Castor-Transport spaltet NRW-Landtag
08.12.2011 | 13:05 Uhr 2011-12-08T13:05:52+0100
Düsseldorf. Rot-Grün und Linke kritisieren den geplanten Castor-Transport durch Nordrhein-Westfalen: Er sei unnötig und riskant. Die CDU dagegen spricht von einer Inszenierung, die FDP versichert, es sei für eine sichere Lagerung der Brennelementekugeln gesorgt.
Der geplante Castor-Transport vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus spaltet den Landtag. Rot-Grün und Linke kritisierten den von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) durchgesetzten Transportbeschluss am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag scharf. Röttgen gehe über die Sorgen in der Bevölkerung hinweg. Der Transport quer durch NRW sei unnötig und riskant.
CDU-Fraktionsvize Lutz Lienenkämper sprach hingegen von einem "regierungsamtlichen Aufschrei" und einer "Inszenierung". Rot-Grün habe das Thema kurz nach dem Gorleben-Transport gezielt politisch hochgezogen. Energieminister Harry Voigtsberger (SPD) bot Röttgen Gespräche über einen weiteren Verbleib des Atommülls in Jülich an.
Proteste sind bereits angekündigt
"Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht und die Voraussetzungen für eine rechtlich wie auch faktisch sichere Lagerung der Brennelementekugeln geschaffen", verteidigte der FDP-Energieexperte Dietmar Brockes die Pläne der Bundesregierung.
Atomkraftgegner haben bereits massive Proteste gegen den Transport von 300.000 hoch radioaktiven Brennelementekugeln angekündigt. Schon Anfang 2012 könnte der Transport starten.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) rief die CDU-Landtagsfraktion zum gemeinsamen Handeln gegenüber Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) und Röttgen auf, damit die "unverantwortlichen Transporte" nicht stattfinden. (dapd)

09:06
Vor einem geplanten CASTOR-Transport durch NRW geht tatsächlich weniger Gefahr aus als von so manchem "Bescheid wissendem" Kommentator hier.
Aber heute ist es in Deutschland ja "chic", gegen alles und jeden zu protestieren.
Sollten der geplante Transport ausfallen und der Brennstoff in Jülich bleiben, dann wird als nächstes gegen den dortigen Verbleib geklagt.
19:06
Seit wann können Parlamentarier selbst sichere Lagerungen für Strahlenmüll schaffen?
Röttgen und weitere Schlaumeier gehen nicht nur über die Sorgen der Bevölkerung hinweg, sie ignorieren bestehende Mißstände und Gefahren für die Nachwelt. Alles zu Gunsten der Atomlobby. Frei nach dem Motto: Und nach mir die Sintflut.
17:20
Rot-Grün und Linke kritisierten den von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) durchgesetzten Transportbeschluss am Donnerstag im Düsseldorfer Landtag scharf.
16:55
Sind hier nur Schwachköpfe unterwegs?
Die Transporte beruhen auf Verträgen, die erstens rechtlich einzuhalten sind
und zweitens von Rot/Grün damals im Bund geschlossen wwurden.
Also beschwert Euch bei Schröder/Fischer und Konsorten
16:29
Was Atome schon so alles spalten können...
Jetzt schon einen ganzen NRW-Landtag?
15:57
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15:23
last die transporte doch stattfinden
roettgen und die bosse der energiekonzerne oben auf den transportbehaeltern
nur mit haltegriffen und ohne zusaetzlichen strahlenschutz von unfallschutz ganz zu schweigen denn wir werden ja auch nicht geschuetzt
mal sehen wann diese transporte stattfinden
.
15:19
Atomkraft ist sicher?????
Sehen wir doch mal nach Fukushima!!! Wir sind ja von Fachleuten umzingelt???? DIE wissen schon was sie tun?????
@1 bis 3 kann ich nur zustimmen!
Sorry, aber das ist ein ziemlicher Schwachsinn!
Alles an Fukushima festzumachen, heißt sich nicht mit den Realitäten auseinanderzusetzen.
Ansonsten hat Roschor schon alles gesagt, auch was die Verantwortlichkeit dieser jetzt zu erfüllenden Verträge betrifft.
Aber davon mal abgesehen, schauen wir uns die Entwicklungen auf dem Öko-, Alternativ-, Umweltschutzsektor an, erweisen sich viele, eigentlich sogut wie alle als recht irrational und vor allen kontraproduktiv, weil eher schädlich.
Gruß
14:58
Seit wann können Parlamentarier selbst sichere Lagerungen für Strahlenmüll schaffen?
Röttgen und weitere Schlaumeier gehen nicht nur über die Sorgen der Bevölkerung hinweg, sie ignorieren bestehende Mißstände und Gefahren für die Nachwelt. Alles zu Gunsten der Atomlobby. Frei nach dem Motto: Und nach mir die Sintflut.
14:49
Nach Fukushima braucht niemand das Thema gezielt politisch hochziehen Herr Lienenkämper. Allein Schwarz/Gelb hat nichts aus der Katastrophe gelernt.