Köln liebt Düsseldorf, oder doch nicht?
27.03.2009 | 07:27 Uhr 2009-03-27T07:27:00+0100Köln. Ob Kölner und Düsseldorfer sich lieben können, damit beschäftigten sich die Studenten der FH Köln. Sie arbeiteten an einer Website zur Verständigung beider Städte. Bei einem anderen Projekt ging es um kuriose Sportarten wie Schwingen, Tamburello und Band.
Internetseiten zu erstellen will gelernt sein. Deshalb versuchen sich die Online-Redakteur-Studenten der Fachhochschule Köln an eigenen Projekten. In kleinen Gruppen entscheiden sie über Themen, arbeiten Konzepte aus und setzen diese dann gemeinsam um. In diesem Jahr entstanden so vier Internetauftritte, die verschiedener nicht sein können.
Liebt Köln Düsseldorf?
Die Studenten des vierten Semesters entwickelten eine Website, die die Städterivalität zwischen Köln und Düsseldorf aufgreift. Hinterfragt werden viele Vorurteile, beispielsweise ob die Schlacht von Worringen der Ursprung der Zwietracht ist, ob Kölsch und Alt wirklich so verschieden sind und warum nicht einmal die Köln-Düsseldorfer Schifffahrtsgesellschaft verbindend von Köln nach Düsseldorf fährt. "Wir sind aber nicht ganz objektiv", sagt Professorin Petra Werner, die die Seminararbeit der Studenten betreute. An der Internetseite arbeitete nämlich kein Düsseldorfer mit. Das tue dem selbsternannten Ziel, eine Verbindung zwischen beiden Städten zu schaffen und für "Völkerverständigung" zu sorgen, aber keinen Abbruch. Das Ergebnis der Arbeit ist eine Website, die beweist, dass sich beide Städte gar nicht so sehr unterscheiden. Deshalb entschieden sich die Studenten auch bei der Internetadresse für einen verbindenden Namen. Die Website erreicht man über http://www.koelnliebtduesseldorf.de/ sowie über http://www.duesseldorfliebtkoeln.de/.
Nutzerfreundlichkeit ohne Kompromisse
Für Schüler ist es oft nicht leicht, den richtigen Studiengang zu finden. Denn viele Universitäts-Websites sind so unübersichtlich aufgebaut, dass sich der Suchende in einem Dschungel aus Fakultäten geradezu verläuft.
Die Kölner Studenten möchten Abhilfe schaffen. Sie konzipierten für die Universität Siegen einen Internetauftritt, der verschiedene Möglichkeiten bietet, den richtigen Studiengang zu finden. Dabei steht der Studieninteressierte im Vordergrund. Er kann beispielsweise mit einem Schieber seine Interessen eingeben, so dass nur noch passende Studiengänge angezeigt werden. Außerdem gibt es einen Test, der die Neigung des Schülers bestimmen soll. „Das ist aber kein Dummy“, sagt Prof. Konrad Scherfer, Dozent an der FH Köln, „sondern wurde mit der Universität Siegen nach genauen Vorgaben ermittelt." Am Ende des Tests wird das passende Studienfach vorgeschlagen.
Eine weitere Besonderheit ist der Aufbau der neuen Website. "Den Nutzer interessiert nicht, welcher Studiengang welchem Fachbereich angehört", sagt Scherfer. "Der Auftritt ist daher nicht nach Fakultäten, sondern nach Studiengängen aufgebaut." Hier geht's zur Website.
Medizin im Web
Medizin ist ein großes Thema im Internet und „eines der meist gesuchten Begriffe im Internet“, sagt Dr. Martina Waitz, Leiterin des Medizin-Ressorts. Sie entwickelte mit den Studenten ein neues Prüfverfahren für medizinische Websites im Internet. Bisher gibt es noch keine umfassenden Prüfverfahren. Bestehende Qualitätssiegel untersuchen entweder die Texte, oder die Transparenz der Websites. Die Studenten vereinen in ihrem Siegel verschiedene Ebenen, wie Text, Navigation, Transparenz, Nutzerfreundlichkeit und Design. „Dabei wollen wir natürlich nicht anprangern, sondern Vorschläge zur Optimierung geben“, sagt Waitz im Interview. Das Projekt soll im nächsten Semester weitergeführt werden. Dabei sollen einzelne medizinische Portale unter die Lupe genommen und die Ergebnisse auf der Website veröffentlicht werden.
Kuriose Sportarten
Bosseln, Hornussen oder Racketlon, dies erinnert eher nicht an Sport. Aber genau darum geht es. Um kuriose Sportarten unserer Nachbarländer, die in Deutschland kaum bekannt sind. Damit beschäftigten sich die Studenten des sechsten Semesters in ihrem Sportressort. Die Sportarten bringen zwar keine Stars, wie David Beckham hervor, machen aber Spaß und sind in den jeweiligen Ländern populär. Einerseits soll der Internetauftritt die Lust am Sport wecken. Andererseits gibt es dort aber auch viele interessante Hintergrundinfos. Hier geht's zur Website.
15:40
Ein sehr lustige Seite. Da lernt ein Sauerländer einiges über die beiden Städte.
16:12
Schließe mich meinen beiden Vorkommentaren an. Bin selber gebürtiger Düsseldorfer, Köln ist eine schöne Stadt, Düsseldorf auch. Ein paar Idioten haben beide Städte. Ein normaler Kölner und ein normaler Düsseldorfer können zusammen ein Bier trinken und Spass haben. In Köln ein Kölsch und in Düsseldorf ein Alt. Passt immer.
21:50
Die Professoren wissen auch nicht mehr was sie noch mit den Studenten anfangen sollen.
Schließt mal lieber einige Unis, dann ist auch das Geld da..
10:16
lieben ist zu hoch gegriffen, mögen reicht. Hauptsache Rheinländer!