Der Waffenstillstand in der Ostukraine ist brüchig

Der Frieden in der Ostukraine ist brüchig, der Waffenstillstand, der seit Sonntag gilt, wird längst nicht allerorten eingehalten. Bei erbitterten Gefechten konnten die prorussischen Separatisten die Stadt Debalzewe weitgehend einnehmen. Damit gab es wenige Tage nach dem Minsker Gipfel nur noch wenig Hoffnung auf baldigen Frieden in der Kriegsregion.

Separatistensprecher Eduard Bassurin sprach im Laufe der Woche von „zahlreichen Gefangenen und vielen Toten“. Nach Angaben der Militärführung in der ukrainischen Hauptstadt Kiew leisteten die Truppen in Debalzewe weiter Widerstand. Die Aufständischen setzten Artillerie und Panzertechnik ein. Die Gefechte gelten als massiver Verstoß gegen das Friedensabkommen von Minsk. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) warnte vor einem Scheitern des Friedensprozesses. Die Kämpfe etwa um Debalzewe seien „zweifellos eine ernste Verletzung“ der Waffenruhe gewesen, sagte Heidi Tagliavini von der OSZE in Wien. Foto: Dan Levy/DPA