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Frauenquote

Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant

31.08.2011 | 15:40 Uhr
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
Nur selten steht in NRW eine Professorin im Hörsaal vor den Studenten - eine Frauenquote soll das ändern, fordern die Grünen. (Foto: dapd)

Düsseldorf.Studentinnen gibt es viele an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Professorinnen sind dagegen in der Minderheit: Nur 17 Prozent der Professuren sind von Frauen besetzt. Eine flexible Frauenquote soll das ändern.

Mit einer flexiblen Frauenquote soll die Männerdominanz an den Hochschulen in NRW beendet werden. Es gebe an den Universitäten „festgezurrte Männer-Seilschaften“, sagte die Hochschulexpertin der Grünen, Ruth Seidl, am Mittwoch in Düsseldorf. Deshalb wolle Rot-Grün per Hochschulgesetz-Novelle eine Quote einführen.

Freiwillige Regelungen hätten nichts gebracht, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Verena Schäffer. Obwohl der Frauenanteil unter den Hochschul-Absolventen bei über 50 Prozent liege, seien weniger als 17 Prozent der Professuren von Frauen besetzt.

Eine flexible Quote soll den Frauenanteil bis 2020 auf die Zielmarke von 50 Prozent anheben. Das vorgeschlagene Modell erlaubt aber je nach Fachbereich unterschiedlich hohe Quoten. Mit finanziellen Anreizen soll die Einhaltung der Quote erreicht werden. (dapd)

DerWesten

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Kommentare
03.09.2011
16:45
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von Volksentscheid | #24

Was für ein Schwachsinn...Nach Leistung und
Qualifikation auswählen und gut.

01.09.2011
11:39
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von demokratischundsozial | #23

Ich bin durchaus für Gleichberechtigung, aber gegen die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte. Da hat man die „feministische Forschung“ gefördert. Feministische Forschung kann man gut mit der marxistisch-leninistischen Soziologie der DDR vergleichen. Die Ergebnisse müssen vor allem politisch korrekt sein. Mit ergebnisoffener Forschung hat das wenig zu tun. Die Genderforschung ist häufig nicht viel besser. Ergebnisse und Aussagen, die wirklich empirisch fundiert sind, sind selten. So entsteht eine Pseudo-Wissenschaft, die öffentlich gefördert wird, weil man politisch korrekt sein will. Mit der Quote wird das Pferd beim Schwanz aufgezäumt. Wer Karriere machen will muss über viele Jahre viel und hart arbeiten. Dass ist in der Wissenschaft so und wird in der Wirtschaft nicht anders sein. Ein paar Kindertagesstätten nützen da nicht viel, denn wenn das Kind mal krank wird, muss man sich doch kümmern. Die Quote wird daran nichts ändern. Aber wenn man die Quote fordert, kann man so tun, als ob man fortschrittlich sei.

01.09.2011
11:27
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von FernerBeobachter | #22

Wenn das so ist, dann bin ich für die branchen- und Disziplin-übergreifenden Minimal- UND Maximal-Quote von 50%.
Und wer dagegen verstößt, wird vor Gericht gezerrt und abgeurteilt.
Auf geht´s!

01.09.2011
10:43
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von dissident | #21

@ jakobskaffee: Es ist doch erschreckend, dass über alle Fächer hinweg mehr als die Hälfte der Studierenden und Absolventen weiblich ist. Finde ich auch. Wo bleibt hier die Förderung der mehr und mehr ins Hintertreffen geratenden Männer?

Bei Statistiken zu Abschlussnoten schneiden Frauen ebenfalls besser ab als Männer. Ein klassischer Vergleich Äpfel/Birnen. Nehmen wir die Frau, die Genderwissenschaften studiert hat. Regelstudienzeit eingehalten, Abschlussnote 1.0.
Klar, dass die in der Statistik besser abschneidet als ihr männlicher Kommilitone, der Maschinenbau studiert hat, für dieses sehr anspruchsvolle Studium 12 Semester gebraucht hat und nur mit 3.0 abschneidet. Preisfrage: Wessen Arbeitsmarktchancen, Sozialprestige, Einkommen und Karriereaussichten sind wohl besser? (Das eigenartige Biotop namens Öffentlicher Dienst einmal ausgenommen.)

Und überhaupt: Wieso eine hohe Anzahl von Uni-Absolventinnen (hohe Quantität) automatisch einen Anspruch auf wissenschaftliche Spitzenjobs (hohe Qualität) begründen soll, erschließt sich mir nicht. Soundsoviel Prozent der Führerschein-Inhaber sind Frauen, aber in der Formel 1 fahren nur Männer: Beglücken Sie uns deswegen demnächst mit der Forderung nach einer Frauenquote in der Formel 1?

01.09.2011
10:11
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von demokratischundsozial | #20

zu Frau Schäffer: Sie ist noch Studentin und seit 2010 im Landtag. Ob sie etwas von Forschung und Lehre versteht, ist fraglich.

