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Studentenwerk bringt Wörterbuch zum Wohnheim-Alltag heraus

24.03.2013 | 10:56 Uhr
Studentenwerk bringt Wörterbuch zum Wohnheim-Alltag heraus
Der Putzplan ist ein Thema in den neuen Wohnheimwörterbüchern des Deutschen Studentenwerks.Foto: Deutsches Studentenwerk/ Gestaltung Florian Geppert

Essen.  Damit sich ausländische Studierende in deutschen Wohnheimen besser einleben, gibt es die Wohnheimwörterbücher des Studentenwerkes. Sie wurden in neuen Sprachen aufgelegt. Daraus ist auch zu erfahren, dass deutsche Nachbarn mit dem Besen an die Decke klopfen, wenn die Musik zu laut ist.

Warum brauchen die Bewohner im Studentenheim einen Putzplan? Wie wäscht man am besten Wäsche? Was tun, wenn der Paketdienst da war, man selbst aber nicht? Diese und viele weitere Fragen aus dem deutschen Studentenheim-Alltag klärt das neue Wohnheim-Wörterbuch des Deutschen Studentenwerkes. Die neuesten Auflagen sind in Spanisch, Arabisch, Polnisch und Russisch erschienen - gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. 2010 gab es bereits die erste Ausgabe in Englisch und Chinesisch.

Die Broschüre für ausländische Studierende ist ein Spiegel deutscher Wohnheimkultur - liebevoll illustriert. Alles hat seine Ordnung. So ist Wäsche waschen und trocknen im Badezimmer verboten und das dazugehörige Bild mit roter Farbe durchgestrichen.

Begriffskonstellationen wie Gemeinschaftsbadezimmer, Kühlschrankbenutzung oder Wohnberechtigungsschein werden übersetzt. Der deutsche Angestellte hinter dem Serviceschalter im Rathaus trägt einen blauen Pullunder, darunter ist der Bauchansatz zu sehen. Doch was den Betrachter zum Schmunzeln bringt, hat einen ernsten Hintergrund.

Die meisten Studierenden kommen aus China

Immer mehr ausländische Studierende entscheiden sich für eine Hochschule in Deutschland. Allein in Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Studierenden ohne deutsche Staatsbürgerschaft von 57.509 im Wintersemester 2001/02 auf 66.832 im Wintersemester 2011/12.

Laut Statistischem Bundesamt studierten 192.853 Menschen mit nicht-deutscher Staatsbürgerschaft im Wintersemester 2011/12 in Deutschland. Davon stammen zum Beispiel 10.401 Menschen aus Russland, 5745 aus Indien, 5601 aus dem Kamerun, 5125 aus Spanien, 4132 aus dem Iran oder 4201 aus Korea. Der größte Teil aber kommt aus China, 23.883 Studierende. Deutschlandweit leben 65.000 ausländische Studierende in einem Wohnheim des Deutschen Studentenwerks. Die große Gefahr ist Isolation.

  1. Seite 1: Studentenwerk bringt Wörterbuch zum Wohnheim-Alltag heraus
    Seite 2: Damit sich ausländische Studierende nicht abkapseln

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