CDU-Politiker zog mit falschem Doktor-Titel in den Bundestag
16.02.2010 | 19:14 Uhr 2010-02-16T19:14:00+0100Düsseldorf.Weil er im Bundestagswahlkampf mit einem hierzulande nicht anerkannten Doktortitel angetreten ist, steht der Steinfurter CDU-Abgeordnete Dieter Jasper in der Kritik. Der örtliche CDU-Kreisverband gab bekannt, Jasper haben einen „Fehler“ eingestanden.
Der münsterländische CDU-Bundestagsabgeordnete Dieter Jasper steht wegen eines umstrittenen Doktortitels in der Kritik. Wie mehrere Zeitungen berichteten, hat der CDU-Politiker einen in Deutschland nicht gültigen Doktortitel geführt. Die Emsdettener Linke-Bundestagsabgeordnete Kathrin Vogler beschwerte sich laut „Bocholter-Borkener Volksblatt“ am Dienstag schriftlich bei Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) über Jasper.
Bei der Bundestagswahl im September 2009 hatte Jasper für die CDU im Wahlkreis 129 - Steinfurt III das Direktmandat gewonnen. Sein Sieg fiel jedoch mit einem Vorsprung von 2,0 Prozent vor dem SPD-Bewerber relativ knapp aus.
“Als Abgeordnete und Wählerin aus dem Wahlkreis 129 möchte ich sie bitten, das Wahlergebnis für die Direktwahl in diesem Wahlkreis zum 17. Deutschen Bundestag überprüfen zu lassen und Neuwahlen in diesem Wahlkreis zu veranlassen“, schrieb Vogler dem Zeitungsbericht zufolge an Lammert. Auch regionale SPD-Politiker beklagten sich demnach beim Parlamentspräsidenten. Die Grünen hatten den Rücktritt des CDU-Bundestagsabgeordneten verlangt.
Kreisvorstand gibt Jasper Rückendeckung
Ein Sprecher des Bundestags kündigte an, das Einspruchsschreiben Voglers werde nun geprüft. Nach Angaben der Linke-Abgeordneten war der CDU-Politiker Jasper auf dem Stimmzettel im Wahlkreis 129 mit dem Doktortitel als Namenszusatz erschienen.
Jasper war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Auf seiner Homepage ist nur der Hinweis „wird momentan überarbeitet“ zu lesen. Laut Medienberichten hatte er den Doktortitel im Wahlkampf geführt, räumte jedoch im Januar ein, dass der Titel der Freien Universität Teufen aus der Schweiz in Deutschland nicht anerkannt wird.
Bereits Anfang Februar hatte sich der CDU-Kreisverband Steinfurt mit dem Abgeordneten solidarisiert. Man bedauere den von Dieter Jasper „selbst eingestandenen Fehler, unberechtigt einen Doktortitel geführt zu haben“. Nach einem „ausführlichen und offenen Gespräch“ mit Jasper sei der CDU-Kreisvorstand „nach wie vor von der persönlichen Integrität des Bundestagsabgeordneten überzeugt und weist deshalb Forderungen nach einem Rücktritt zurück“. (ddp)

13:30
#10
Wenn Sie ein wenig Ahnung von wissenschaftlicher Qualifikation hätten, dann wüssten Sie, dass eine Promotion wohl kaum an einer Schule mittels schulischer Ausbildung erwerbbar ist. Es dürfte gerade Ihnen wohl kaum zustehen, anderer Leute Tun als erbärmlich zu bezeichnen.
14:47
#11
Genau, deshalb wurde der deutsche Ingenieur im Ausland auch nur als Techniker anerkkannt.
13:20
Mit oder ohne Doktortitel ist die Politik für die die CDU-Abgeordneten verantwortlich zeichnen der pure politische Misthaufen für die abhängig Beschäftigten.
Da hilft auch kein Professorentitel!
10:44
Es gibt Leute, die nur aus Eitelkeit einen Doktortitel haben wollen. Der Titel bescheinigt die Qualifikation als Wissenschaftler, nicht als Politiker oder Kaufmann. Es wird nun einen Grund dafür geben, dass die Titel dieser freien Universität nicht anerkannt werden. Über die Anerkennung ausländischer akademischer Ttiel entscheiden die Landesregierungen. Genau so wie man ein Billig-Abitur vermeiden will, will man Billig-.Promotionen vermeiden.
09:29
#9
Wie erbärmlich muß es sein ein solches erbärmliches Posting zu schreiben.
Noch erbärmlicher ist es, wenn man sich der Fakten nicht bedient und einfach was deher blubbert. Der Abgeordnete hat sich den Titel der in Deutschland nicht anerkannt wird nicht in der Schweiz gekauft, sondern an einer Schule mittels schulischer Ausbildung erworben.
09:21
Wie erbärmlich muss es um das Selbstbewusstsein und die eigene Qualifikation bestellt sein, wenn man vorsichtshalber auf dem Flohmarkt einen peppigen Titel dazukauft?
Solch ein Mensch sollte sich in die Behandlung eines Therapeuten begeben und nicht sein Heil als Volksvertreter suchen!
Schauen wir mal, wie die Homepages demnächst aussehen. Im Moment hält sich der Ex-Doktor ja schwer bedeckt ...
09:06
Ich denke mal daß der Abgeordnete nicht als Doktor, sondern als Mensch gewählt wurde.
Er hat sich nicht um eine Doktorstelle beworben. Als Abgeordneter reicht es im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte zu sein.
Man kann sogar ohne Schulabschluß und Berufsausbildung Außenminister werden.
09:00
Ganz so einfach ist das nicht.Ich habe für meinen Titel mehrere Jahre gearbeitet. Es ist richtig, dass nur akademische Titel ( Dr. Diplom-Ingenieur etc.) in Deutschland anerkannt werden, die auf einer wirklichen Leistung beruhen. Mit Berufsbezeichnungen ist es anders, einige sind geschützt ( Arzt zum Beispiel) andere nicht. Der Doktortitel sagt allerdings nicht über die Qualifikation als Politiker aus.
08:47
Frau Vogler sollte in der eigenen Partei suchen.
In Bottrop sitzt einer der Linken im Rat, der wechselt die Berufsbezeichnungen nach belieben.
Fotograf, Journalist, Buchbinder.
Als Fotograf hat er sich in die Kandidatenliste eingetragen und seinen Wahlkampf gemacht.
Aber was ist er wirklich, nichts.
Traurig daran ist, er ist kein Einzelfall.
08:34
Was soll der Wirbel? Schauen wir uns doch nur mal den (noch) amtierenden Aussenminister und stellvertretenden Regierungschef an! Dieser Mann hat, so wie es aussieht, seinen Doktor-Titel zu Recht erworben. Und glaubt jetzt irgend jemand, daraus so etwas wie Intelligenz, Durchblick oder Verstand ableiten zu können? Es reichte, um jahrelang fröhlich einmal pro Woche nach Neuwahlen krähen zu können. Jetzt ist die Luft raus - mehr war nicht drin in der Hülle. Promotion? Geschenkt!