Das aktuelle Wetter NRW 4°C
Doktorarbeit

Doktoranden halten Noten für Promotionsarbeiten für zu gut

28.12.2012 | 13:35 Uhr
Doktoranden halten Noten für Promotionsarbeiten für zu gut
Viele Doktoranden halten die Abschlussnoten von Promotionen für zu gut.Foto: dapd

Hannover.  Nach einer Studie sind 45 Prozent der Doktoranden in Deutschland der Meinung, dass die Abschlussnoten von Promotionen zu gut sind. Trotz Plagiatsaffären diverser Politiker sind aber 80 Prozent der Befragten der Meinung, dass die allermeisten Promotionen dem wissenschaftlichen Standard genügen.

Viele Doktoranden (45 Prozent) halten die Abschlussnoten von Promotionen für zu gut. Das geht aus einer Studie vom Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover hervor. Vor allem Mathematiker und Naturwissenschaftler sind der Meinung, dass bei Doktorarbeiten zu gute Noten vergeben werden. In den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ist diese Ansicht weniger verbreitet.

An der generellen Qualität von Promotionen zweifeln die meisten Doktoranden aber nicht - trotz der 2011 bekanntgewordenen Plagiataffären um Politiker wie Karl-Theodor zu Guttenberg und Silvana Koch-Mehrin. So sind 80 Prozent der Doktoranden der Meinung, die allermeisten Promotionen genügen den wissenschaftlichen Standards. Für die Studie wurden 2850 Promovierende befragt.



Kommentare
29.12.2012
12:45
Doktoranden halten Noten für Promotionsarbeiten für zu gut
von taosnm | #2

Nicht nur die Noten für Promotionsarbeiten sind möglicherweise zu gut. Als ich die Diplomarbeit meines Sohnes korrigierte, war ich stolz, dass es weder Rechtschreib-, noch Grammatik- oder Interpunktionsfehler gab, was heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist. Dennoch fand ich sie inhaltlich schwach. Seine Note war eine glatte Eins, die ich ihm als Mutter zwar gönne, dennoch nicht gerechtfertigt fand. Ich kann es nicht belegen, habe jedoch das Gefühl, dass insgesamt die Ansprüche an Schüler und Studenten zurückgeschraubt wurden.

1 Antwort
Doktoranden halten Noten für Promotionsarbeiten für zu gut
von konfuzius53 | #2-1

Diese Kritik und dieser Vorwurf sind dumm und sehr einseitig!

Die Anforderungen an Schüler und erst Recht an die Studierenden
sind real nicht zurückgeschraubt worden.

In der Praxis werden sowohl in den Schulen als auch in den Hochschulen nicht mehr Tiefenwissen vermittelt und gefordert, sondern ein sehr viel breiteres Wissensspektrum.

Die Industrie hat es so gewollt und Politiker, Lehrer und Professoren haben diese Wünsche kritiklos realisiert.

Die Bachelor- und Mastereinführung bzw. die unselige Bologna-Reform, die von den Hochschulprofessoren gewollt und trotz schlechter handwerklicher Vorbereitung und schlechter Durchführung
rücksichtslos durchgepeitscht werden lassen Grüßen.

Es ist erstaunlich und zeugt nicht von sittlicher Reife, dass die Hochschulen und auch die Politiker nicht bereit sind, die Realitäten zu akzeptieren und diesen Unsinn endlich abzuschaffen!

Unsere Jugendlichen bleiben aus den o.g Gründen immer länger in der Ausbildung und werden als Dank dafür auch noc

28.12.2012
13:51
Doktoranden halten Noten für Promotionsarbeiten für zu gut
von DerMerkerNRW | #1

Das ist doch in Deutschland speziell in Politik und Regierung so üblich, daß alles schön gerechnet wird! Darum sitzen ja auch die größten Nieten in Führungspositionen! Wie könnten wir uns sonst so einen Sprechenden ********** leisten! In Deutschland sind Schönschwätzer und Mittelmäßigkeit die Tagesordnung! Aber der hohe Anteil der verbl.deten Bevölkerung hat nichts anderes verdient!

Armes Deutschland

Aus dem Ressort
Dortmunds erste Notebook-Klasse soll Pionierarbeit leisten
Schule
Im Unterricht an deutschen Schulen finden Computer so gut wie nicht statt. An einer Dortmunder Schule gibt es seit Beginn des Schuljahres die stadtweit einzige Notebook-Klasse. Nach und nach sollen die Rechner fest in den Unterricht integriert werden. Eine Nachbarstadt ist da schon viel weiter.
Deutsche Schulen in "Neuen Medien" weltweit nur Mittelmaß
Lern-Ausstattung
Deutsche Schulen schneiden im weltweiten Vergleich schlecht ab, wenn's um die digitale Ausstattung geht. Zu wenig Computer, veraltete Geräte, keine "Neuen Medien" als Unterrichtsthema. Deutsche Schüler bringen sich den Umgang mit moderner Technik weitgehend selbst bei.
Schüler in Bottrop tüfteln an Elektronik von Luxuskarossen
Bildung
Das ist bestimmt ein Wunsch ganz vieler autobegeisterter Jungs. 14 Jugendliche aus ganz NRW treffen sich zu einem dreitägigen Seminar an der Hochschule in Bottrop. Sie erhalten einen Einblick in die Fahrzeuginformationstechnik und programmieren an den Autos. Wohlgemerkt, an sehr luxuriösen Karossen.
Oberhausener Schüler werden für einen Tag zu Straßenkindern
Soziales
Sechstklässler der Gesamtschule Weierheide in Oberhausen waren am Mittwoch in Sterkrade unterwegs, um Spenden zu sammeln und auf das Leid vieler Straßenkinder weltweit aufmerksam zu machen. Mehrere hundert Euro sind bei der Aktion zusammengekommen.
Gewerkschaften unzufrieden mit Bildungspolitik in NRW
Schule
Etwas Plus, aber mehr Minus – unterm Strich ist die Bildungs-Gewerkschaft GEW nicht sonderlich zufrieden mit der rot-grünen Bildungspolitik in NRW. Zur Mitte der Legislatur fordern sie mehr Investitionen, unter anderem in Maßnahmen gegen Schulabbrecher.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos
FOM
Bildgalerie
Fotostrecke
FOM
Simulierte UN-Konferenz
Video
Uni Duisburg-Essen
So feiern schottische Studenten
Bildgalerie
Eingeseift
Semesterstart an den Unis
Bildgalerie
Hochschulen
Top Artikel aus der Rubrik