CDU: Revier braucht kein neues Gutachten, sondern Taten

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) lobte das Ruhrgebiet als „Meister des Wandels“.
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) lobte das Ruhrgebiet als „Meister des Wandels“.
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Was wir bereits wissen
Die CDU kritisiert die Ruhr-Konferenz am Mittwoch in Gelsenkirchen als Show und fragt nach dem „Ruhrplan", den SPD-Chef Gabriel angekündigt hatte.

Gelsenkirchen.. Darf das Ruhrgebiet – und andere Not leidende Regionen in Deutschland – auf „Entwicklungshilfe“ hoffen? Das Bundeswirtschaftsministerium zierte sich am Mittwoch mit klaren Antworten. Die Solidaritätsbekundungen, die Staatssekretär Rainer Sontowski bei einer Regionalkonferenz in Gelsenkirchen formulierte, blieben eher vage. Immerhin stellte er einen „Runden Tisch“ im Ministerium in Aussicht, an dem auch Vertreter des Ruhrgebiets sitzen und mitreden dürfen.

Revier als international beachteter „Meister des Wandels“

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) lobte das Revier als international beachteten „Meister des Wandels“. Bei der Zusammenarbeit zwischen den Städten gebe es aber noch viel Luft nach oben.

Ruhrgebiet Laut einer aktuellen Prognos-Studie, die in Gelsenkirchen vorgestellt wurde, hat das Ruhrgebiet zwar Zukunftsperspektiven. Es fehle aber insbesondere an Kontakten zwischen den Un­ternehmen und den vielen Hochschulen.

Die CDU Ruhr nannte die Konferenz eine „reine Showveranstaltung der Wirtschaftsminister von Bund und Land.“ Das Revier brauche keine neuen Gutachten, sondern „maßgeschneiderte Taten“. Die Konferenz sei eine Bühne für SPD-Redner gewesen und der Regionalverband Ruhr außen vor gelassen worden.

Ruhr-CDU-Chef Oliver Wittke kritisierte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), der nicht nach Gelsenkirchen gekommen war, obwohl sein Ministerium die Ruhrkonferenz veranstaltet hatte: „Ich hätte mir von ihm konkrete Zusagen im Rahmen des mehrfach von ihm angekündigten Ruhrplans statt ei­ner Zusammenstellung von all­gemeinen Förderprogrammen erwartet. So bleiben Prognosgutachten und Konferenz der untaugliche Versuch, spezielle Aktivitäten fürs Ruhrgebiet vorzutäuschen.“

"Lösungen müssen Bedürfnissen der Region Rechnung tragen"

Auch Bernd Tönjes, Moderator des Initiativkreises Ruhr, sprach gegenüber der WAZ den Ruhrplan an: „Es kommt nicht darauf an, welchen Namen die Initiative am Ende trägt. Wichtig ist, dass die Ankündigungen von Bund und Land in konkrete Lösungen münden, die den Bedürfnissen der Region Rechnung tragen.“ Der Initiativkreis würde dazu gern sein Wissen einbringen. Zum Beispiel liefere Innovation City in Bottrop „die Blaupause für Energieeffizienz in weiteren Städten“.