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Wohnungsnot

Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen

27.11.2012 | 12:10 Uhr
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
Hotelschiffe für Studenten: Bundesbauminister Peter Ramsauer rechnet damit, dass es Jahre dauert, die Wohnungsnot von Studenten zu beheben.Foto: dapd

Berlin.  Bundesbauminister Peter Ramsauer will Studenten zur Not in Hotelschiffen unterbringen, um die Wohnungsnot zu lindern. Zudem denke man über die Umwidmung von Kasernen und zusätzliche Fördermittel nach. Das sind erste Ergebnisse eines Runden Tischs, der am Dienstag erstmals in Berlin abgehalten wurde.

Die aktuelle studentische Wohnungsnot ist nach den Worten von Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) "nicht von einem Semester aufs andere" zu lindern. Die Wohnungsbaupolitik sei ein "träger Tanker", dessen Richtung nicht so leicht zu ändern sei, sagte der CSU-Politiker nach einem Treffen von Behörden, Studentenwerken und Wohnungsanbietern zum Thema am Dienstag in Berlin. Die Zahl der fehlenden Studentenwohnungen bezifferte er auf 70.000, davon 25.000 in Wohnheimen.

So wurden zunächst Vorschläge gesammelt, die von der Umwidmung von Kasernen über verstärkte Förderung durch die staatliche Bank KfW bis zur Nutzung von Hotelschiffen reichten. Der Generalsekretär des Verbands der Studentenwerke (DSW), Achim Meyer auf der Heyde, forderte ein Bund-Länder-Programm, um diese Wohnungszahl möglichst schnell zu errichten.

Meldung vom 13.10.2012
Studentenwerks-Chef kritisiert Studienbedingungen

Überfüllte Hörsäle, gequetschte Stundenpläne: Der Präsident des Studentenwerks, Dieter Timmermann, hat die Studienbedingungen in Deutschland heftig kritisiert. In einem Interview sagte Timmermann, eine wirkliche Bildung könne sich unter diesen Umständen nicht entwickeln.

Seinen Worten zufolge sind Mieten von 300 bis 400 Euro für Studenten kaum erschwinglich, da sie durchschnittlich nur 640 Euro monatlich zur Verfügung haben. Die Miete für einen Wohnheimplatz liegt Meyer auf der Heyde zufolge bei 214 Euro.

Doppelte Abiturjahrgänge verschärfen die Wohnungsnot

Ramsauer und der Berliner Bausenator Michael Müller (SPD) wandten sich dagegen, das Problem als vorübergehend abzutun, denn auch nach dem Abflauen des Andrangs wegen doppelter Abiturjahrgänge und der Abschaffung der Wehrpflicht drängten weiter viele junge Leute an die Hochschulen.

Einig waren sich die Beteiligten, dass ein "Maßnahmen-Mix" nötig sei. Der Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Walter Rasch, regte an, Zweizimmerwohnungen zu bauen, sie dann aber, etwa durch die Studentenwerke, an Wohngemeinschaften zu vermitteln. So könne der Wohnraum auch bei zurückgehendem Druck auf den studentischen Wohnungsmarkt vermarktet werden.

Ramsauer versicherte, die Vorschläge würden in seinem Hause zusammengestellt und aufgearbeitet. Im Frühjahr solle eine weitere Runde stattfinden. (dapd)



Kommentare
28.11.2012
23:58
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von astor97 | #10

Schnellschüsse gehen immer nach hinten los.. kleiner Tipp an die Politik... erst denken... dann Änderungen vornehmen... so ein Gemurkse wie in den letzten Jahren habe ich in unserem Land lange nicht mehr erlebt... schönen Tag noch....

28.11.2012
01:51
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von Diplomhartzer | #9

das reiche Studentenpack in Hotels - klar, was sonst? Würde man Lehrlinge aus armen Verhältnissen auch im Hotel unterbringen? Nein? komisch...

1 Antwort
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von prorevier | #9-1

Lehrlinge bekommen ein Ausbildungsgehalt, obwohl sie für den Arbeitgeber unmittelbar keinen Gewinn erbringen. Früher war das deshalb auch anders.
Studenten bezahlen alles selbst bzw. müßen von ihren Eltern finanziert werden.
Ich kenne eine junge Frau die von Hartz4 gelebt hatte und sich entschloß ein Studium aufzunehmen. Da ihre Förderung - auch der Wohnung - dadurch aber erheblich sank, hat sie dies abgebrochen. Heute lebt sie wieder von Hartz4, bekommt eine ordentliche Wohnung bezahlt und hat ein viel besseres Auskommen.

