie würden neben dem Ausliefern von Paketen auch den Einkauf der Produkte, die Bestellvorgänge, die Bezahlung sowie das Verpacken übernehmen, hätten die Verantwortung über die Qualitätssicherung, sind Beschwerestelle und Service-Auskunft zugleich. Sie sind für die Neuen Mitarbeiter ebenso zuständig, wie für die älteren Mitarbeiter, die Verträge verlängern lassen wollen, Urlaub einreichen oder kündigen. Sie sind für die Routenplanung zuständig und müssen sich nebenbei auch noch alle paar Monate an neue Regelungen und Gesetze zum Umgang mit den Paketen, zum Eingangsnachweis, zum Datenschutz oder ähnlichem Rumplagen.
Und während sie dies alles planen, regeln, überwachen und ausführen, sehen sie auch noch zu, dass sie ihre Erfahrungen im Umgang mit den meisten dieser Aufgaben in internationalen Veranstaltungen oder Zeitschriften veröffentlichen, auf Konferenzen fahren, um sich über neue Änderungen oder optimierte Verfahrensweise zu informieren.
Und das alles sicherlich nicht von Montags bis Freitags in 40 Stunden.
Doch das nur mal am Rande.

1 Antwort
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hajori | #11-1

Nachstehend ein Auszug aus dem Beamtengesetz:

"Grundlage der Besoldung ist das sog. Alimentationsprinzip. Es gehört zu den verfassungsrechtlich gewährleisteten hergebrachten Grundsätzen des Berufsbeamtentums (Artikel 33 Absatz 5 des Grundgesetzes). Danach ist der Dienstherr verpflichtet, der Beamtin bzw. dem Beamten im aktiven Dienst, bei Invalidität und im Alter einen dem übertragenen Amt (nicht jedoch der konkreten Tätigkeit) angemessenen Lebensunterhalt zu gewähren.
Besoldung kann nur auf der Basis gesetzlicher Grundlagen gezahlt werden. Bei der Beurteilung, welche Besoldung angemessen ist, hat der Gesetzgeber allerdings einen weiten Spielraum. Das Alimentationsprinzip gibt hierfür einen allgemeinen Maßstab für die Besoldungsstruktur und die Höhe."

Wie aus diesem Text eine Beurteilung über die "gerechte" Höhe der Besoldung abgeleitet werden kann, ist mir schleierhaft!


14.02.2012
18:21
Es lebe der deutsche NEID!
von mitLINKSinsVERDERBEN | #10

Ja, da sind sie wieder:
Die Neider, die Eifersüchtigen, die, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, als im Internet einen Kommentar nach dem anderen abzugeben.
Nun wettern sie also gegen Wissenschaftler.

Nun denn, frage ich die Wutbürger:
Wisst Ihr denn eigentlich, wie so ein Arbeitstag eines Wissenschaftlers aussieht?
Wisst Ihr, wieviel Zeit er/sie in die Arbeit, in die Forschung, in die Lehre investiert?

Es mag schwarze Schafe gebe - wie überall. Doch in der Wissenschaft halten sich diese nicht lange (abgesehen von jenen, die bereits kurz vor der Rente stehen). Denn durch neue Gesetze und Regelungen sind Professoren und Wissenschaftler gezwungen, einen bestimmten Anteil an Forschungsgeldern einzuwerben.


Wenn hier gegen Wissenschaftler gewettert wird, die "umsonst" Forschungsgelder bezogen hätten, die sich quasi auf ihren "durch Steuergelder bezahlten Geldern ausruhen", dann zeigt das nur die Ahnungslosigkeit jener Neider.

Unsere Universitäten sind transparent - öffentlich. Jeder Bürger kann jederzeit Professoren und Wissenschaftler aufsuchen. Ich lade jeden herzlich ein, sich mal einen Tag hier anzuschauen, mal einen Tag in der Forschung zu verbringen. Und dann mal darüber nachzudenken, was es bedeutet, daheim und am Wochenende Veröffentlichungen und Anträge zu schreiben, Gelder einzuwerben, Gremienarbeit zu verrichten und an immer mehr Pflichtveranstaltungen der "universitäten Selbstverwaltung" teilzunehmen.
Sie kommen dabei weder mit 60 Stunden, schon gar nicht mit den viel jonglierten 40 Stunden aus.
Professoren sind immer im Dienst.
Und Wissenschaftler sind Überzeugungstäter und Masochisten zugleich. Sie sind selbst schuld - denn sie tun sich das überwiegend selbst an - und das ohne sich öffentlich zu beklagen.

