Clinton tritt als Sachwalterin der Familie an

Washington..  Im Kampf um das Weiße Haus 2016 will sich Hillary Clinton als Sachwalterin der Mittelschicht und der Familien einsetzen. In ihrem Video, in dem die 67-jährige Ex-First-Lady gestern offiziell ihre Kandidatur für die Nachfolge von US-Präsident Obama anmeldete, sagte Clinton, dass Otto-Normal-Verbraucher in Amerika einen Fürsprecher benötigen. „Ich will dieser Fürsprecher sein.“ In dem zweiminütigen Film, der auf ihrer Internetseite www.hillaryclinton.com zu sehen ist, kommen Kinder, junge Mütter, werdende Mütter, Arbeitssuchende, Kleinunternehmer, Latinos und Rentner in spe vor - Menschen mit Alltagsproblemen, die sich um die wirtschaftliche Zukunft sorgen. Ihnen dabei zu helfen, „nicht nur klar zu kommen, sondern weiter zu kommen“, empfindet die frisch gebackene Großmutter als ihre Aufgabe. Clinton: „Wenn Familien stark sind, ist Amerika stark“.

Praktisch ohne Konkurrenz

Hillary Clinton, in der demokratischen Partei praktisch ohne Konkurrenz, betonte, sich die Stimmen der Wähler in den nächsten Monaten „verdienen“ zu wollen. Mit ihrer offiziellen Erklärung, die gestern mit rund dreistündiger Verspätung kam, begibt sich die frühere Außenministerin zum zweiten Mal in den Ausscheidungsprozess um das höchste Staatsamt. 2008 unterlag sie parteiintern Barack Obama, der sie gestern als „exzellente Kandidatin“ pries. Beim politischen Gegner löste die via Internet verbreitete Kandidatur umgehend Kritik aus. Tenor: Clinton sei von gestern und stehe für eine Verlängerung der „verfehlten Politik von Obama“.