Nach Protest räumte Polizei Hörsaal der Uni Münster
06.11.2009 | 13:14 Uhr 2009-11-06T13:14:00+0100Münster. 53 Studenten besetzten am Donnerstagabend das Audimax der Universität Münster. Die Polizei ließ den Hörsaal am Freitagmorgen räumen. Die 53 Studenten folgten der Aufforderung friedlich. Sie protestieren gegen Studiengebühren und für eine Demokratisierung der Hochschule.
Die Polizei hat am Freitagmorgen das Audimax der Universität Münster räumen lassen. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten seit Mittwoch Studenten den Hörsaal besetzt. Bei der Räumung wurden 53 Studenten aufgefordert, den Hörsaal zu verlassen. Dieser Aufforderung folgten die Studenten friedlich.
Mit der Besetzung wollten die Studenten gegen die Studiengebühren und für eine Demokratisierung der Hochschule protestieren. Die Uni-Rektorin Ursula Nelles hatte die Studenten aufgefordert, den Hörsaal zu verlassen. Da dies nicht geschah, stellte sie am Donnerstagabend Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. Die Personalien der beteiligten Studenten wurden aufgenommen, über ein mögliches Strafverfahren entscheidet nun die Staatsanwaltschaft.
Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) der Uni Münster hatte die Aktion unterstützt. Die Proteste sollen fortgesetzt werden. Ziel sei es, Diskriminierungen in der Bildungspolitik aufgrund der sozialen Herkunft zu verhindern. Deshalb müsse das Bildungssystem «ausreichend öffentlich finanziert» werden, hieß es.
Die Proteste sollen fortgesetzt werden. Ziel sei es, Diskriminierungen in der Bildungspolitik aufgrund der sozialen Herkunft zu verhindern. Deshalb müsse das Bildungssystem «ausreichend öffentlich finanziert» werden, teilten Vertreter der protestierenden Studenten mit. (ddp)
23:04
Dann studiere doch woanders! Finde mal ein Land, in dem das Studieren so günstig ist wie in Deutschland! Warum sollte das Studieren kostenlos sein, aber dafür Eltern mehrer 100 € für einen Kindergartenplatz bezahlen??? Studiengebühren sind erforderlich, sollten aber nicht auf Sparkonten der Unis schlummern, sondern auch für die Studenten investiert werden!
08:25
Die Banken und ihre Verbrecher bekommen jede Unterstützung (HRE=über 100 Milliarden!!) aber die Studenten sollen Alles selber zahlen, krankes Land !
17:20
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12:10
Allen wegen Diskriminierung protestierenden Studenten bleibt es unbenommem, ihr Studium in der Türkei fortzusetzen.
18:38
Ihre Berichterstattung ist irreführend.
Seit Mittwoch, 12 Uhr, besetzten weit über 200 Studierende das AudiMax, um sich mit den österreichischen Studierenden zu solidarisieren, weiterhin auf die bereits im Sommer aufgestellten Forderungen Aufmerksam zu machen und Freiräume für eine ernsthafte Bildungsdiskussion zu schaffen. Bereits am Mittwoch drohte die Universitätsleitung mit Räumung und Strafanzeige, obwohl sich alle Beteiligten, d.h. Studierende, SchülerInnen (die sich vor allem wegen des HIT, dem Hochschulinformationstag, in Münster befanden) und Lehrende kooperativ zeigten und einvernehmlich vorgingen.
Am Freitag Morgen um 06:00 wurde dann plötzlich die bereits am Mittwoch angekündigte Räumung durchgesetzt, als sich nur knapp über 50 zumeist schlafende Studierende und SchülerInnen im Gebäude befanden.
Diskriminierungen in der Bildungspolitik aufgrund der sozialen Herkunft zu verhindern, war lediglich eine konkrete Forderung unter vielen. Ein weiterer offener Austausch, Diskussionen und inhaltliche Arbeit wurde mit der von der Universitätsleitung verursachten Repression nun aber zunächst unterbunden.