CDU-Chefin Merkel schwenkt auf Rüttgers-Kurs ein
20.03.2010 | 16:47 Uhr 2010-03-20T16:47:00+0100
Münster.CDU-Chefin Angela Merkel hat sich auf dem Landesparteitag in Münster kräftig für die Parteifreunde in NRW abgestrampelt . Was Wahlkämpfer Jürgen Rüttgers besonders gefreut haben dürfte: Sie stellte sich hinter zentrale Themen der NRW-CDU. Ihr Lohn war nicht nur ein Fahrrad.
Am Ende überreichte der westfälische Tagungspräsident Karl-Josef Laumann Angela Merkel „etwas Schönes“ mit Erinnerungswert, wie der nordrhein-westfälische Sozialminister glucksend ankündigte. Der Kanzlerin wurde als besonderes Andenken an diesen CDU-Landesparteitag in Münster ein orangefarbenes „Münsterländer Milchkannenrad“ geschenkt. Das passte trefflich ins Bild, da sich Merkel zuvor kräftig für die Parteifreunde zwischen Rhein und Weser abgestrampelt hatte.
Die Kanzlerin machte 50 Tage vor der wichtigen NRW-Wahl deutlich, dass sie sich einreiht in den Kampf ihrer Partei „um Deutschlands Herzkammer der wirtschaftlichen Entwicklung“. Nach Monaten der schwarz-gelben Koalitionsquerelen in Berlin, die der NRW-CDU in Umfragen zu schaffen machen, markierte Merkel in einigen zentralen Streitfragen ihren Standpunkt neu. „Wir können nicht die Kommunen ausbluten lassen, damit wir Steuersenkungen durchsetzen“, rief sie den jubelnden Delegierten in der Halle Münsterland zu.
Merkel stellt sich hinter Rüttgers Steuerforderungen
Und plötzlich klang sie verdächtig wie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der bereits seit Wochen die Steuersenkungsfantasien vor allem der FDP mit der Realität der maroden Staatsfinanzen konfrontiert. Als Merkel zudem den Missbrauch der Leiharbeit geißelte, tariflich verabredete Mindestlöhne forderte, Dienstleistungsvergütungen am Rande der „Sittenwidrigkeit“ beklagte und die Integration von Kindern aus Hartz IV-Familien unterstützte, klang sie fast wie eine Herz-Jesu-Sozialistin und nicht wie die Regierungspartnerin von Guido Westerwelle.
Die Kanzlerin und Parteivorsitzende, die trotz des schlechten Ansehens ihrer Koalition an der Basis weiterhin hörbar große Sympathien genießt, stellte sich ganz in den Dienst der NRW-CDU, die am 9. Mai ums Ganze zittert. Sie weiß, dass es auch für sie ungemütlich werden könnte, wenn Rüttgers stürzt. „Ich hoffe“, mahnte sie Richtung CSU, „das tun die in München auch.“
Rüttgers gibt sich rauflustig
Für Jürgen Rüttgers kam Merkels Bekenntnis zu einer CDU nordrhein-westfälischer Prägung zur rechten Zeit. Nach dem Wirbel um die eigene Sponsoring-Affäre und die permanenten Sperrfeuern all der Westerwelles, Dobrindts, Kubickis und Söders dieser Republik ging es darum, der eigenen Truppe Kampfesmut einzuimpfen. Rüttgers griff auf den bewährten Dreiklang aus Bilanzstolz nach fünf Regierungsjahren, Warnung vor Rot-Rot und unverwechselbarem Volkspartei-Anspruch der NRW-CDU zurück.
Neu allerdings die Tonlage, die er wählte. Der Landesvater schlüpfte in den Raufanzug des Wahlkämpfers und brachte die Seinen mit Breitseiten gegen die Konkurrenz in Stimmung. Die Erfolgsbilanz von SPD-Herausforderin Hannelore Kraft passe auf eine Briefmarke. Seine Warnung: „Die Versager von gestern dürfen nicht die Regierung von morgen bilden.“ SPD-Chef Sigmar Gabriel schimpfte er einen „Hartzer Roller“, der „charakterlos, hemmungslos, eine Schande für die Politik“ sei. Die Grünen, mit denen die CDU mit Blick auf mögliche Koalitionsoptionen eigentlich sehr pfleglich umgeht, seien „einfach nur machtgeil“ – auch das gehört gewöhnlich nicht zu Rüttgers Rhetorik.
Krautscheid mit großer Mehrheit gewählt
Angesichts der prognostizierten knappen Mehrheitsverhältnisse hat die CDU-Spitze erkannt, dass sie allmählich aus der staatstragenden Regierungsrolle mit dem stetigen Wehklagen über den „Schmutzwahlkampf“ der Konkurrenz herausfinden muss. Als Mann, der auf Angriff spielen kann, erwies sich der neue Generalsekretär Andreas Krautscheid. Der bisherige Medienminister erzielte bei der Wahl ins Parteiamt nicht zufällig 99,5 Prozent der Stimmen.
