Das Ende einer Ära

BVB-Trainer Jürgen Klopp kündigte gestern seinen Abschied vom BVB an.
BVB-Trainer Jürgen Klopp kündigte gestern seinen Abschied vom BVB an.
Foto: imago/DeFodi
Was wir bereits wissen
Titel, Tränen, Triumphe – sieben Jahre lang war Jürgen Klopp das Gesicht des BVB. Die Fans sind traurig und enttäuscht über den Abschied

Dortmund..  In Dortmund endet eine Fußballära: Der Bundesligist Borussia Dortmund und Jürgen Klopp gehen am Ende der Saison getrennte Wege. Der Trainer hat den Vorstandsvorsitzenden Hans-Joachim Watzke um vorzeitige Auflösung des bis 2018 laufenden Vertrags gebeten. Der Verein brauche nach sieben Jahren mit ihm eine Veränderung: „Und dazu muss ein großer Kopf weg. Das ist in diesem Fall meiner“, sagte Klopp am Mittwoch.

Mit Jürgen Klopp in der Verantwortung wurde der BVB 2011 Deutscher Meister und feierte im Jahr darauf das Double inklusive Pokalsieg. 2013 führte der Trainer die Schwarzgelben ins Endspiel der Champions League (1:2 gegen Bayern München). In der aktuellen Saison läuft dagegen viel schief: Trotz Investitionen in den Kader in Höhe von 70 Millionen Euro lag die Mannschaft zwischenzeitlich auf dem 18. Platz und muss nun als Zehnter noch um den Einzug in die Europa League bangen. Trotzdem „haben wir Jürgen unendlich viel zu verdanken“, sagte Watzke sichtlich bewegt, „der ewige Dank aller Borussen“ sei dem Trainer gewiss. Die Nachricht über das Ende der erfolgreichen Zusammenarbeit löste in Dortmund und weit darüber hinaus Bestürzung unter vielen Fußballfans aus.

Wer in Zukunft die Trainingsarbeit beim BVB leiten wird, ist noch offen. Als Favorit gilt Thomas Tuchel. Der frühere Mainzer war am Mittwoch überraschend nicht als Retter des ans Tabellenende abgestürzten Bundesliga-Dinos Hamburger SV präsentiert worden, die Hanseaten verpflichteten stattdessen Bruno Labbadia. BVB-Chef Watzke ließ durchblicken, schnell eine Lösung für die Nachfolge finden zu wollen.