Die Studierlust sinkt in NRW
04.03.2009 | 18:29 Uhr 2009-03-04T18:29:00+0100
Essen. Die Kehrseite der offiziellen Erfolgsmeldungen aus dem Wissenschaftsministerium: Trotz der Rekordzahlen bei den Erstsemestern nimmt die Anfängerquote seit 2003 insgesamt ab. Nimmt man diese Zahl als Maßstab, liegt NRW bundesweit allenfalls im hinteren Mittelfeld.
Stolz ist NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) auf diese Zahl: 71 300. So viele junge Leute nahmen im Wintersemester ein Studium an einer Hochschule des Landes auf – Rekord. „Studieren in Nordrhein-Westfalen ist heute so attraktiv wie nie”, so Pinkwart.
Doch ganz so „attraktiv” scheint das Studienland NRW nicht zu sein. Denn die wichtigere Zahl, die etwas über die Studierlust junger Menschen aussagt, ist die Studienanfängerquote. Sie zeigt, wieviele der Studienberechtigten tatsächlich von einer Schule an eine Hochschule wechseln. In NRW waren es nach neuen Zahlen des Landes 36,9 Prozent. Damit liegt NRW im Bundesvergleich im hinteren Mittelfeld, räumte das Ministerium ein – trotz der Rekordzahl. Nach einer Studie des Berliner Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie (Fibs) bildet NRW trotz der Steigerung bei den absoluten Anfängerzahlen bei der Übergangsquote bundesweit sogar das Schlusslicht. Dieses Ergebnis könne man aber statistisch nicht nachvollziehen, erklärte das Ministerium.
Klar aber ist, dass seit 2003 die Kurven der Studienberechtigten und der Studienanfänger auseinanderdriften. Während immer mehr junge Leute die Schulen mit einer Studienberechtigung verlassen, sank die Quote der Studienanfänger. Dabei muss man aber beachten, dass in NRW mit 52,5 Prozent eines Altersjahrgangs soviele junge Menschen eine Studienberechtigung erlangen wie in wenigen anderen Bundesländern. Doch zieht es sie offensichtlich nicht in gleichem Maße an die Hochschulen.
Über die Gründe könne man nur spekulieren, sagt Fibs-Direktor Dieter Dohmen: Fehlende Studienplätze und die hohe Zahl zulassungsbeschränkter Studiengängen, könnten mitverantwortlich sein. Überdies suchen viele junge Leute oft zunächst berufliche Sicherheit in einer Ausbildung. Auch die Studiengebühren könnten ein Grund sein für eine „Flucht” in gebührenfreie Bundesländer.
14:14
NRW liegt fast immer ziemlich hinten. Meine Kinder studieren in Hessen. Warum wohl?
14:03
Interessant ist auch, wenn zum Beispiel auf der Computern in der Bibliothek nun ein Aufkleber mit den Worten: Dieser Arbeitsplatz wurde aus ihren Studiengebühren finanziert! steht. Der selbe Rechner stand aber schon 3 Jahre vor den Gebühren an gleicher Stelle...
14:02
Selten habe ich ein Auseinanderklaffen zwischen Eigen - und Fremdwahrnehmung feststellen können wie bei Herrn Professor Dr. Pinkwart!!
Zur Zeit kämpfe ich für die Rückerstattung der Studiengebühren meines Sohnes, der über vier Jahre warten musste, bis er endlich seine Prüfung ablegen konnte.
Obwohl ich lückenlos durch Briefwechsel zwischen meinem Sohn und der Uni beweisen kann, dass er unverschuldet so lange bis zu seiner Abschlussprüfung warten musste, verweigert Herr Pinkwart die Rückerstattung der Parkgebühr.
Das lässt den Schluss zu, dass solche Studienbedingungen normal sind. Erwähnenswert ist sicherlich noch, dass mein Sohn zuständig war, selbst die Prüfungsordnung zu entwerfen
12:48
Pinkilanti kann es einfach nicht und die Schavanilanti auch nicht. Weder Liberale noch Christdemokraten verstehen viel von Bildungspolitik. Großmäulig haben sie die Bildungspolitik den Lobbyverbänden ausgeliefert. Die Zahlen belegen jetzt ihr komplettes Versagen.
11:37
Wer mal wissen will wie man als Student heutzutage von den Herrn Proffesoren behandel wird kann das im Forum der Uni Duisburg nachlesen.
http://forum.uni-due.de/viewtopic.php?t=36029
0 Betreuung, 0 Interesse und immer nur auf Maul von oben...
11:16
Die Studiengebühren - das weiß inzwischen nicht nur jeder Student - dient der Führungsriege der Landesregierung doch nur als Vorwand um das jahrzehntelange Missmangement zu kompensieren...
Wer heutzutage in NRW ein Studium in UGeh Essen anstrebt, kann nicht mehr ganz bei Trost sein:
Seminarräume, die für 30-50 Personen Platz bieten, sind mit teilweise bis zu 120 Teilnehmern, die sich auf die umgebenden Flure verteilen, überfüllt...
Wenn innerhalb eines Jahres zweimal die Rückmelde-Automaten für knapp 100.000 Euro ausgetauscht werden, und gleichzeitig jede noch so entbehrliche Dozentenstelle gestrichen wird, dann weiß man erst recht, dass unser Geld in guten Händen ist...
Professoren, die innerhalb eines Semesters bis zu 100 Examenskandidaten zu betreuen haben, würden gerne klagen, doch ist es ihnen qua Beamtenstatus untersagt...
...und gerade die in der Vergangenheit zu Protest neigenden Studenten haben ihre eigenen Probleme, als dass bei ihnen noch irgendwelche Hoffnung keimte, irgendetwas zum Besseren zu bewegen.
Herr Pinkwart hat jämmerlich versagt: absolut rein gar nichts hat sich gebessert!
Sein obiges Gerede vom attraktiven Studium in NRW ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen wie mich, die jetzt die Suppe auflöffeln müssen, die uns Herr Pinkwart eingebrockt hat!!
11:04
Außerdem: Nicht vergessen, seit dem neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bekommt ein fertig Studierter 1300€ netto (Steuerklasse I keine Kinder normales Alter). Dafür fasst kein Klempner einen Hammer an. Ergebnis: nur noch die letzten Gurken fangen (wenn überhaupt) im ÖD an und die, die gerne darauf studiert hätten lassen es sein.
09:46
Seit 2003 also? Wurden da nicht die Studiengebühren eingeführt? Da kam ich gerande in meine Ausbildung... Dachte ja die würde reichen zumal ich numal nicht nur für das Studium hätte arbeiten müssen.
Da hab ich ne Lösung für... Schafft die Studiengebühren wieder ab und die Lage wird sich wieder bessern. Aber verdammt, dann käme ja nix mehr rein, was man sich vielleicht heimlich einstreichen könnte... -.-
09:32
In den Schweinewinkeln werden die Menschen versauern, das ist freie Marktwirtschaft.
Selbst die Kinder aus den Schweinewinkeln die es, trotz aller Mühsal die so eine einsame Lage mit sich bringt es bis an die Uni geschafft haben, kommen nach dem Studium selten zurück.
08:41
Aha ja, ???
In Schweinewinkeln leben aber auch Schüler und Kranke Menschen. Sollen die dort versauern nur weil angehende Akademiker lieber einen auf dicke Hose in den Metropolen machen wollen. Super Einstellung !