Doch ich wehre mich gegen die neidischen und unberechtigten Kommentare der ewig gestrigen, die Guttenberg als Schablone für alle Verwenden:
Forschung bedeutet Verantwortung und Eigeninitiative - unabhängig vom Vertrag.
Forscher lassen ihre Problemstellungen und Aufgabe selten einfach so im Büro zurück.
Und während der Durchschnittsbürger nach der Arbeit abschaltet, seine Stunden aufschreibt und den Freizeitausgleich suchen darf, existieren derartige Regelungen an den Universitäten gar nicht.
Wer es nicht glaubt, der schaue sich in Abendstunden und an Wochenenden die Universitäten an.
Und wenn Kommentatoren wie "meinemal" meinen, Hochschulstress sei nicht mit Industriestress zu vergleichen, so hat er diesbezüglich nur in einem Punkt recht:
Der Industriestress wird wenigstens vergütet.

14.02.2012
16:20
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von Meinemal | #9

Falsche Entscheidung! Professoren haben bis zu 2 Mio. Euro Sach-/Fachmittel vom deutschen Steuerzahler umsonst bezogen, bevor sie ihre Habilitationsschrift einreichen konnten (ich meine hier Professoren aus dem naturwissenschaftl. Gebiet). Da können sie ruhig etwas weniger verdienen als ihre Kollegen in der Industrie und in Wissenschaft und Bildung der Gemeinschaft etwas zurückgeben. Und der Hochschulstress lässt sich kaum mit dem Stress in der Industrie vergleichen. Die Professoren, die ich kennengelernt habe, sind alle erst im gesegneten Alter in den wissenschaftliche Himmel eingefahren und haben die Wohltaten des Beamtentums durchaus genossen. Na ja, beamtete Juristen sorgen schon für die Artverwandten.

1 Antwort
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von DrDr | #9-1

Als Leiter einer Industriellen Forschungsabteilung würde ich mich über 4300€ Gehalt kaputt lachen. Im Schnitt wird eine solche Position mit dem 3-5fachen Gehalt entlohnt. Insofern ist eine Erhöhung des Professorengehalts mehr als angemessen, und zwar sowohl im Vergleich zu Positionen in der Wirtschaft, in Bezug auf ihre Funktion als Forscher und Lehrende und unter Berücksichtigung ihrer Ausbildung. Schliesslich handelt es sich bei Professoren, nicht nur um Forscher, die mit ihren Innovationen selbst technische und wissenschaftliche Impulse geben, sondern auch um diejenigen, die junge Menschen auf Schlüsselpositionen in Wirtschft, Gesellschft und Industrie vorbereiten.

14.02.2012
15:44
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hajori | #8

Dieses Urteil ist eine Unmöglichkeit, aber war von diesem Gericht auch nicht anders zu erwarten!
Vor Jahren hatte dort ein Beamter geklagt, daß seine Pension voll versteuert wird, die Sozialrenten aber nur zur Hälfte!
Prompt reagierte das Gericht auf diese "Ungerechtigkeit" und verordnete auch eine Besteuerung der Sozialrenten!
Das die Berechnungweise beider Altersversorgungssysteme aber höchst unterschiedlich sind und Beamte bis dahin praktisch nichts selbst eingezahlt hatten - außer dieser imaginären Schlechterbezahlung im Staatsdienst (lachhaft) - wurde dabei vollkommen unberücksichtigt gelassen. Auch, daß die Sozialrente sich nach dem Einkommen und den Einzahlungen eines ganzen Berufslebens richtet, die Beamtenpension sich aber nur an dem Einkommen der letzten 5 Jahre, interessierte die Richter offensichtlich wenig!
Nun verdienen die neu einzustellenden Professoren zu wenig!?
Der Staat macht ein Angebot auf eine Arbeitsstelle mit einer bestimmten Bezahlung. Ist dem Herrn Professor das zu wenig, zwingt Ihn keiner, sich auf die Stelle zu bewerben. Er kann es dann ja in der freien Wirtschaft versuchen, die ja sowieso wesentlich besser zahlt!
Dieses Gericht sollte sich mal besser um die Leute kümmern, die tagtäglich ausgebeutet werden, z.B. Paketzusteller!
Die machen einen verdammt schweren Job zu Stundenlöhnen von 5,00EUR!
Wenn schon die Asenkung eines bestimmten Gehalts im öffentlichen Dienst verfassungswidrig ist, warum gilt das dann nicht auch für die freie Wirtschaft?
Unsere Regierung fordert die Griechen zur Sparsamkeit und Entlassung von -zigtausend beamten auf, es soll der dort geltende Mindestlohn gesenkt werden und hier lamentiert ein Professor, weil er nicht mehr zu den gleichen Bedingungen eingestellt wird wie seine Vorgänger und dieses tolle Gericht unterstützt das auch noch.
Es sollte auch in der freien Wirtschaft dafür sorgen, daß es gleichen Lohn für gleiche Arbeit gibt.

