Davutoglu auf NRW-Tour in Düsseldorf und Dortmund

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Am 7. Juni wird in der Türkei ein neues Parlament gewählt.
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Am 7. Juni wird in der Türkei ein neues Parlament gewählt.
Foto:  Tiago Petinga
Was wir bereits wissen
Hoher Besuch aus der Türkei: Ministerpräsident Davutoglu hat am Sonntag das neue Gebäude des türkischen Generalkonsulats in Düsseldorf eröffnet.

Düsseldorf.. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat Ausländerfeindlichkeit als eine der "größten Gefahren für das gemeinsame Haus Europa" angeprangert. Für die Zukunft Europas sei es wichtig, "dass wir zusammenleben", sagte Davutoglu am Sonntag bei der Eröffnung des neuen Gebäudes des türkischen Generalkonsulats in Düsseldorf. Dabei dürfe auch die religiöse Zugehörigkeit keine Rolle spielen. Als "besorgniserregend" bezeichnete er "Angriffe gegen den Islam und islamophobe Strömungen".

Große Wahlkampf-Veranstaltung in Dortmund

Davutoglu kam mit mehreren Ministern, darunter Außenminister Mevlüt Cavusoglu, und anderen Politikern zu dem Kurzbesuch nach Nordrhein-Westfalen. Er wurde am Generalkonsulat von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (beide SPD) begrüßt.

Armenien Davutoglu wollte am Nachmittag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Dortmund um Stimmen werben. Zu der Kundgebung der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP erwartete die Polizei mehrere tausend Menschen in der Westfalenhalle. In der Türkei wird am 7. Juni ein neues Parlament gewählt.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei seien nicht nur wegen der vielen Türken in der Bundesrepublik sehr wichtig, sagte Davutoglu. Die türkischstämmigen Bürger in Deutschland sollten ihre Identität wahren. Es dürfe keine "Assimilierung" geben. "Das wird kein Hindernis für die Integration oder für die deutsch-türkischen Beziehungen sein", sagte Davutoglu. (dpa)