Jung-Akademiker als Helfer an Brennpunktschulen
06.02.2009 | 11:10 Uhr 2009-02-06T11:10:00+0100
Düsseldorf. 50 besonders qualifizierte Akademiker sollen als Lehrkräfte für zwei Jahre an sozialen Brennpunktschulen in NRW aushelfen. Wärend die Schüler Lernhilfe bekommen, sollen die Akademiker über das Projekt soziale Kompetenzen für den späteren Beruf erwerben.
Das Land will damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits sollen benachteiligte Schüler mehr Unterstützung beim Lesen, Schreiben und Rechnen erhalten.
Land bezahlt Gehälter
Gleichzeitig sollen die Jung-Akademiker nach dem Studium soziale Kompetenzen für den späteren Beruf erwerben.
Beim Besuch einer Gemeinschafts-Hauptschule in Benrath präsentierten Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und Schulministerin Barbara Sommer (CDU) das Projekt mit dem Namen „Teach First”. Das Land übernimmt die Gehaltskosten - die übrigen Projektkosten sollen Sponsoren aus der Wirtschaft tragen.
Schulleiter Wolfgang Georg räumte ein, dass die Schulen Unterstützung gut gebrauchen können. Für viele Aufgaben, etwa die Organisation von Berufspraktika, fehle den Schulen vielfach die Zeit. Hier sollen junge Akademiker mit Engagement einspringen.
Das Konzept „Teach First” wird in den USA bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert. Die dortigen „Fellows” helfen bei sprachlichen Mängeln sozial benachteiligter Schüler und bei Migrantenkindern und vermitteln auch Basistugenden wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Höflichkeit.
Karriere fördern
Für junge Akademiker bietet die Tätigkeit die Chance, ihre soziale Kompetenz zu schulen.
Immer mehr Unternehmen legen verstärkt Wert auf soziale Fähigkeiten ihrer Führungskräfte. Deshalb kann dieses auf zwei Jahre befristete Engagement in der Schule die spätere Karriere der jungen Akademiker fördern.
Rund ums Thema:
08:44
Haben wir nicht genug arbeitslose Lehrer
17:31
Vielen Dank, inkompetente NRW Regierung. Das zeigt mal wieder ihre wahre Wertschätzung der Lehrer. Das bisschen Schule kann doch jeder. Und Akademiker sowieso. Warum studiert ein Lehrer überhaupt noch (das wird als nächstes problematisiert, wetten?), Unterrichten ist doch puppenleicht und wird viel zu gut bezahlt und dann noch die viele Freizeit......
Und die Erde ist eine Scheibe.
07:39
Sonst werden angehende Führungskräfte auf Pferde und andere Tiere losgelassen.
Was ist passiert? Hat der Tierschutz dem einen Riegel vorgeschoben?
07:18
Dann lernen die Leute wenigstens kennen, für wen sie demnächst in der angestrebten Diktatur der Proleten die Fronarbeit machen.
Wenn die Leute wirklich qualifiziert sind und so inernationale Alternativen haben, der letzte nötige Schubs zum Auswandern.
04:03
Hi,
stimmt die Zahl? 1700 Euro brutto für diesen Job?
Oder ein vorgezogener Aprilscherz?
VG
01:38
Ausserdem :
Werden diese ultrahochqualifizierten nicht gebraucht um Deutschland wieder nach vorn zu bringen ?
17:03
Manches Mal frage ich, was dieser Landesregierung noch einfällt, bevor sie die Verschlechterungen der Lehrer-Schüler-Relation, die Verbürokratisierungen des Lehrer-Alltags und viele weitere Verschlimmerungen des Schüler- und Lehreralltags wieder rückgängig macht.
16:31
Da sind ja wieder alle Miesepeter versammelt.
Ich finde das Projekt, das hier in Berlin gestartet ist, sehr gut und wünsche ihm den gleichen Erfolg, den teachfirst bereits in den USA, in England und in weiteren Ländern hat.
Unser schönes Deutschland leidet an Neid und Faulheit. Lasst die Leute zeigen, was sie drauf haben. Es kann nur besser werden.
16:03
Lehrer und andere, durch den Einsatz an Schulen verdorbene Fachkräfte haben in der Industrie keine Chance.
Wer glaubt, daß sich 50 besonders qualifizierte Akademiker hierfür finden lassen, der irrt!
Wer sich da meldet ist blöd und gehört somit nicht zu den 50 besonders qualifizierte Akademikern.
13:01
Ist ja eine wahnsinns Neuheit, die da wieder aus Amiland geholt wird.
Schön wenn Schülern etwas bei gebracht wird, das ist gut und wichtig!
Für Äpfel und Eier junge Leute einstellen, die an Problemschulen die Feuerwehr spielen sollen, aber nicht.
Es zeigt vielmehr welch Überangebot an Akademikern herrschen muß,
wenn gut ausgebildete Akademiker sich für die paar Kröten das an tun müssen.
Da kann man erfahren, was man Wert ist, oder das Studium für einen Wert hat. (Die Schüler honorieren die Arbeit vermutlich noch am meisten)
Aber den Schülern zeigt man so doch: selbst wenn ihr es schafft erfolgreich zu studieren, ihr habt verloren! Chancen gibts nicht mehr - in der Not bleibt einem nur die ein oder andere Form der Prostitution! Versucht wenigstens dabei nicht zu viele Menschen dafür zu verachten.