CDU begräbt Kopfpauschale in aller Stille
20.08.2009 | 12:55 Uhr 2009-08-20T12:55:00+0200Essen. Die Union hat sich in aller Stille von der Gesundheitsprämie verabschiedet. Das vor der Bundestagswahl 2005 entwickelte Reformmodell taucht im aktuellen Wahlprogramm nicht mehr auf. Wie im Falle eines Wahlsiegs die Finanzierung des Gesundheitswesens gestaltet werden soll, ist damit offen.
Die Gesundheitsprämie taucht im aktuellen Wahlprogramm der Union nicht mehr auf. Damit gehen CDU und CSU ohne Gegenkonzept zur Bürgerversicherung der SPD in den Wahlkampf. „Das Thema ist nicht ausdiskutiert, da gibt es einen Dissens zwischen CDU und CSU”, sagte CSU-Gesundheitsexperte Max Straubinger dieser Zeitung.
Die bayrische Schwesterpartei stand dem CDU-Modell von Beginn an skeptisch gegenüber. Die Idee, jeder solle unabhängig vom Einkommen die gleiche Prämie zahlen, schien der CSU nicht wahlkampftauglich. Nach dem knapper als erwartet ausgefallen Sieg der Union 2005 sah sie sich bestätigt. „Das Prämienmodell war beim letzten Mal nicht sehr erfolgreich”, sagt Straubinger, „deshalb steht es diesmal nicht im Programm.”
CSU favorisiert eine Rückkehr zum alten System
Wie die Union im Falle eines Wahlsiegs die Finanzierung des Gesundheitswesens gestalten will, ist offen. Der zu Jahresbeginn von der Koalition eingeführte Gesundheitsfonds mit seinem einheitlichen Beitragssatz gilt als Übergangsmodell. Die SPD könnte ihn zur Bürgerversicherung ausweiten, in die alle einzahlen. Die Union könnte ihn mit ihrer Kopfprämie statt lohnabhängigen Beiträgen füllen.
Doch die CSU favorisiert eine Rückkehr zum alten System. Bis 2008 konnte jede Kasse ihren Beitragssatz selbst festlegen. Straubinger: „Es spricht vieles dafür, den Kassen die Finanzhoheit zurückzugeben.” Dagegen hält die CDU am Gesundheitsfonds fest: „Es macht keinen Sinn, alle vier Jahre das gesamte deutsche Gesundheitswesen komplett umzustülpen”, erklärte CDU-Fachpolitikerin Annette Widmann-Mauz.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nutzte die Chance zur Attacke. „Der Union fehlt ein Konzept zur Zukunft des Gesundheitswesen. Niemand traut sich, die Karten auf den Tisch zu legen. Und von der Kopfprämie will offiziell keiner mehr was wissen”, sagte sie dieser Zeitung.

19:55
Ich denke, das Wort begraben trifft es nicht ganz, denn begraben hat ja etwas endgültiges. Ich denke vergraben wäre angebrachter, so wie einen Schatz oder die Beute eines Verbrechens, die man bei passender Gelegenheit (in diesem Fall nach der gewonnenen Wahl) wieder ausgraben kann.
CDU und FDP sind, was die Privatisierung der Krankheit angeht, auf einer Wellenlänge und die CSU kann man sicher mit ein wenig Entgegenkommen bei anderen Themen auch einkaufen. Man glaubt es kaum, aber es werden Zeiten kommen, in denen man sich nach Ulla Schmidt zurücksehnt. :-)
13:12
Egal, welche Partei: Hat denn je eine herbeigesehnte Reform den Bürger entlastet??? Absolut nein! Rot/Grün waren die größten Verbrecher: Sie haben die paritätischen Beiträge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgebrochen - zu Lasten der Bürger und SPD-Stammwähler. Jetzt werden sie bestraft. Man kann nicht Krankheit privatisieren, wenn die Menschen Jahrzehnte im abhängigen Beruf stehen und dort immer mehr Leistung abverlangt wird. Wo ist die Partei, die die Parität wieder herstellt? Ich würde sie sofort wählen.
12:21
Der Wahlsieger 2005 CDU hat jetzt 4 jahre nichts ausser 1800 Reichenkindererziehungsgeld zur Politik beigetragen.
Wie sind da deren Wahlstimmen im Nichts versickert?!
11:46
@3 von kolonie54:Zuvor müsste aber einem Großteil der bajuwarischen Bevölkerung ein Stimmabgabeverbot erteilt werden.Lässt sich per GG leider nicht durchsetzen.
11:04
wir könnten in der gesundheitsreform wesentlich weiter sein, wenn nicht ständig die ideologisch gefärbten grabenkämpfe gefochten würden, bei denen erst vehement konzepte vertreten werden, die - wie man ja sieht - später sowieso wieder verworfen werden ...
für soziale gerechtigkeit und gegen krieg -> mein herz schlägt links ...
10:44
Nachtrag:
Warum sie dadurch, dass sie nicht darüber berichten, an diesem Verfassungsbruch mitwirken, können sie mir auch gerne in ausfürlicher Form an meine hintererlegte Email senden. Aus ihrem Löschverhalten hier in den Kommentaren, reicht es auch keine Antwort zu senden, damit ich weiß das sie tatsächlich die errichtung eines Zensur- und Polizei-Deutschlands befürworten.
