Deutscher Weiterbildungspreis für Zuhause-Studiengang
02.02.2012 | 20:17 Uhr 2012-02-02T20:17:00+0100
Essen. Mit dem „Deutschen Weiterbildungspreis“ prämiert das Essener Haus der Technik wegweisende Lernkonzepte. Nun bekommt ihn ein Professor aus dem Schwarzwald. Er leitet einen Studiengang, den man fast komplett im Netz absolvieren kann. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.
Bildung endet nicht mit einem Zeugnis oder einem Diplom. Lebenslanges Lernen ist längst ein oft gehörtes Stichwort in einer sich rasant entwickelnden Gesellschaft. Doch wie können neue Weiterbildungskonzepte in der Praxis erfolgreich sein? Mit dieser Frage haben sich die Bewerber für den „Deutschen Weiterbildungspreis 2011“ beschäftigt.
Am Donnerstagabend wurde die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung vom Essener Haus der Technik (HdT) vergeben. Den Preis erhielt Prof. Josef Guttmann, Wissenschaftler und Lehrender am Universitäts-Klinikum Freiburg. Er leitet gemeinsam mit Prof. Edgar Seemann von der Technischen Hochschule Furtwangen den neuen, berufsbegleitenden Online-Masterstudiengang „Physikalisch-Technische Medizin“. Dieser kombiniert Aspekte aus den Bereichen Patientensicherheit und -versorgung, Ausbildung von Pflegekräften und Gerätebeschaffung. Zielgruppe sind Menschen, die bereits fest im Beruf stehen. Da sie das Studium größtenteils im Internet absolvieren, können sie sich die Inhalte orts- und zeitungebunden in ihrer Freizeit erarbeiten.
Bodo Hombach lobt Ehrentitel als "Investition in die Zukunft"
Bodo Hombach, Moderator des Initiativkreises Ruhr und Schirmherr des Deutschen Weiterbildungspreises, lobte bei der Verleihung den Ehrentitel als eine „Investition in die Zukunft.“ Er hob – mit Blick auf seine Generation – die Bedeutung des lebenslangen Lernens hervor: „Nicht die Jungen, sondern wir sollten unsere Bildungsschätze überprüfen.“ Die Frage sei, was die ältere Generation der Jugend zu bieten habe. „Was wir tun können: Nicht die Jungen mit unseren Erinnerungen langweilen, sondern uns mit ihren Hoffnungen beleben.“
Auch HdT-Vorstand Ulrich Brill fand lobende Worte für den Preisträger, dessen Studiengang einen deutlichen Qualitätssprung und eine Bereicherung für die Ausbildung von Ärzten und Wissenschaftlern darstelle.
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