Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Studium

Die Zahl der Gasthörer an Universitäten ist weiter gesunken

27.05.2013 | 09:51 Uhr
Die Zahl der Gasthörer an Universitäten ist weiter gesunken
Gasthörer besuchen besonders gerne Vorlesungen im Fach Geschichte. Die Zahl der Gasthörer insgesamt ist aber erneut zurückgegangen.Foto: dpa

Wiesbaden.  Die Zahl der Gasthörer an deutschen Universitäten ist weiter zurückgegangen. Um rund drei Prozent sank die Zahl der Gaststudierenden im Wintersemester im Vergleich zum Vorjahr. Ein Trend, der sich seit Jahren abzeichnet. Bei den mehr als 33.000 Gasthörern ist das Fach Geschichte besonders beliebt.

Die Zahl der Gasthörer an deutschen Hochschulen ist weiter gesunken. Im Wintersemester nahmen 33.600 Interessierte an Lehrveranstaltungen teil, das waren drei Prozent weniger im Vergleich zum vorherigen Wintersemester, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Der Rückgang entspricht dem Trend: In den vergangenen zehn Jahren verringerte sich die Zahl der Gasthörer um 18 Prozent. Geschichte war mit 4900 Gaststudenten das beliebteste Fach, auf Rang zwei und drei folgten Philosophie und Wirtschaftswissenschaften mit je 3000 Gaststudierenden.

Jeder zweite Gasthörer ist älter als 60 Jahre

Gasthörer an Unis sind vor allem ältere Menschen. Der Anteil der "Generation 60 plus " lag im Wintersemester 2012/2013 bei 51 Prozent. Zehn Jahre zuvor waren es 43 Prozent gewesen. Der Anteil der Gasthörer an allen immatrikulierten Studierenden beträgt nur gut 1 Prozent. Das Durchschnittsalter aller Studierenden lag im Wintersemester 2011/2012 bei 25,2 Jahren. Lediglich 0,2 Prozent oder 3700 immatrikulierte Studierende waren 60 Jahre alt und älter.

Seniorenstudium
Senioren an der Uni: Lernen nach dem Arbeitsleben

50 bis 65 Seniorenstudenten sind jedes Jahr an der Dortmunder Hochschule eingeschrieben. Das Seniorenstudium dauert fünf Semester und ist nach Angaben der Teilnehmer "durchaus arbeitsaufwändig". Dafür gibt es am Ende aber auch ein Zertifikat - und einen gewaltigen Batzen Wissen dazu.

Unter den Gasthörern waren im Wintersemester 2012/2013 16.400 Frauen, das waren 49 Prozent. 2200 besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit (7 Prozent). Gasthörer können auch ohne formale Hochschulreife an einzelnen Lehrveranstaltungen der Unis teilnehmen. Eine Abschlussprüfung ist aber nicht möglich. (dpa)


Kommentare
Aus dem Ressort
Umfrage soll Smartphone-Sucht an Wittens Schulen nachgehen
Sucht
Ohne Smartphone geht es für viele nicht mehr. Mit einer Umfrage an Wittens weiterführenden Schulen möchte die Wittener Sucht- und Drogenhilfe Erkenntnisse über die Smartphonenutzung der Jugendlichen gewinnen. Anschließend sollen neue Präventions- und Hilfsangebote entwickelt werden.
Herner Kinderchirurg entwickelt rückenschonende Schultaschen
Gesundheit
Weil er für seine Tochter keine geeignete Schultasche finden konnte, nahm der Kinderchirurg des Herner Marienhospitals, Dr. Micha Bahr, Kontakt mit der in Bergsteiger- und Wandererkreisen bekannten Firma Deuter auf. Zusammen entwickelten sie Schulrucksäcke, die die Wirbelsäule schonen sollen.
Ruhr-Uni Bochum bildet nun auch Ärzte für Ostwestfalen aus
Bildung
Das „Bochumer Modell“ wird zum Exportschlager. Die Zusammenarbeit von Universität und Krankenhäusern soll auf die Region rund um Bielefeld ausgeweitet werden. Die Auswahl der Kliniken für die jungen Medizinstudenten läuft. Die Kinderklinik Bethel setzt auf Prof Eckard Hamelmann, der Bochum verlässt.
Mülheim liegt bei Lernstandserhebungen gut im Rennen
Bildung
Die Ergebnisse aus Lernstandserhebungen an Schulen werden in der Regel nicht veröffentlicht. Erst die Anfrage eines Essener FDP-Landtagsabgeordneten brachte sie ans Licht. Dass die Schulen nicht offensiver damit umgehen, verwundert. Denn: Die Mülheimer Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.
Stadt Essen saniert Schulen für 15,3 Millionen Euro
Bauarbeiten
Während der Sommerferien werden die technischen Anlagen in 30 Essener Schulen saniert, erneuert oder erweitert. Die meisten Arbeiten konzentrieren sich wie auch schon in den vergangenen Jahren auf Brandschutz und Beleuchtung. Für rein kosmetische Umbauten fehlt der Stadt das Geld.
Umfrage
Das Beispiel ist krass: Ein 23-Jähriger wird auf Facebook einer Vergewaltigung bezichtigt — aber er ist unschuldig. Wurden Sie schon Opfer von Facebook-Hetze oder Mobbing?

Das Beispiel ist krass: Ein 23-Jähriger wird auf Facebook einer Vergewaltigung bezichtigt — aber er ist unschuldig. Wurden Sie schon Opfer von Facebook-Hetze oder Mobbing?

 
Fotos und Videos
FOM
Bildgalerie
Fotostrecke
FOM
Simulierte UN-Konferenz
Video
Uni Duisburg-Essen
So feiern schottische Studenten
Bildgalerie
Eingeseift
Semesterstart an den Unis
Bildgalerie
Hochschulen