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NRW-Wahl

CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld

29.08.2012 | 16:01 Uhr
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
Trägt laut Studie einen nicht unerheblichen Anteil an der Wahlniederlage der CDU: der damalige Spitzenkandidat Norbert Röttgen.Foto: Lars Heidrich/ WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Warum schnitten die Christdemokraten beim letzten Urnengang in NRW so schlecht ab? Vier Monate nach dem Schock beginnt die Fehleranalyse in der Partei – bei einem Treffen zwischen Landeschef Armin Laschet und Wahlexperten. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung gibt erste Aufschlüsse.

Knapp vier Monate nach dem Wahlschock im Mai geht die geschlagene NRW-CDU an die späte Fehleranalyse. Am Samstag trifft sich die CDU-Führung um Landeschef Armin Laschet hinter verschlossenen Türen mit Wahlexperten zur Aufarbeitung der Pannen und Pleiten im Wahlkampf. Eine Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung gibt erste Aufschlüsse.

Danach trägt CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen einen nicht unerheblichen Teil der Verantwortung für die Niederlage bei der NRW-Landtagswahl. 57 Prozent der CDU-Anhänger begründeten das schlechte Abschneiden auch damit, dass sich Röttgen nicht festgelegt habe, auch als Oppositionsführer in NRW zu bleiben. Nur 19 Prozent der Wähler hielten Röttgen für glaubwürdiger als Ministerpräsidentin Kraft, 52 Prozent sprachen dies Kraft zu.

Ursachen reichen tiefer

Trotz schwerer Fehler des CDU-Spitzenmannes – die Ursachen für das Wahldesaster reichen tiefer. In nur sieben Jahren hat die NRW-CDU ihr Image als Wirtschaftspartei eingebüßt. 2005 betrug der Vorsprung zur SPD noch zwölf Punkte – 2012 rangiert die SPD zwei Punkte vor der CDU. Landeschef Laschet pocht deshalb darauf, die Wirtschaftskompetenz der NRW-CDU wieder zu stärken. Der versierte Wirtschaftsfachmann Friedrich Merz konnte das Ruder in der Endphase des Wahlkampfs nicht herumreißen.

Nichtwähler
Warum die Wahlbeteiligung in Dortmund so niedrig war

Wenn Landtage, Stadträte oder gar das Europaparlament gewählt werden sollen, verzichten immer mehr Bürger auf ihr Wahlrecht. Woran das liegt, hat die Konrad- Adenauer-Stiftung untersucht. Die Ergebnisse sind erschreckend und geben keinen Anlass zur Hoffnung, dass die Wahlbeteiligung wieder steigt.

Selbst Krafts „Achillesferse“, die Haushalts- und Finanzpolitik, konnte die CDU nicht nutzen. Trotz Verfassungsklage, trotz gescheitertem Haushalt, trauten 38 Prozent Kraft in der Finanzpolitik mehr zu als ihrem Herausforderer Röttgen (29 Prozent). Der verbaselte sogar das zentrale Schuldenthema, indem er keine konkreten Sparvorschläge präsentierte und selbst die Abschaffung der Studiengebühren und Elternbeiträge im letzten Kita-Jahr durch Rot-Grün unterstützte.

450 000 Wähler verloren

450 000 Wähler hatte die NRW-CDU bei ihrem Absturz auf 26,3 Prozent im Mai verloren. Vor allem bei den Älteren und bei den Frauen waren Wähler abgewandert. Nicht nur Fraktionschef Karl-Josef Laumann drängt nun darauf, „Konservative“ und die Stammwähler wieder stärker in den Blick zu nehmen. Einen Wahlschlager hatte sich Röttgen mit dem „Schulfrieden“ selbst genommen. Die Folge: Die Basis war für die Schulpolitik nicht zu mobilisieren.

Um nicht als alleiniger Buhmann dazustehen, kann Röttgen auf eine Zahl verweisen. Schon zwei Jahre vor seiner Kandidatur wurde die NRW-CDU im Zufriedenheits-Ranking mit plus 0,6 Punkten deutlich schlechter eingestuft als die Bundes-CDU mit 1,2 Punkten. Damals hieß der CDU-Landeschef Jürgen Rüttgers. Der hatte nach der verlorenen Wahl 2010 auf eine Aufarbeitung verzichtet.

