Der Mindestlohn führt zu Sorgen im Sport

Hagen..  Im April wurde es beschlossen, seit dem 1. Januar ist es in Kraft: das Mindestlohngesetz. Es sieht einen Stundenlohn von 8,50 Euro für Beschäftigte vor. Im Sport sorgt das neue Gesetz für Besorgnis. „Das ist nicht tragbar und nicht nachvollziehbar“, sagt Frank Flatten, Manager des Handball-Bundesligisten VfL Gummersbach. Er sieht seine Nachwuchsarbeit und damit die sportliche Zukunft seines Klubs bedroht, weil weit verbreitete Vertragskonstrukte für talentierte Spieler plötzlich deutlich teurer würden. Den stets zu Sparsamkeit gezwungenen Klub drohen Mehrausgaben von etwa 80 000 Euro. Auch der Fußball und der Handball sind betroffen.

Hintergrund ist die gängige Praxis, Spieler und Trainer mit Verträgen auszustatten, die sie als eine Art Mini-Jobber gelten lassen: Sie erhalten ein vertraglich fixiertes Gehalt von mindestens 250 Euro. Nach neuer Gesetzeslage wären damit 29 Stunden Arbeitsaufwand im Monat zulässig. Doch diese Marke dürften unzählige Mini-Jobber locker reißen.