Schavan lenkt nach Protesten beim Bafög ein
17.11.2009 | 22:08 Uhr 2009-11-17T22:08:00+0100
Düsseldorf. Die bundesweiten Studenten-Proteste zeigen Wirkung: Bundesbildungsministerin Annette Schavan stellte eine Erhöhung des Bafögs in Aussicht. Auch die Bildungsminister der Länder signalisieren ihr Entgegenkommen. Am Dienstag hatten Zehntausende Studenten ihren Unmut auf die Straße getragen.
Als Reaktion auf die Proteste Zehntausender Studenten hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan eine Bafög-Erhöhung in Aussicht gestellt. «Ich halte eine Bafög-Erhöhung für richtig und werde sie den Ländern und dem Bundeskabinett vorschlagen», sagte die CDU-Politikerin der «Berliner Zeitung». Die Erhöhung war am Dienstag eine der Forderungen auf den Veranstaltungen in 50 Städten, an denen sich rund 85.000 Schüler und Studenten beteiligten.
Bislang lehnte Schavan eine Anhebung der Bafög-Sätze ab. Jetzt sagte sie, die Erhöhung solle das geplante Stipendienprogramm ergänzen. «Das Stipendienprogramm darf keinesfalls auf Kosten der Bafög-Empfänger gehen.»
Wie geplant will die Ministerin außerdem älteren Studenten den Bafög-Bezug erleichtern. «Wir wollen die starre Altersgrenze weiter flexibilisieren, damit ältere Studierende unter bestimmten Bedingungen leichter Unterstützung bekommen können.» Die derzeitige Altersgrenze von 30 Jahren, bis zu der ein Bezug des Bafög möglich ist, könne besonders für ältere Studentinnen mit Kindern zu einer Hürde werden. «Das werden wir ändern.»
Probleme in Essen
Die Schüler und Studenten demonstrierten am Dienstag bundesweit für bessere Bildungschancen. Sie wandten sich gegen das Abitur nach zwölf Jahren, die Einführung von Bachelor und Master und gegen Studiengebühren. Der größte Protestmarsch in Berlin hatte laut den Veranstaltern 15.000 Teilnehmer. Der Aktionstag sei der Auftakt zu einem «heißen Herbst des bundesweiten Bildungsstreiks».
In München protestierten rund 7.000 Studenten, in Wiesbaden zogen mehr als 6.000 Schüler und Studenten gemeinsam mit Lehrern durch die Innenstadt. In Essen, wo 3.000 Teilnehmer friedlich demonstrierten, kam es laut Polizei zu Straßenblockaden. Außerdem durchbrachen Demonstranten Polizeiabsperrungen, wodurch es zu gefährlichen Verkehrssituationen kam.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) solidarisierte sich mit den Demonstranten: «Die Bundesrepublik braucht eine Kehrtwende in der Bildungspolitik», sagte GEW-Chef Ulrich Thöne. Dagegen griff der Philologenverband die Veranstalter an: Die Proteste gäben ein «sehr diffuses Bild» ab und würden nach wie vor «durch linksextreme und politikunfähige Organisationen entscheidend mitgestaltet», sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger.
Minister signalisieren Entgegenkommen
Angesichts der anhaltenden Proteste sieht die Kultusministerkonferenz (KMK) die Hochschulen am Zug: Man habe Verständnis für die Forderung nach einer Reform des Bachelor- und Mastersystems, sagte KMK-Chef Henry Tesch im WDR. Die KMK habe aber schon Korrekturen vorgenommen - allerdings müssten diese nun vor Ort umgesetzt werden: «Die Hochschulen sind hier in der Pflicht.» Der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch warf den Hochschulen Versäumnisse vor. «Ein Teil der Forderungen ist berechtigt», sagte der FDP-Politiker.
Der niedersächsische Bildungsminister Lutz Stratmann signalisierte den Studenten Entgegenkommen. Bis Anfang kommenden Jahres wolle er konkrete Pläne vorlegen, um die Bologna-Reform an entscheidenden Stellen zu korrigieren, sagte er der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Ähnlich äußerte sich der Thüringer Kultusminister Christoph Matschie (SPD). Nach dem Willen der Studenten sollen die Proteste weitergehen: Vom 30. November bis zum 6. Dezember planen sie eine Aktionswoche. (ap)
12:47
Sind sie neben Sachargumenten auch noch resistent gegen Ironie?