Der Rheinländer, der lange im Kommunikationsbereich gearbeitet hat, unterstrich, warum er im Ruf steht, einer der besten Redner der NRW-CDU zu sein. Er wetterte, witzelte, flüsterte, arbeitete sich körperlich durch seine Rede, garnierte seinen Auftritt mit Filmsequenzen. Krautscheid, der auf dem Höhepunkt der Sponsoring-Affäre in höchster Not als Rüttgers’ wichtigster Mann den überforderten Generalsekretär Hendrik Wüst ablöste, dürfte für die Kampagnenfähigkeit der CDU von zentraler Bedeutung sein. „Diesen Wahlkampf“, rief Krautscheid den Delegierten zu, „gewinnt man nicht vom Sofa aus.“ Vielleicht aber vom Münsterländer Milchkannenrad aus.

00:37
Lohnt es sich, wählen zu gehen ?
Nein !!!
Ich kann jegwelche Versprechungen vor den Wahlen nicht mehr hören.
Was geschieht dann ?
N i c h t s !
MDL / MDL denken an die prall gefüllte Börse Ende des Monats und wie schnell eine Eigentumswohnung bzw. das Häuschen bezahlt wird und welche tolle Rente es geben wird, ergo ist die Altersversorgung gesichert !
Letztendlich ist es eine Umverteilung und in diesem, unserem Land haben wir zwei Schichten.
Ich prognostiziere, daß es noch weiter geht mit der Armut und letztendlich bezahlen unsere Enkel für den Mist, der kontinuierlich von den Regierenden verzapft wird,
Armes, armes Deutschland !
20:46
Was für eine doofe Diskussion im Forum. Sie ist genauso unsachlich wie der Artikel von Tobias Blasius. Glucksend....usw., das ist Meinungsmache und Herr Blasehase sollte doch weniger parteilich schreiben. Es macht sonst keinen Sinn NRZ zu lesen.
19:16
Richtig Frau Merkel, keine Experiemente! Und ein Experiement ist ein käuflicher Rüttgers und eine FDP, die Steuerflüchtlingen Asyl bietet!
18:11
Wo hat Merkel sich denn abgestrampelt? So gab genauso einen Mist von sich wie man es von ihr kennt. Merkel soll sich vom Acker machen und zwar ganz schnell. Sie ist einfach unfähig ein Land zu regieren. In Krisenzeiten hätte sie zeigen müssen, dass sie in der Lage ist ein Land zu regieren und da hat sie versagt. Es ist nun mal eben nicht die DDR wo man alles aussitzen kann.
17:20
Warum haben die Beiden nicht ein Tandem bekommen, damit sie aus der Regierungsverantwortung raus radeln können, von mir aus bis zum A.sch der Welt!
ARMES NRW
ARMES DEUTSCHLAND
12:19
9. Mai ist Wahltag
9. Mai ist Muttertag
machen wir den 9. Mai zum Krafttag!
12:18
Fähnlein Fieselschweif schwenkt die Fahnen für den vorgeblichen Arbeiterführer....
Die Fähnchen werde so doll geschwenkt - dass teilweise schon eine Sturmwarnung ausgerufen werden muss.
Die NRW-CDU kann es - wie die Bundes-CDU, aber nur besser und überhaupt....
Mal hüh mal hott und der Esel (Wähler) schaut nach links und nach rechts....
Was macht der Esel jetzt bei dem Durcheinander von Kommandos:
Hüh und hopp
lauf und stop
rechts und links und
vorwärts und zurück ????
Ach ja, und die Oberlenkerin des Vereins, tönt mit voller Brust - dass nunmehr den Gemeinden geholfen werden muss, denn der Bund muss die Gemeinden schützen....
Hä ? Wahrnehmungsstörungen ?
Wer hat denn das ganze Gemeindefinanzierungssystem mit der Bundesgesetzgebung an die Wand gefahren ???
Kompletter Realitätsverlust !
10:46
Daran sieht man wie der Bürger verarscht werden soll.
Merkel will erst nach NRW-Wahl konkreter werden
21. März 2010
Die Koalition solle ihre Steuer- und Sparpläne noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bekannt geben, fordert die Opposition. Nun kündigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erste Angaben vor dem 9. Mai an – und wiegelt gleichzeitig ab: Endgültige Aussagen werde es erst danach geben.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6866287/Merkel-will-erst-nach-NRW-Wahl-konkreter-werden.html
00:32
Für einen Rechtsradikalen macht Rüttgers
natürlich linksorientierte Politk.
00:09
FDP ( Fast Drei Prozent ) wäre doch ein gutes Ergebnis!
Diese keifende Kindergartenblage W****rw***e ins Abseits, aber mit einem ordentlichen Tritt !!!
Man kann gar nicht so viel Essen, wie man k****n möchte. Pfui, was ist das für eine Politik-Kultur ?