CDU gibt Schulblockade auf
27.06.2011 | 18:05 Uhr 2011-06-27T18:05:00+0200
Düsseldorf. Nach dem Scheitern des Schulgipfels zwischen Rot-Grün, FDP und Linkspartei gibt die CDU ihre Blockade auf und ist nun doch bereit zu Gesprächen über einen Schulfrieden. Am Rande des Plenums will die Union in dieser Woche mit SPD und Grünen über einen Konsens reden. Das erfuhr die WAZ aus Fraktionskreisen.
Nach dem Scheitern des Schulgipfels zwischen Rot-Grün , FDP und Linkspartei gibt die CDU ihre Blockade auf und ist nun doch bereit zu Gesprächen über einen Schulfrieden. Am Rande des Plenums will die Union in dieser Woche mit SPD und Grünen über einen Konsens reden. Das erfuhr die WAZ aus Fraktionskreisen.
Innerhalb der NRW-CDU sorgt der Kurs in der Schulpolitik allerdings weiter für erhebliche Unruhe. Ohne Abstimmung mit der Fraktionsspitze hatte CDU-Schulexperte Thomas Sternberg die Aufnahme der Gemeinschaftsschule ins Schulgesetz abgelehnt. Vor allem die Regelung, in den Klassen 5 und 6 gymnasiale Standards mit zweiter Fremdsprache einzuführen, sei falsch. CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann war empört über Sternbergs Vorpreschen. In der CDU-Fraktion dürfte es am Dienstag laut werden.
SPD irritiert über "CDU-Hühnerhaufen"
Die SPD zeigte sich irritiert über die Vielstimmigkeit im „CDU-Hühnerhaufen“. Derzeit sei unklar, wer für die CDU in Schulfragen rede, hieß es. Während Sternberg Contra gibt, trägt CDU-Generalsekretär Oliver Wittke die Anerkennung der Gemeinschaftsschule mit, wenn Realschule und Gymnasium in die Verfassung aufgenommen würden.
Die CDU-Mehrheit will die Gemeinschaftsschule nicht stoppen, verlangt aber einen fairen Wettbewerb zwischen integrativen und gegliederten Schulformen. Kritisiert wird, dass nach Plänen von Rot-Grün Lehrer an Realschulen 28 Wochenstunden unterrichten, an Gemeinschaftsschulen nur 25,5. Außerdem sollen untere Klassen an Gemeinschaftsschulen nur 23 Schüler, an Gymnasien aber bis zu 30 Schüler haben. „Diese unmoralischen Angebote lehnen wir ab“, sagte CDU-Schulexperte Klaus Kaiser.
Die Privilegierung der Gemeinschaftsschule wollen Union und FDP nicht hinnehmen. Dagegen ist die CDU-Mehrheit offen in der Frage, ob Realschule und Gymnasium in der Verfassung verankert werden müssen. CDU-Schulexperte Kaiser pochte darauf, dass die Eltern in NRW auf Dauer die Wahlfreiheit zwischen mehreren Schulformen haben und es „kein Abitur 1., 2. oder 3. Klasse gibt“. Die CDU-Absage zum Schulgipfel wegen Teilnahme der Linkspartei hat an der Basis für Unmut gesorgt. „Die Leute wollen, dass wir uns zusammenraufen“, sagte ein CDU-Landesvorstand.
„General“ für Gespräch
CDU-Generalsekretär Wittke hält Gespräche zwischen den großen Parteien über einen Schulkonsens für unverzichtbar. Die NRW-CDU ist bereit, die Hauptschule aus der Verfassung zu streichen. Überall, wo Hauptschulen funktionieren, sollten sie aber weiterlaufen, so Wittke.

10:35
Es wäre auch mal gut, wenn seitens der Landesregierung mit offenen Karten gespielt würde. Wenn so stickum die Arbeitszeit für Lehrer an Gemeinschaftsschulen gesenkt wird, dort kleinere Klassen als an Realschulen vorgehalten werden, dann sieht das doch sehr nach Benachteiligung der anderen Schulen aus. So etwas finde ich unlauter - ähnlich wie vor einigen Jahren, als die SPD mit absoluter Mehrheit regierte und an Gesamtschulen ein anderes Zensurensystem einführte (10 bis 1 statt 1 bis 6) und auch eine andere, einfachere Abiturprüfungsordnung als an Gymnasien in Kraft setzte. Mein Vorschlag: Führen wir, wie Rot-Grün beabsichtigt, die Gemeinschaftsschule als Schulversuch ein. Machen wir nach einigen Jahren eine Evaluation und schauen - dann aber bitte anständig, ehrlich und ohne irgendwelche Beschönigungen - auf die Ergebnisse: Hat das Konzept wirklich dazu geführt, dass Schüler besser lernen und größere Erfolge haben? Trägt es zu mehr Gerechtigkeit bei? Werden eher schwächere Schüler stärker motiviert und haben leistungsstarke und leistungswillige Schüler die Chance, ihre Begabungen zu entwickeln? Dann, aber bitte auch erst dann, können wir darüber entscheiden, ob wir das Schulsystem ganz umkrempeln. Ich rate zu Vorsicht: Es geht um unsere Kinder und deren Zukunft.
10:23
und was ist mit den beleidigungen die dürfen sein .komische moral .beleidigen darf man aber drüber lustig machen nicht.daran sieht man wie die moderatoren ihe macht missbrauchen.
10:13
#15 von barbarylane so wie sie andere menschen beschimpfen hat ihnen ihr abitur nichts gebracht.schlechtes benehmen haben auch hauptschüler.außerdem ist ihr abitur, auf der rolltreppe gemacht,zweiter klasse.
09:10
Nur Silvia Honecker-Löhrmanns Mischmasch Mulit-Kulti Schule bringt Deutschland nach vorne .
08:31
ach so: ich bin nicht verblödet, ich weiß was Sie meinen, aber Ihre handwerklichen Fehler lassen darauf schließen, dass Sie höchstwahrscheinlich kein Abitur haben :-)
08:29
@9:
haben Sie in akribischer Kleinarbeit die Durchwahlen der Schulminister herausgefunden?
Wenn man schon wilde Zahlen in den Raum wirft, dann sollte man sie auch zumindest mit einer kleinen Erklärung versehen, ansonsten sind diese Zahlen ein Zeichen dafür, dass man verblödet ist!
08:22
.
Ländliche Idylle schwebt der SPD offenbar vor, wenn sie von einem CDU-Hühnerhaufen spricht. Aber Vorsicht: Gleich hinter der Scheune gibt es einen riesigen Misthaufen, dem auch ein politische Patenschaft nachgesagt wird.
07:29
@6: dem kann ich nur beipflichten. Diese Partei bekommt rein nichts mehr auf die Reihe.
06:00
@10. Wahrscheinlich, dass die Schüler in Bayern um 2,065 % besser sind als die in NRW - sozusagen die Einäugigen unter den Blinden. Möglicherweise ist das aber auch nur eine neue Lotterie 3 aus 48 oder der Geheimcode für ein uns noch unbekanntes Terrornetzwerk.
03:56
Wo ist eigentlich eine Stellungnahme des Landesvorsitzenden und Bundesministers namens Röttgen,oder ähnlich,zu hören und zu lesen?Nix aus dessen Ecke.Wen wunderts.Hat ja ehkeine Chance auf den Stuhl des MP in NRW,dieser arrogante Politheini.