Nun gut, ich merke schon, dass sie sich nicht in der Sache einlassen möchten/können.
12:23
Sie haben SLs Bildung auf niedrigstem Niveau in Frage gestellt, bezogen auf seine/ihre mangelnde Rechtsschreibung.
Neben Ihren eigenen Rechtschreibfehlern greifen Sie SL persönlichen an. Hier liegt keine Argumentation, geschweige denn sachliche Diskussion vor. Seien Sie ein Vorbild und vermeiden Sie persönliche Angriffe und Rechtschreibfehler. Das dürfte doch ein leichtes für Sie sein, da Sie ja erfolgreich zwei Staatsexamen abgeschlossen haben.
Mit Ihren Beiträgen führen Sie sich selber vor.
Daher:
Es ist traurig und bezeichnend, dass es einem angehenden Akademiker wie ihnen unmöglich ist in der Sache zu argumentieren und sie lieber den persönlichen Angriff suchen.
22:52
Die platten Parolen werden -man staune-(HALLO!! HIER ist auch nicht die angeblich so böse, böse Linkspartei..nein)-bis in die Arbeitsagenturen hinein verbraten, gerade bei arbeitssuchenden Akademikern: Oh,der neue Florida-Rolf gar, wir kriegen-laut jenes wohl nicht bildungsverdächtigen kelinen Gemütleins alles in den hintern gesteckt, jawoll-WAHNSINN-ein mit mir befreundeter junger arzt (immerhin in der sterbehilfe arbeitend...) frozzelte gar: mannomann, da musst Du ja Glück haben, bei den Jägermeisterlein-nicht der Gel leichheit nach weit unten hin gar in der Bergabau unter tage, die schwere schuld am einfachen Arbeiter abarbeitend-mit Schaufel-von diesen derart Bewegten geschickt zu werden, es lebe der deutsche Sündenbock: Schröder brüllte doch tunlichst mit-am rande der Volksverhetzung-derart immerhin Bemüht, es allen Florida-Rolfs ordentlich zu zeigen-jawoll.
Toolle kultura....this is NOT GERMANY-aber: Wehrt euch...weiter so...und lasdst euch nicht zu Stürmereien hinressen, bleibt hartnäckig: meine Hochachtung, VOLLE SOLIDARITÄT!!! Ich musste meine Uni-Teilnahme sehr schwer-auch am Fliessband-bei Putzen u.s.w. erarbeiten, lasst euch nicht einschüchtern, macht teilt, alles klar, oder...ach ich brauche machiavelli nicht erklären...wenn jeder unterbezahlte Ausgebeutete (JA!! WAs sind denn heutige Löhne? SAUEREI) einen Sündenbock-und noch schwächeren sucht-der es vermeintlich besser hat-was nicht wahr ist-SÜNDENBOCK....ja..lasst die Schwachen reden, labern-sollen die doch nach Amt erika..Onkel Bush nachflennen gar-der verarschte ebenso...aber bleibt hartnäckig, packt sie oben, hier geht wenigstens noch etwas...und: Normale Löhne-auch später-sind nicht gleich böse Stasi gar....
jenseits von rechts-links, bleibt bei eurer guten, berechtigten Sache: Auch DU KANNST ES......wie die da oben, misch Dich ein.
RESPEKT an diese jungen Menschen, grosser RESPEKT!! HUT AB!!!!!!!
Und ich wünsche euch später: Skandinavische arbeitsbedingungen...auch sogar mit Familie, macht weiter....weiter, NIE AUFGEBEN.
ES GEHT AUCH IN OLD-GERMANY..dann brauchen auch unsere Jungakademiker nicht vor dem Opi Hartz...Scheisslöhnen, familienfeindlichkeit, Bildungsfeindlichkeit...ollen strukturen über die Grenze flüchten.
ALLES GUTE, STUDENTEN!!!!!! Wir mögen euch.
17:22
Thomas
Ich bin begeistert, wie sie sich an den Argumenten vorbeischlängeln und sich nur diesen kleinen Beitrag von mir herauspicken.
Ich bin sogar mächtig beeindruckt, wie resistent sie gegen eine sachliche Diskussion sind.
Vivat academia!
