Das virtuelle Schloss
25.08.2010 | 18:58 Uhr 2010-08-25T18:58:00+0200Das Internet-Projekt 2010lab.tv ist ambitioniert. Das ist klar. Eine kleine aber feine Zielgruppe soll mit diesem Computersender erreicht werden.
Die Kreativen der Region sollen sich hier mit Texten und Bildern über Kultur austauschen. Nur mit Hilfe dieser Art von Projekten könnten die kreativen Köpfe im Ruhrgebiet gehalten werden, meint der Kulturmanager Dieter Gorny.
Er hat damit Unrecht. Das 2010lab.tv ist nur ein Beispiel für die Subventionsmentalität der Kulturbürokraten, die darauf abzielen neue Fördertöpfe aufzubohren. Hier wird mit Millioneneinsatz etwas gemacht, was es schon gibt. Das Internetfernsehen, auf dem sich Künstler einem Massenpublikum darstellen, heißt Youtube. Für exklusivere Insiderzirkel gibt es weitere, ähnliche Plattformen im Netz. Alle diese finanzieren sich ohne staatliche Zuschüsse. Und alle sind kostenlos für jeden zugänglich.
Um die kreativen Köpfe im Ruhrgebiet zu halten, braucht man keine Millionen für virtuelle Luftschlösser, die fast publikumsfrei agieren. Es geht um die wirkliche Welt. Hier müssen Freiräume geschaffen werden, in denen sich die jungen Menschen ausprobieren können. Wenn sie im wirklichen Leben etwas erreichen können, bleiben sie. Im Internet können sie auch anderswo surfen.

23:06
Danke für diesen Kommentar, David Schraven!
21:46
Ach Herr Schraven, 2010 ist bald vorbei, es müssen viele Personen, auch leitende versorgt werden, damit muss sehr früh angefangen werden, und im Ruhrgebiet ist ein riesiges brachliegendes Feld, richtig aufgezogen wird es zu einer Goldgrube.
Ecce ist solch ein Feld T.A.I.B.auch, bringt wenn die von beiden, geschilderte Geschäftsideen, ankommen ein gutes Auskommen. Das Ruhrgebiet hat schon andere Ideen für den Geber, ein gutes Auskommen geschaffen.
20:17
dem Kommentar habe ich mal nichts hinzuzufügen. Volle Zustimmung