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Listen abhaken macht glücklich

20.02.2009 | 21:43 Uhr

Iserlohn. Eine 80-Stunden-Woche ist für Florian Hintze, Ilka Ohlmer und Stephan Meier momentan keine Seltenheit. Und dass, obwohl Semesterferien sind. Sie organisieren in Iserlohn einen internationalen Wettbewerb für Wirtschaftswissenschaften.

Gemeinsam mit acht weiteren Studenten der privaten Fachhochschule BiTS Iserlohn organisieren sie den Rubicon Contest vom 9. bis zum 11. März - einen internationalen Hochschulwettbewerb im Bereich Wirtschaftswissenschaften.

Das Rubicon-Team 2009 der BiTs Iserlohn.

Im Büro sieht es nach Arbeit aus. Auf den Schreibtischen stapeln sich Infobroschüren für potenzielle Sponsoren des Wettbewerbs, an den Wänden hängen Listen mit Dingen, die noch gemacht werden müssen. „Es ist richtig schön, wenn wir einen Haken hinter einen Punkt machen können”, sagt Ilka Ohlmer.

Die 20-jährige Studentin kümmert sich mit Tim Teetz (21) um die Betreuung der teilnehmenden 20 Teams und die Entwicklung der Fallstudie, die im Rahmen des Wettbewerbs bearbeitet werden soll. Thematisch geht es um „Green Business Management” - Unternehmen mit sozialer verantwortung für ihre Umwelt. „Wir haben diesmal die 500 Top-Universitäten in der ganzen Welt angeschrieben”, erklärt Stephan Meier (23). „Die Teilnehmer kommen aus 11 Ländern und nehmen lange Wege in Kauf, um dabei zu sein.” Es wird sogar auch ein Team aus Malaysia dabei sein. Dabei können die Organisatoren ihnen diesmal nicht die kompletten Reisekosten und die Unterkunft finanzieren, wie es noch 2007 der Fall war.

„Man merkt die Finanzkrise schon”, sagt Rouven Marquardt (25), der ständig telefoniert, um Sponsoren für den Wettbewerb zu begeistern. Viele Unternehmen aus der Region haben ihr Werbebudget für das Jahr schon verplant, andere können sich Sponsorentätigkeiten nicht mehr leisten. Gerade Banken blocken im Moment ziemlich ab. „Andere sagen, sie könnten nicht auf der einen Seite Mitarbeiter entlassen und andererseits unseren Wettbewerb unterstützen”, so Marquardt. Deshalb haben die Studenten versucht, ihre Ausgaben zu begrenzen. Trotzdem werden noch rund 15 bis 20 000 Euro - inklusive Gala-Abend, Catering und Workshops - benötigt. Das Team aber ist optimistisch, alles finanziert zu bekommen.

Das Englisch von Tim Teetz wird täglich besser. Er hält den Kontakt zu den ausländischen Teams und hilft ihnen, Visa zu bekommen und Unterkünfte zu finden. „Natürlich werden die Teams von uns auch am Flughafen empfangen”, sagt er. „Und wenn sie noch mehr Zeit mitbringen, stellen wir ihnen ein Programm mit Sehenswürdigkeiten zusammen.”

Für die Studenten ist der Rubicon-Wettbewerb eine einmalige Gelegenheit, Theorien, mit denen sie in ihrem Wirtschafts-Studium konfrontiert sind, in die Praxis umzusetzen. Unterstützung können sie sich bei Bedarf immer bei den Dozenten oder den Studenten der hochschulinternen Unternehmensberatung holen.

„Je näher der 9. März rückt, desto mehr gibt es noch zu tun.” Friederike Schnittker

Wer die Wettbewerbs-Organisation hinter sich gebracht hat, ist erfahren in Management, Marketing, Kommunikation und Eventplanung. Obendrein werden Kontakte ins Ausland geknüpft.

Teamfähig, flexibel und belastbar sind die elf Studenten sowieso. „Wir sind so viel Zeit auf engem Raum zusammen, ständig klingelt das Telefon und je näher der 9. März rückt, desto mehr gibt es noch zu tun”, fasst Friederike Schnittker (25) zusammen. Und wenn bei 80 Wochenstunden einen mal die Müdigkeit überfällt, gibt es da noch eine Couch für Ruhepausen.

Jennifer Kuhlmann

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22.02.2009
02:03
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #1

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