27.11.2012
20:05
.
von AuroraBorealis | #8

Bei all dem künstlichen Budenzauber um das Thema Wohnungsnot bei Studenten wird „vergessen“, dass der von Studenten präverierte BILLIGE (!) Wohnraum ebenso auch von Niedriglöhnern, Grundsicherungsrentnern, Hartz IV-Empfängern, Auszubildenden u. v. a. m., welche nur ein sehr kleiens Einkommen haben, schon seit Jaaahren (!) gesucht wird.

Doch keine Institution, keine Organisation, keine Partei und auch KEIN EINZIGER Politiker interessiert das Thema Wohnungsnot, wenn es um andere Gruppen als eben die Gruppe Studenten geht.

Beschämendes und verachtenswertes Verhalten, seitens der o. g. Stellen!

Hartz IV-Empfängern wird von den Kommunen stets nur ein Mondpreis als angemessen zugebilligt. Mondpreise, zu denen es keine menschenwürdige Unterkunft für einen deutschen Staatsbürger im 21. Jahrhundert gibt.
Aber an dieses Thema wagt sich keiner heran. Selbst die Medien versagen bei diesem Thema.

1 Antwort
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von prorevier | #8-1

Im Ruhrgebiet ist preiswerter guter Wohnraum massenhaft verfügbar. Im Gegensatz zu Studenten bekommen Hartz4 Empfänger den problemlos komplett bezahlt. Aber Studenten haben vielleicht weniger Zeit zum jammern.

27.11.2012
18:30
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von wohlzufrieden | #7

Am liebsten wäre Ramsauer wohl die Titanic...?

27.11.2012
15:01
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von Geologe | #6

@ 5

Kommt immer auf die WG an... Hat alles seine Vor- und Nachteile. Wobei, wenn man abwägen muss, gibt es sicherlich mehr Nachteile. Der einzige Vorteil sind die Partys, was sich allerdings für den einen oder anderen auch als Nachteil herausstellen kann.^^

Aber in den Großstädten, Ausnahme ist da vermutlich Berlin, kann man sich während des Studiums gar keine Wohnung leisten, wenn man dort alleine wohnen will. In Köln ist/war das quasi unmöglich. Da sind selbst die 15m² Zellen mit integrierter Kochplatte und Dusche kaum zu bezahlen. Wenn dann da noch ein Bett, Schreibtisch und ein Schrank steht, bleibt da nicht mehr viel Luft zum atmen. Die Wohnheime in Hürth etc. waren aber gut, komfortabel und bezahlbar. Deshalb ist es eine gute Idee, die Kasernen umzufunktionieren.

1 Antwort
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von jessiesrevenge | #6-1

gegen die Kasernen an sich habe ich ja nix, ist ja ähnlich einer WG, aber ich finde man sollte von den Gedanken wegkommen jeden Studenten eine eigene Wohnung zur Verfügung zu stellen, vor allem , wenn wie hier in NRW die Unis eh schon überfüllt sind, da ist eine WG deutlich vorteilhafter. Und kenne selber 2 Studenten die sind in Bochum und haben eine WG wo nicht nur gefeiert wird, sondern sich auch gegenseitig geholfen wird und das finde ich eben an WGs toll :) Boote finde ich merkwürdig, wieiviele will man denn dahin schaffen damit das reicht??

27.11.2012
14:35
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von jessiesrevenge | #5

früher lebten Studenten noch in WGs, heute leben alle am liebsten alleine, wie kommst, lässt die soziale Kompetenz nach??

27.11.2012
13:50
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.11.2012
13:34
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von trickflyer | #3

was träumt der eigentlich nachts?permanent werden albträume von ihm publiziert.soll doch alle suchenden bei sich einquartieren.

27.11.2012
13:02
Aufgelaufen
von wohlzufrieden | #2

Schiffe? Will der sich bei den Piraten anbiedern?

27.11.2012
12:33
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von aufkoks | #1

ist schon seltsam, für nicht bedohte wirtschaftsflüchtlinge wird himmel und hölle in bewegung gesetzt um untekünfte zu schaffen und für unsere studenten ist man nicht in der lage angemessene wohnraum bereit zustellen. armes deutschland und die politiker wundern sich dann wenn fachkräfte ins ausland abwandern, wo arbeit sich noch lohnt.

1 Antwort
Ramsauer will Studenten in Hotelschiffen wohnen lassen
von ekelalfred1 | #1-1

wie wahr, wie wahr.

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