6 Antworten
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von DerNachdenker | #8-1

Wer Univeritätsabschlüsse hat muss sich beim Gehalt nicht an Paketzusteller orierntieren.
Wenn auch in Zukunft in Wissenschaft, Forschung, Verwaltung, Justuz und co. gute Leute sitzen sollen, muss auch entsprechend bezahlt werden.

Packen Sie Ihren Sozialneid ein und gehen sich woanders ausheulen!

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von DrDr | #8-2

Ich bin mir nicht sicher, ist das jetzt Sozialneid, Unwissenheit oder handelt es sich um Realsatire, was hier einige verzapfen?
Griechenland, Paketzusteller, Pesionszahlungen...was schmeisst man noch in den Topf, um die deutsche Professorenschaft zu verunglimpfen?

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hajori | #8-3

Was hat es mit Sozialneid zu tun, wenn ich Gleichbehandlung für alle einfordere?
Ich habe nirgendwo gefordert, daß sich das Professorengehalt an dem von Paketzustellern orientieren soll!
Ich habe ladiglich gefordert, daß der Paketzusteller der über ein Subunternehmen für einen der genannten "Logistikunternehmen" arbeitet für seine Arbeit genau so viel bekommt wie der bei diesem Unternehmen fest angestellte mit gleichem Aufgaben!
Der hat nämlich feste Arbeitszeiten bei einem Stundenlohn von über 11 EUR!
Wenn Sie nicht richtig lesen und verstehen können ist es mit Ihrer Bildung auch nicht weit her!

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hajori | #8-4

Es geht nicht um die Verunglimpfung deutscher Professoren! Wenn überhaupt geht es um die Verunglimpfung eines Systems, das an jeder Stelle mit anderem Maß misst!
Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn der Staat seine Angestellten vernünftig bezahlt und Ihnen auch gewisse Privilegien einräumt!
Dieses Verständnis hört allerding dann auf, wenn der Bevölkerung bei jeder sich bietenden Gelegenheit gesagt wird, daß kein Geld da ist und jeder für sich selbst - und natürlich den Staat - sorgen muß.

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von DrDr | #8-5

Wahrscheinlich fehlt es mir an Fantasie, um die (meiner Meinung nach richtige) Forderung nach gleichen Lohn bei gleicher Arbeit mit der Besoldung von Professoren in Bezug zu setzen.

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von Volksentscheid | #8-6

@hajori
Nochmal..es war das gute Recht des Prof.zu klagen.Die Bezahlung verstösst gegen die Grundsätze der Beamtenalimentierung.Punkt.Ja,Beamte geniessen da vielleicht den Vorteil der hergebrachten Beamtengrundsätze aber das Beamtentum hat ja nicht nur Sonnenseiten !Hier wollte sich eine Seite aus der gesetzl.verankerten(!) Verantwortung stehlen und hat einen Schuß vor den Bug bekommen.

Jeder(!) AN hat das Recht für eine angemessene Entlohnung zu klagen.Haben in der Vergangenheit versch.Fälle in denen es um Zahlung sittenwidriger Löhne(u.a.Textil und Drogeriediscounter) ging,bewiesen

.Die in Deutschland tatsächlich zu niedrige Bezahlung vieler Branchen scheint doch kein Thema zu sein...die meisten scheinen doch zufrieden zu sein,ich zumindest habe weder vor dem Reichtstag noch den Gewerkschaftszentralen eine Protestwelle gegen zu niedrige Löhne rollen sehen ?!

Wer was erreichen will,muss auch mal den Arxxx bewegen.Und genau das hat der böse,böse Prof.getan.Eigentlich vorbildlich.

Und das sich das angemessene Gehalt eines Profs.in anderen Dimensionen bewegt,dürfte wohl auch klar sein.


14.02.2012
15:30
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von MalNachgedacht | #7

@5/6: Volle Zustimmung. Hinzu kommt, dass, bevor man überhaupt einen Lehrstuhl "erklimmen" kann, erstmal schön 15 Jahre und mehr in befristeten Jahresverträgen arbeiten "darf". Nix Planungssicherheit.

(Ich rede hier natürlich von richtigen Professoren und nicht von den Wirtschaftsmarionetten, denen gegen ein paar Gefälligkeitsgutachten für Branchenverbände ein schnieker Lehrstuhl an irgendeiner FH besorgt wird.)

2 Antworten
Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von DerNachdenker | #7-1

Die FH-Profs müssen auch nicht habilitieren und verlieren den Titel auch wieder, sobald sie die FH verlassen.

Deutsche Professoren müssen mehr verdienen
von hajori | #7-2

Wenn Ihnen dieser Berufsweg zu lang und schwer ist, gehen Sie einen anderen!
Es zwingt sie keiner!
Außer Papa Staat wenn sie Hartz IV-Empfänger sind! dann müssen sie jeden Job zu jeder Bezahlung annehmen!

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