Chefs von Thyssen-Krupp sollen mehr erklären

Essen..  Nach der ersten Mitarbeiterbefragung für den gesamten Stahl- und Technologiekonzern Thyssen-Krupp zieht Personalvorstand Oliver Burkhard eine gemischte Bilanz. „Wir haben viele gute Ergebnisse verzeichnet, können uns aber auch an der einen oder anderen Stelle noch verbessern“, sagte Burkhard im Gespräch mit der NRZ.

Optimistisch stimmt den Personalchef, dass sich 91 Prozent der Mitarbeiter nach eigener Darstellung „über das normale Maß hinaus“ anstrengen wollen, um Thyssen-Krupp zum Erfolg zu verhelfen. Doch lediglich 61 Prozent der Beschäftigten sagen: „Ich vertraue den Entscheidungen des Vorstands beziehungsweise der Geschäftsführung meines Unternehmens.“ Mit diesem Ergebnis könne man nicht zufrieden sein, räumte Burkhard ein. „Damit müssen wir uns auseinandersetzen, hier ist unser Anspruch höher.“ Zudem sagen nur 60 Prozent der Mitarbeiter: „Unser Leitbild gibt mir eine Orientierung bei meiner täglichen Arbeit.“ Burkhard betont: „Unsere Mitarbeiter sind bereit für Veränderungen, möchten aber einiges noch besser erklärt bekommen.“ Thyssen-Krupp hatte im September praktisch die gesamte Belegschaft befragt. Knapp 140 000 Mitarbeiter konnten sich äußern, 105 000 haben tatsächlich teilgenommen.