01.09.2011
09:59
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von demokratischundsozial | #19

Zu den Zahlen. Der Frauenanteil bei den Hochschulabsolvent4n liegt über 50 % Bei den Promotionen beträgt die Frauenquote ca 42 %, bei den Habilitationen 27,2. Da gibt es aber große Unterschiede. Bei den Mathematikern und Naturwissenschaftlern liegt die Quote unter 20 %., bei den Medizinern 21,7 %,

01.09.2011
09:44
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von dissident | #18

Freiwillige Regelungen hätten nichts gebracht, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Verena Schäffer. Nichts gebracht hat vor allem die jahrzehntelange, viele Millionen schwere, einseitige Förderung von Mädchen und Frauen zu Lasten der Männer - von der Grundschule bis hin zur Uni. Die gezielte Absenkung des Anforderungsniveaus und die vielen teuren Fördermaßnahmen haben zwar, wie gewünscht, den Frauenanteil bei Abiturienten, Studenten und Doktoranden erhöht. Dort aber, wo es wirklich auf Qualität, Ausdauer und fundiertes wissenschaftliches Arbeiten ankommt, hat der Frauenanteil ärgerlicherweise immer noch nicht die ersehnten 50 Prozent erreicht, so dass jetzt mit dem Holzhammer der Quote nachgeholfen werden soll.

Ansonsten: schön, dass endlich einmal etwas für Frauen getan wird und diese schlimme Männerdominanz an den Hochschulen verschwinden soll! Wie sehr das Patriarchat hier wütet, sieht man an den unzähligen Gender-Studien und -Curricula, wie beispielsweise hier im Bereich Agrar- und Forstwissenschaften: Ziel ist es, den Studierenden die theoretischen Grundlagen, empirischen Ergebnisse und Methoden der ruralen Frauen- und Geschlechterforschung und die bislang vorliegenden Ansätze einer feministischen Agrarwissenschaftsdebatte mit Bezug auf die allgemeinen Diskurse der Frauen- und Geschlechterforschung zu vermitteln. Dies nur ein Beispiel unter unendlich vielen im undurchdringlichen Dickicht universitärer Frauen-, äääh, Gender-Forschung. Gut, dass hier endlich mal Geschlechtergerechtigkeit einzieht!

01.09.2011
09:25
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von demokratischundsozial | #17

Es gibt inzwischen Berufungsverfahren, in denen Männer kaum noch eine Chance haben, weil sich niemand mit den Feministinnen anlegen will. Wenn dann doch auf dem ersten Platz mal ein Mann steht, wird die Liste dann häufiger im Ministerium umgekippt. (Auch wenn die die fachliche Kompetenz der Bewerber nicht beurteilen können) Offiziell darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner ethnischen Herkunft oder wegen seiner sexuellen Orientierung benachteiligt werden. Aber die Qualifikationsprofile sind nicht gleich. Da hat vielleicht einer Bewerberin mehr über „Gender“ geforscht als der männliche Bewerber und dass wird gerade am Institut oder in der Fakultät gefragt. Die kinderlose Frau, die sich für die Karriere entscheidet, hat die besten Chancen in bestimmten Fächern. Schwieriger wird es, wenn man Kinder und Karriere vereinbaren will. Bis 40 Jahren sollte man soweit sein, dass man sich auf einen Lehrstuhl bewerben kann. Dazu muss man promoviert und habilitiert sein, eine Veröffentlichungsliste vorweisen können und Lehrerfahrung haben. Die Hochschule sollte man auch gewechselt haben, denn Hausberufungen sind selten. Mit einer 45- Stunden-Arbeitswoche kommt man dann nicht aus. Wenn die Frau dann mit 42 den ersten sicheren Arbeitsplatz hat, ist es für Kinder häufig zu spät. Wenn sie einen Mann hat, der zugunsten der Frau auf eine eigene Karriere verzichtete, ist das möglich. Das das wäre nur ein Rollentausch, keine Gleichberechtigung.

31.08.2011
23:24
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von Sherlock_fuer_Arme | #16

Albern. Wofür eine Frauenquote? Als ob das was bringen würde....

- Frauenquote, Migrantenquote, Behindertenquote, Homosexuellenquote, Kinderquote....
Was ist, wenn man ein ganz normaler heterosexueller Mensch ohne Behinderung ist, der keiner Randgruppe angehört....? ******* gelaufen, was?

Frauenquote braucht kein Mensch.

31.08.2011
22:25
Frauenquote an NRW-Hochschulen geplant
von Jakobskaffee | #15

Erschreckend wie wenig Sachkunde hier einige Kommentatoren an den Tag legen.

Es geht der Landesregierung um fachspezifische Quoten. D.h. die Quote wird in den Geisteswissenschaften höher sein als in den Ingenieurwissenschaften. Die Quote zu fordern und durchzusetzen ist auch nicht verfassungswidrig. Es kommt natürlich auf die fachliche Eignung an. Es werden daher weitere Anstrenungen erforderlich sein, die es Frauen erleichtert, Beruf und Familie zu verbinden. Da ist die Bereitschaft in den Hochschulen nach meinen Erfahrungen doch sehr rudimentär ausgeprägt. Es ist doch erschreckend, dass über alle Fächer hinweg mehr als die Hälfte der Studierenden und Absolventen weiblich ist. Bei Statistiken zu Abschlussnoten schneiden Frauen ebenfalls besser ab als Männer. Wenn die Fakultäten konsequent Promovendenlisten führen würden, wären dort vermutlich ebenfalls die Frauen in der Mehrheit nur bei den Berufungen auf Professuren sind die Frauen dann plötzlich so extrem in der Minderheit. Da muss es Aufgabe des Gesetzgebers sein, alle denkbaren Benachteiligungen zu beseitigen.

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