16:25
:D Lieber Joe1979, ich möchte Sie gleich 2x zitieren:
#27 SL ist im Bildungsstreik, da verweigern manInnen die Rechtschreibung!
direkt gefolgt von:
# 41 Es ist traurig und bezeichnend, dass es einem angehenden Akademiker wie ihnen unmöglich ist in der Sache zu argumentieren und sie lieber den persönlichen Angriff suchen.
Wer im Glashaus sitzt...
11:27
#1 von Tom Seht,
Zitat: >> Sparen wir doch einfach 32 Länderministerien (Schule, Hochschule) ab und setzen endlich einen bundeseinheitlichen Standard. Von dem eingesparten Geld können wir dann locker die notwendigen Ausgaben bestreiten <<...............
Da bin ich ganz Ihrer Meinung. Was soll den dieser föderale Zuständigkeitsquatsch in Sachen Bildung. Da will Europa zusammenwachsen und unsere Heinis bringen das nicht mal innerstaatlich auf einen vernünftigen Level.
Aber es ist natürlich schon klar, woran es in der Hauptsache hakt.
Das sind die zahlosen Besitzstandswahrer mit ihren guten und gesicherten Einkommen und hervorragenden Altersversorungen, die einen Normalbürger neidisch und zugleich wütend machten, die alles abblocken mit tausend blödsinnigen Argumenten.
Genau jene Besitzstandwahrer, die uns Bürger im Rahmen oft genug unsinniger Sparmaßnahmen ständig erzählen, man müsse bereit sein, sich von alten Gewohnheiten verabschieden können, weil der Staat sie nicht mehr finanzieren könne.
Kurz, der Einzelne müsse mehr Verantwortung übernehmen, wie das dann etwa bein Herrn Westerwelle so elegant genannt wird.
10:59
@Carsten2000
Nein, ich habe 2 Staatsexamina erfolgreich absolviert und dass mit einem Nebenjob.
Es ist traurig und bezeichnend, dass es einem angehenden Akademiker wie ihnen unmöglich ist in der Sache zu argumentieren und sie lieber den persönlichen Angriff suchen.
Nunja, da haben ja wenigstens die platten Parolen gefruchtet.
10:43
#38 Früher ein Gammeldiplomer oder -magister und heute große Klappe gegenüber den Bachelor-/Masterstudis haben. Das haben wir ja gerne.
Ich weiß ja nicht in was für einem Billigfach Sie an ihrer netten Alma Mater mit Geld von Mami und Papi gemütlich geurlaubt haben, die Studis von heute Arbeiten aber im Gegensatz zu Ihnen. Es wurden nämlich meistens der gesamte Lerninhalt in den Bachelor gestopft. Wenn man keine Ahnung vom neuen System hat, einfach mal die Fresse halten.
23:17
Frau Schavan hat es immer noch nicht kapiert!
Erst einmal gehören die Studiengebühren geschafft und dann sollte es ein elternunabhängiges BAFöG geben.
20:05
DarthBane
Wenn sie schon anderen Menschen hier fehlende Ahnung unterstellen möchten, sollten sie nicht versuchen mit falschen Information zu argumentieren.
Erstens schrieb ich von 6.000 € bei 12 Semestern und nicht bei 10 Semestern.
Zweitens sind die 500 € bereits für die Uni. Die rund 200 € gehen nicht an die Uni, sondern an die Studentenwerke UND zum überwiegenden Teil an die Studenten selbst. Der Großteil der 200 € entfällt nämlich auf das NRW-Semesterticket. Studenten fahren für rund 130 € NRWWEIT 6 Monate ÖPNV.
Drittens halten die Universitäten besondere Programme für Studenten mit Kindern bereit.
Viertens müssen auch alle anderen für ihre Lebenshaltungskosten aufkommen.
Fünftens bekommen sie neben dem NRW-Semesterticket als Student noch weitere Vergünstigungen, ich erinnere nur an die Regelungen zur Krankenkasse.
Sechstens finde ich es zum Kotzen, dass sie sich als angehender Akademiker so über die Menschen stellen, die sich auf dem zweiten Bildungsweg vorkämpfen. Sie sollten sich als Student nicht über solche Menschen stellen. Denn die haben mit weit größeren Widrigkeiten zu kämpfen als der 08/15-Student.
Sie verkennen schlichtweg die Vorzüge, die ihnen durch unsere Gesellschaft zuteil werden.
Ihnen fehlt es schlicht an geistiger Reife.