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Christian Lindner schließt Wechsel 2013 nach Berlin aus

07.08.2012 | 17:37 Uhr
FDP-Landeschef Christian Lindner macht sich für eine Kürzung der Subventionen für erneuerbare Energien stark.Foto: Getty

Düsseldorf.  In der FDP herrscht auf Bundesebene weiterhin Unruhe. Parteichef Philipp Rösler ist angezählt. Über dessen Position, den Bundestagswahlkampf für 2013 und seine eigene Ambitionen hat der NRW-Chef der Partei, Christian Lindner, im Interview gesprochen.

FDP-Landeschef Christian Lindner schließt einen Wechsel 2013 nach Berlin definitiv aus. „Ich werde im Bundestagswahlkampf meinen Beitrag leisten – aber von NRW aus“, sagte Lindner im Interview der WAZ-Mediengruppe. Zu Spekulationen über einen Rückzug von FDP-Chef Philipp Rösler wollte Lindner keine Stellung nehmen. Er konzentriere sich auf Sachprobleme, betonte der NRW-Landesvorsitzende. Lindner war vom Kieler FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki als Nachfolger von Rösler ins Gespräch gebracht worden.

Die FDP diskutiert über einen Rückzug von FDP-Chef Rösler. Was sagen Sie?

Christian Lindner: Dass ich mich auf Sachprobleme konzentriere.

Sie schließen einen Wechsel 2013 nach Berlin aus?

Lindner: Ja. Ich werde im Bundestagswahlkampf meinen Beitrag leisten - aber von NRW aus.

Die Bundes-FDP steckt in der Krise. Mit welchen Themen will die FDP bei der Bundestagswahl 2013 punkten?

Lindner als Festredner beim Handwerkstag

Lindner: Ich bin für eine FDP in der Tradition von Lambsdorff, Genscher und Baum. Das heißt heute konkret: Wir brauchen erstens ein Europa, das seine Probleme mit Reformen und Sparen löst - und nicht mit Inflation. Die SPD will dagegen die Vergemeinschaftung aller Schulden in Europa. Zweitens muss die Energiewende mit marktwirtschaftlichen Instrumenten realisiert werden. Und wir stehen drittens für ein leistungsorientiertes Bildungssystem mit fairen Aufstiegschancen.

FDP-Landeschef Kubicki hat eine rot-gelb-grüne Ampel im Bund ins Gespräch gebracht . Sehen Sie Handlungsbedarf?

Lindner: Nein. Ich verstehe die SPD gegenwärtig auch nicht. Es scheint, also wollte Gabriel seine Partei auf Kurs Hollande bringen. Wenn er immer nur links abbiegt, bewegt er sich aber im Kreis.

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Kommentare
13.08.2012
12:07
Christian Lindner schließt Wechsel 2013 nach Berlin aus
von Trompeten-Charly | #11

Solche Rhetoriker sind einfach nur gefährlich. Ihre wahren Absichten äußern sie nicht. Stattdessen mäkeln sie an allem und jedem herum, der ihnen vor...
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Christian Lindner schließt Wechsel 2013 nach Berlin aus
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2012-08-07 17:37
FDP,Christian Lindner,NRW-FDP,Energie,Energiewende,Bundestagswahl 2013,Wahlkampf,Philipp Rösler
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