Daheim ist Lönneberga

Letztes Jahr verkleideten sich die Kinder als Einhörner. Stunde um Stunde ratterte die Nähmaschine und dann, endlich, war es vollbracht. Ein weißes und ein blaues Einhorn sprangen durchs Haus und wieherten vor Freude so schrill, dass es in den Ohren schmerzte. Ein zweites Jahr jedoch werden die Fabelwesen nicht erleben. Die Jüngere hat ihr Herz an Michel aus Lönneberga verloren. Die Ältere war nur anfangs davon angetan, Michels Schwester Klein-Ida zu geben – immer an einem imaginären Fahnenmast zu hängen und nach Katthult zu schauen, war auf Dauer offenbar nicht jeck genug, wohl aber, in dieser Session als Waldkobold Schabernack zu treiben. Mir selbst ist es vergönnt, den Knecht von Michels Papa zu geben, aber es fällt schwer, auf den Namen Alfred zu reagieren. Die Gattin wiederum, dies noch, hängt in der Schwebe, ob sie eines der Rollenangebote annehmen soll. Sie könne, schlägt Michel vor, die leicht hysterische Magd Lina sein oder auch die schrullige Alte Krösa Maja, weil nun mal beides für sie prima in Frage komme...

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE