Musikstudenten trainieren in Dortmund für Bestenauslese
21.04.2009 | 17:20 Uhr 2009-04-21T17:20:00+0200Dortmund. Das Orchesterzentrum NRW wird nächste Woche eingeweiht – der Masterstudiengang „Orchesterspiel” ist in Europa einmalig.
Über der 2010-Vorzeige-Adresse „U-Turm” kreisen noch bis zum nächsten Jahr die Baukräne. Ein anderes Kulturprojekt Dortmunds dagegen strebt nächste Woche seiner Vollendung entgegen: das Orchesterzentrum NRW.
Nur einen Steinwurf vom Konzerthaus im belebten Brückstraßenviertel entfernt werden ab diesem Semester Studenten aller vier NRW-Musikhochschulen für die immer härter werdende Bestenauslese trainert. Mit dem neuen Masterstudiengang „Orchesterspiel” wollen die Hochschulen einer alten Forderung vieler Profi-Orchester nachkommen, den musikalischen Nachwuchs nicht nur am Instrument, sondern auch im Zusammenspiel zu schulen. „Ein europaweit einmaliges Angebot”, so der Künstlerische Leiter Gotthard Popp.
Hochkarätige Gastdozenten
Eigentlich gibt es das Zentrum bereits seit fünf Jahren. Es war noch von der alten Landesregierung auf den Weg gebracht worden als gemeinsames Institut der Hochschulen Essen, Köln, Düsseldorf und Detmold. Dortmund erhielt den Standortzuschlag als Trostpflaster für die damals umstrittene Auflösung der örtlichen Musikhochschule. Deren ehemalige Räume auf dem Uni-Campus hat das neue Zentrum bislang genutzt.
Mit dem Umzug in den 17 Mio Euro teuren Neubau in der Innenstadt stehen den Musikern und ihren hochkarätigen Gastdozenten – u. a. gibt es eine Kooperation mit dem Mahler Chamber Orchestra unter dem Dirigenten Daniel Harding – Übungszellen und Proberäume zur Verfügung. Herzstück des Gebäudes, in das auch das städtische Umweltamt einzieht, ist ein Kammermusiksaal für über 300 Zuhörer. Ihn soll das benachbarte Konzerthaus mitnutzen.
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