Wilfried Goebels


Kommentare
31.08.2012
00:56
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von knueppeljunge | #24

#21 - richtig, der Pott wurde heruntergewirtschaft.

Verantwortlich seit Jahrzehnten : Rote.

Ultra-rot ist da keine Alternative, zumal die Anhänger nichtmal der Linie der Vorsitzenden folgem.

Umso wichtiger, dass die CDU sich auf Ihre Stärken besinnt und wieder - auch mit anderen Parteien - eine ausgewogene Parteienlandschaft entsteht. Die alten roten Seilschaften müssen aufgebrochen werden.

30.08.2012
18:48
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von wohlzufrieden | #23

Die CDU arbeitet nicht auf, sie sortiert aus: Köhler, Wulff, Merz, Koch, Jung , Rüttgers, Röttgen, Guttenberg, und diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. CDU, die Aussortiere-Partei!

30.08.2012
17:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #22

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

30.08.2012
16:27
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von orirar | #21

So lange der Pott noch existiert wird NRW rot bleiben. Aber der Pott geht mit Riesenschritten wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig dem Ende zu. Dann ist es aus mit Rot.

30.08.2012
14:11
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, DIE LINKEN dienen sich an
von knueppeljunge | #20

Die CDU arbeitet auf - ja reichlich spät,

DIE LINKE wirft gleich altbekanntes über Bord

Nach den neusten Meldungen plant die LINKE:
- Abkehr von der bisherigen Strategie, um "Abwehrreflexe" potenzieller Wähler zu vermeiden
- eine Charme-Offensive zu starten
- eine zuhörende, einbindende, einladende Tonalität
- keine martialische oder altbackene (!) oder gar bierernste Weise mehr
- auch Flashmobs und Comics

Sorry Ihr linken Phrasendrescher hier – die neue Parteispitze (die Kippelnde und der RiEXinger) sortiert Euch aus. :-D

30.08.2012
13:57
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von BorbeckerBefreiungsFront | #19

Mit der Analyse stimme ich überein. Ich lege noch einen drauf.
Wer kann, sagen wir mal, 10 CDU-Abgeordnete mit Namen angeben und sagen, dass sie besser sind als Grüne oder SPD Politiker. Nicht dass die letzten so toll sind, aber es fehlen die Alternativen.
Die CDU wird in den Großstädten nicht ernst genommen und daran wird sich nichts schnell ändern.
Politiker wie Rüttgers oder Röttgen hätte man als CDU Mann den Wählern nicht zumuten dürfen.
Hoffentlich erinnert sich die CDU noch daran, mit wieviel % sie Röttgen nominiert hat.

30.08.2012
13:35
LINKE benötigt keine Wahlanalysen (Ihre eigenen Anhänger verhindern Wahlerfolge der LINKEN)
von kitty73 | #18

DIE LINKE benötigt nie Wahlanalysen:

Sie schauen sich die Blogs an mit den "höchtst intelligenten" Beiträgen Ihrer Anhänger, die die "beste Werbung" für die Partei sind. : D : D


Wer kann schon so viel Intelligenz auf einem Haufen ertragen? ;-)

30.08.2012
11:28
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von wohlzufrieden | #17

CDU= Chaos, Desaster, Untergang.

30.08.2012
08:34
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von DaDU | #16

Herr Röttgen hat bestimmt nicht alleine die Schuld. Das wäre viel zu einfach.
Als Beispiel kann man sich den mit Sicherheit den ein oder anderen Wahlkreis anschauen wo man das Gefühl hatte, dass der gewählte Abgeordnete direkt nach der Wahl verstorben war um kurz vor der nächsten Wahl wieder aufzuerstehen und wiedergewählt zu werden!

30.08.2012
07:51
CDU arbeitet Wahl-Desaster auf, Studie gibt Röttgen Schuld
von marwang | #15

man kann nur hoffen das merkel dasebe deaster erlebt dann geht es allen besser ohne der reisetante

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