Schnelles Spiel um die Scheibe
28.05.2008 | 18:27 Uhr 2008-05-28T18:27:05+0200"Ultimate Frisbee" heißt das neue Angebot des Hochschulsports der Uni Duisburg-Essen.Schnelligkeit und Fairness zeichnen den rasanten Sport aus
Wenn die orangene Scheibe in der Luft ist, geht's erst richtig los: Die Spieler rennen los, hechten der Scheibe hinterher und versuchen sich freizulaufen. Sie haben nur ein Ziel: Die Wurfscheibe muss in die "Endzone". Wer hier mitspielen will, muss schnell sein.
"Ultimate Frisbee" heißt der rasante Sport, der in diesem Semester zum ersten Mal im Rahmen des Hochschulsports der Universität Duisburg-Essen angeboten wird. "Ulimate Frisbee ist eine Teamsportart, bei der sieben gegen sieben Spieler antreten," erklärt Trainer Florian Teske. Und natürlich ist kein Ball im Spiel, sondern ein Frisbee. "Das Tolle und Einzigartige an dem Sport ist der Grad der Fairness. Man kommt ohne Schiedsrichter aus," betont Sportstudent Teske. Bei "Ultimate Frisbee" setzen die Mitstreiter auf Ehrlichkeit. "Die Spieler vertrauen sich gegenseitig und Regelverstöße werden zugegeben," so Florian Teske weiter. Der Teamsport wird auf einer Fläche von 100 mal 37 Metern mit zwei Endzonen gespielt. Ziel ist es, das Frisbee in die Endzone zu werfen. Dabei gilt allerdings: "Einen Punkt gibt es nur, wenn ein Spieler das Frisbee dort auch fängt," wie Trainer Teske herausstellt. Außerdem darf ein Spieler, der im Besitz der Scheibe ist, nicht laufen. Die anderen dafür umso mehr. "Ultimate Frisbee ist ein unglaublich schneller Sport, in dem sehr viel Athletik vorhanden ist," berichtet Florian Teske. Abschrecken soll dies aber niemanden. "Bei uns spielen sowohl Leute mit Erfahrung als auch Anfänger. Ein gemeinsames Spiel ist von Anfang an möglich. Hier im Kurs hat das super geklappt," ergänzt Teske. "Ultimate Frisbee" sei auch für Anfänger geeignet, versichert der Student. Florian Teske studiert an der Uni Duisburg-Essen Chemie und Sport auf Lehramt. Er freut sich, die Sportart anderen zugänglich zu machen und will beweisen, "dass Frisbee auch ein bisschen mehr sein kann als nur Strandsport". Der angehende Lehrer hat sich vorgenommen, "Ultimate Frisbee" in der Schule einzuführen. "Schon alleine auf Grund des Fairnessgrads. Die Kinder lernen ehrlich miteinander umzugehen," erklärt Teske.
Von dem Spiel mit der Wurfscheibe ist Rafael Giemsa ebenfalls fasziniert. "Frisbee ist einfach geil," so der 20-Jährige. Ganz unbekannt war dem Studenten die Sportart nicht. "Ich habe schon eine Jugendgruppe gleitet und mit den Jugendlichen Frisbee gespielt," erzählt Giemsa. Natürlich war der Student gleich begeistert, als er im Internet auf der Homepage des Hochschulsports auf das neue Angebot gestoßen ist. "Das Besondere an diesem Sport ist die Genauigkeit und die Schnelligkeit," ergänzt Giesma und lässt die orangene Scheibe fliegen.
Die Idee, "Ultimate Frisbee" im Rahmen des Hochschulsports anzubieten, geht auf den Studenten Teske und Jürgen Schmagold, Leiter des Hoschulsports der Uni, zurück. "Der Hoschulsport hat die Aufgabe, ein möglichst breites Angebot anzubieten, und auch immer neue Sachen aufzunehmen," erläutert Schmagold. Das neue Angebot kommt bei den Studenten gut an und wird daher auch im nächsten Semester wieder angeboten. Fotos: WAZ, Armin Thiemer
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