Der Pannen-Minister
29.11.2009 | 08:00 Uhr 2009-11-29T08:00+0100Der Weg von Franz Josef Jung bis zu seinem Sturz über die Afghanistan-Affäre.
Als enger Vertrauter von Hessens Ministerpräsident Roland Koch zog der bis dahin in der Bundespolitik weitgehend unbekannte Franz Josef Jung 2005 ins schwarz-rote Kabinett ein. Als Verteidigungsminister machte er nicht die beste Figur - der Wechsel ins Arbeits- und Sozialministerium nach der Wahl 2009 sollte für ihn einen Neuanfang bringen.
Doch die Sünden der Vergangenheit holten ihn ein. Als offenkundig wurde, dass das Verteidigungsministerium unter seiner Führung brisante Informationen zum umstrittenen Luftangriff im afghanischen Kundus zurückgehalten hatte, übernahm Jung die politische Verantwortung und trat von seinem Ministerposten zurück.