Superrechner hilft bei der Protein-Suche
06.08.2008 | 18:55 Uhr 2008-08-06T18:55:48+0200RUB-Chemiker forschen im "virtuellen Labor" Jülich
Um die Frage, wie vor Millionen Jahren das erste Protein entstanden ist, ranken sich viele Spekulationen. Prof. Dominik Marx und seine Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Ruhr-Uni gehen der Frage mittels Computersimulationen im "virtuellen Labor" auf den Grund. Ihre Arbeiten wurden jetzt am Forschungszentrum Jülich unter 140 Kandidaten als "John von Neumann-Exzellenz-Projekt 2008" ausgewählt. Mit dem Prädikat ist eine besonders hohe Zuteilung von Rechenzeit an den Hochleistungscomputern des Forschungszentrums verbunden. Marx wird seine Berechnungen auf dem schnellsten deutschen Supercomputer JUGENE durchführen können. Er "füttert" den Supercomputer mit den Eckdaten einer so genannten "Eisen-Schwefel-Welt", von der man annimmt, dass sie so vor Jahrmillionen einmal existiert haben könnte. Die Hypothese ist, dass an den Oberflächen von Eisen-Schwefel-Mineralien bei hoher Temperatur und hohem Druck Protein-Bausteine spontan entstanden sein könnten. "Mit modernsten Simulationsmethoden in Kombination mit den leistungsfähigsten Rechnern ist es möglich, diese Extrembedingungen nicht nur herzustellen, sondern auch mit normalen Reaktionsbedingungen zu vergleichen", so Marx.
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