10:41
Leiber DerWesten,
warum berichten sie über sowas, wenn die CDU fröhlich gegen das Grundgesetz verstößt, indem sie Zensurgesetze eingringen wollen? Was NICHT im Wahlprogramm steht ist wesentlich unwichtiger, als dieses ungeheurliche Verbrechen an unserer Verfassung, welches zu Recht mit der Anfangszeit des dritten Reichs verglichen werden muss.
10:31
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09:49
Das Merkel mit ihren kleinen Schrittchen im Rückwärtsgang, lässt sich von ihrer kleinen Schwester auf der Nase herumtanzen.
Es wird langsam Zeit, dass dieser mickrigen 7,62% Partei CSU endlich ihre Größe vorgehalten wird.
Zu feige sich in Deutschland zur Wahl zu stellen, aber das große Maul aufreißen.
Langsam wird es an der Zeit, dass diese rabenschwarzen Parteien wieder in der Opposition verschwinden.
Für das Volk haben sie nur Kosten zu bieten.
In der Wirtschaft schleimen sie sich immer mehr ein.
blinker5902
09:31
Britische Studie sagt, Tamiflu sollte man nicht Kindern geben
Kinder mit milden Sympthomen der Schweinegrippe sollen nicht mit Antivirenmedikamente behandelt werden, denn die Vorteile wiegen die Nachteile nicht auf, zu diesem Resultat kommt eine britischen Studie.
Tamiflu löst bei mehr als der Hälfte der Kinder ein oder mehrere Nebenwirkungen aus, wie die Studie zeigt. Die häufigsten Symptome sind Übelkeit, Magenkrämpfe und Schlafstörungen.
Außerdem reduziert eine Behandlung mit Tamiflu oder Relenza den Krankheitsverlauf bei Kindern unter 12 Jahren nur um einen Tag, das haben britische Wissenschaftler herausgefunden. In Abwägung der möglichen Nebenwirkungen ist es das Risiko nicht wert.
Die Autoren der Studie verlangen von der britischen Gesundheitsbehörde eine dringende Überprüfung der Vorgehensweise und meinen eine herkömmliche Behandlung der Schweinegrippe bei diese Altersgruppe ist notwendig.
So hat die Studie festgestellt, dass Tamiflu bei Kindern sehr oft Erbrechen verursacht, was sehr schnell zu einer Dehydrierung und weiteren Komplikationen führt. Außerdem würde das Medikament keine oder nur wenig Besserung der Atembeschwerden, Asthamanfällen und Ohrenentzündungen bewirken und trotzdem die Einnahme von Antibiotika deshalb notwendig machen.
Dr. Carl Heneghan, Vizedirektor des Zentrums für auf Beweise basierende Medizin an der Universität Oxford, erzählte dem britischen Kanal 4, Bei jeder Behandlung muss man die Vorteile gegen die Nachteile abwegen.
Was wir hier sehen ist ein symtomatischer Vorteil von einem Tag in der Dauer der Krankheit. Aber wir erhalten keine Reduzierung der Komplikationen.
Während des Verlaufs der Grippe und jeder Krankheit, werden einige Kinder erbrechen, was zusätzlich zum normalen Erbrechen geschieht. Aber einer der Sachen mit dem man sich bei Kindern Sorgen machen muss ist die Dehydrierung. Bei Erwachsenen bewirkt die gleiche Situation keine Probleme. Kinder verlieren sehr schnell durch das Erbrechen Körperflüssigkeit, was zusätzlich schwächt, und sie trinken nicht genug. Durch das größere Körpergewicht ist dies bei Erwachsenen nicht so probelmatisch, außerdem trinken sie von selber mehr. Sollte man sowieso bei einer Krankheit wie die Grippe vermehrt tun.
Auf die Frage, warum diese Erkenntnis erst jetzt kommt antwortet Dr. Heneghan, weil es seine Zeit gebraucht hat um eine seriöse wissenschaftliche Studie durchzuführen. Laut Ratschlag der Gesundheitsbehörde soll Tamiflu sofort bei Einsetzen der Grippe eingenommen werden, auch bei Kindern. Dr. Heneghan warnt davor uns sagt, Eltern sollen sehr genau mit dem Kinderazt die Vor- und Nachteile im Einzelfall besprechen und dann entscheiden ob antivirale Präparate überhaupt eingesetzt werden sollen, oder lieber eine herkömmliche Behandlung.
Sicher ist, dass die Sympthome einer Schweinegrippe durch die Gesundheitsbehörden und den Medien völlig überissen dargestellt werden, tatsächlich aber gleich oder sogar milder sind als eine normale Grippe. Auch die Ansteckungsgefahr wird übertrieben, vernünftige Maßnahmen der Hygiene verhindern diese, sogar wenn man einen Patienten aus nächster Nähe betreut. Diese ganze Panik um nichts und Einsatz von Medikamenten und vorsorglichen Impfungen helfen nicht den Menschen, sondern steigern nur den Gewinn von Bigpharma. Wie sagte meine Oma: Wenn man die Grippe mit Medikanten behandelt dauert es 14 Tage, ohne diesem Zeug zwei Wochen. Viel besser ist es sein Imunsystem durch ausreichend Vitamin D zu stärken, dann bewältigt der Körper selber die Krankheit.