Neues Forschungszentrum entsteht für über 20 Mio Euro
04.02.2010 | 18:04 Uhr 2010-02-04T18:04:00+0100
Dortmund. Es wird üppig investiert in den Forschungsstandort Dortmund. Vor allem die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML profitieren derzeit. In Sichtweite der B1 soll für über 20 Mio Euro ein neues Forschungszentrum entstehen.
Es wird üppig investiert in den Forschungsstandort Dortmund. Vor allem die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML profitieren derzeit. Und das nicht nur dank des Zuschlags für den über 100 Mio Euro schweren Effizienz-Cluster LogistikRuhr, bei dem die Dortmunder - wie berichtet - die Federführung haben.
Seit Mitte 2009 ist bekannt, dass das Fraunhofer-Institut zusammen mit der Dortmunder TU einen Logistikcampus aufbauen will. Denn Logistik, also die zukunftsweisende Organisation von Transporten und Verkehr, ist einer der Dortmunder Forschungsschwerpunkte. Jetzt nimmt das Projekt konkrete Züge an. Das Düsseldorfer Architektenbüro Schuster hat einen Entwurf für einen Gebäudekomplex vorgelegt, den die WAZ erstmals exklusiv vorstellt (siehe oben). Die europaweite Bauausschreibung ist bereits in vollem Gange. Der 1. Spatenstich soll schon im Sommer erfolgen.
Vorgesehen ist ein langgestreckter Baukörper hinter dem jetzigen IML an der Emil-Figge-Straße, der in Sichtweite der B1 liegt und im Endausbau aus mehreren sechs- und verbindenden zweistöckigen Abschnitten besteht. In einem ersten Bauabschnitt sollen hier 1500 Quadratmeter Bürofläche für 90 zusätzliche IML-Mitarbeiter und ein Hörsaal für 250 Studierende entstehen. Untergebracht werden bis zu acht neue Stiftungsprofessuren, eine Graduate-School for Logistics und das Kompetenzzentrum von IML und TU.
In einem weiteren Bauabschnitt soll das zweite Dortmunder Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik an den Gebäuderiegel andocken, womit ein regelrechtes Forschungszentrum der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft in Dortmund entstünde. „Die Gesamtinvestitionssumme liegt deutlich über 20 Millionen Euro”, so IML-Projektleiter Lars Nagel, sechs Mio davon fließen aus dem Konjunkturpaket II in den Logistikcampus. Fertiggestellt sein soll der Campus Ende 2011. Dann hätten die Fraunhofer-Logistiker auch endlich mehr Platz. „Wir platzen schon jetzt aus allen Nähten”, so Nagel. Allein das IML beschäftigt derzeit über 400 Mitarbeiter und Doktoranden.
Doch damit nicht genug. Bereits in einem Monat rollen die Bagger an für eine neue Forschungshalle des IML. An der Ecke Emil-Figge-/Fraunhofer-Straße entsteht ein 1000 qm großes Experimentierfeld für 55 selbststeuernde Transportfahrzeuge. Schwarmintelligenz heißt das Stichwort für dieses Vorhaben, in das rund 3 Mio Euro fließen werden.
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