Aus für die Studiengebühren rückt näher
18.02.2011 | 13:52 Uhr 2011-02-18T13:52:00+0100
Düsseldorf. Die Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen wird immer wahrscheinlicher. Nach dem Haushaltsausschuss stimmte am Freitag auch der Wissenschaftsausschuss mehrheitlich dem Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung zu, wie ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums in Düsseldorf sagte.
Die Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen wird immer wahrscheinlicher. Nach dem Haushaltsausschuss stimmte am Freitag auch der Wissenschaftsausschuss mehrheitlich dem Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung zu, wie ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums in Düsseldorf sagte.
Neben den Vertretern der Regierungsfraktionen sprach sich auch die Linke für die Gesetzesnovelle aus, die eine Abschaffung der Gebühren zum Wintersemester vorsieht. Ursprünglich hatte die Linksfraktion eine sofortige Abschaffung der Hochschulabgabe gefordert.
1000 Euro im Jahr
Die alte schwarz-gelbe Landesregierung hatte die Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester im Jahre 2006 eingeführt, um die Ausstattung der Hochschulen zu verbessern. Der rot-grüne Gesetzesentwurf sieht nun vor, den Hochschulen nach der Abschaffung der Gebühren jährlich Kompensationsmittel in Höhe von mindestens 249 Millionen Euro zusätzlich zum Landeszuschuss zur Verfügung zu stellen. Die Oppositionsparteien monieren jedoch, dass dieses Geld nicht ausreichend sei. (dapd)
22:17
Hallo #11 und #10, siehe schreiben da schlicht und ergreifend, provokativen Unfug, indem Sie beide behaupten, dass man vielfache Möglichkeiten sie (die Studiengebühren, man spricht nicht mal vom Studium!) sich günstig und fair [zu] finanzieren [lassen].
Man wird täglich mit Drucksachen überschwemmt, AUCH AUS DER ÖFFENTLICHKEIT.
Aber so was habe ich noch nie gelesen... Als ich in Frührente gehen musste, nicht wirklich musste, ich hätte auch mich sträuben, und im Fall einer Betriebs(teil)schliessung im Regen stehen können, weil der Besitzer, eine deutsche Stadtverwaltung, jetzt in China unsere deutschen Maschinen produziert, musste das eine Kind, das in der Zwischenzeit Studiengebühren bezahlte, einen regelrechten Krieg wegen Bafög führen!
Vielleicht ist es, weil ich selbst Bildungsausländer bin, und daher die Spielregel hier nicht so gut kenne(n kann)
Es leben aber Millionen Steuerzahler dieser Art in Deutschland... Ich bin felsenfest überzeugt, dass die 0,5 Millionen Luxemburger besser informiert sind! Man kann sogar nur 0,5 Millionen Einwohner richtig informieren. Die deutschsprachigen Belgier, nur 50.000 Seelen, bekommen ihre Information zuerst auf Deutsch! Und ich will keine Info in einer anderen Sprache!!! Nur überhaupt Information...
Der Doktorant, der bis Dez. Bafög einige Monate beziehen konnte, kriegt 3 Monate lang kein Bafög. Das Kind ist ja mit dem Studium fertig... Verdient aber noch gar nichts, sonst gefährdet es seine Doktorarbeit! Nicht nur kein Bafög: es entfällt auch das Ticket für die öffentliche Verkehrsmittel, ein Riesenkostenpunkt bei Fussgängern auf Grund der überteuerten Tarife in NRW! Da unsere Stadt 6 km entfernt von den günstigen Regionaltarife ist, kann es nur noch nach Hause fahren, wenn es Volltarif bezahlt, ist ja immerhin über 27... Wieso studiert der Blödmann auch so lang? Er wird sogar noch viel länger studieren müssen, ist nämlich nur 2/3tel fertig. Muss noch ein 3. Staatsexamen erst in Jahren bestehen! Und Deutschland braucht welche, hat nicht genug, macht aber wirklich alles, dass jeder Angst nicht nur vor der Studiums- und hinterher praktischen Arbeit bekommt, sondern auch vor den Bedingungen...
Studiengebühren hätten nie als Festsatz stehen dürfen! Das Milliardärkind aus der gleichen Promotion als unser Kind bezahlt einen lächerlichen Quartalsbetrag. Für mich mach er mehr als ein Monat Rente aus, und ich war Einzelverdiener also heute Einzelbezieher von Rente.
Der gleiche Krieg steht heute beim anderen Kind ab Wintersemester 11-12 an!
Und warum verdient nur ein Ehepartner GERADE BEI DIESEN FAMILIEN, die HEUTE STUDIENGEBÜHREN entrichten? Weil es keine Kindergartenplätze noch Tagesstätte gab...
DIESE KINDER haben
- keinen Kindergartenplatz gehabt,
- mussten 13 Jahre bis zum Abi lernen, und damit auf 1 Jahr Einkommen verzichten, bzw. deren Eltern
- haben falls männlich Dienst geleistet (will man auch abschaffen)
- und bezahlen die Studiengebühren!
Damit hat man (die egoistischen Politiker, die studieren konnten, ohne selber Studiengebühren bezahlt zu haben) die gesamte Last auf wenigen Jahrgängen bzw. deren Familien konzentriert...
13:04
#6 und #7: Wenn Sie die 1000€ nicht aufbringen können gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können eine Ausnahme von den Studiengebühren beantragen, sie können ein Studentenbeitragsdarlehen aufnehmen, das ihre Kinder dann nach dem Studium 2 Jahre Wartezeit abhängig von ihrem Gehalt zurück zahlen können. Oder sie können einen Studentenkredit beantragen, der monatlich ausgezahlt wird (Betrag können sie selbst wählen), dort sind die monatlichen Raten dann allerdings sofort fällig. Die beiden letztgenannten Möglichkeiten sind UNABHÄNGIG vom Gehalt der Eltern. Beide Möglichkeiten haben einen staatlich garantierten Maximalzinssatz der deutlich unter dem von normalen Krediten liegt, auch ein vorübergehendes Aussetzen bzw. nachträgliches Anpassen der monatlichen Raten ist jederzeit möglich. Diese 500 Euro/Semester sind wirklich kein Hindernis. Wer sie sich nicht leisten kann hat vielfache Möglichkeiten sie sich günstig und fair zu finanzieren.
11:30
PS: Es ist und bleibt ein Märchen von wegen: Wegen Studiengebühren kann unser Kind nicht studieren. Wer dies behauptet, verkennt die Realität und hat sich nicht richtig informiert. Nie war es einfacher an Darlehen und Studienbeihilfen zu gelangen - die erst weit nach Studienabschluss abgezahlt werden müssen. Also erspart uns die SPD-Lüge von wegen, Studiengebühren würden das Studieren erschweren. Das Gegenteil ist der Fall - zumal durch Studiengebühren Studienziele schneller erreicht - Studierende schneller abschließen und entsprechend schneller und früher Geld erwirtschaften.
11:27
Trotz Studiengebühren verzeichnen die Universitäten in NRW in den letzten beiden Semestern Rekordzahlen bei Neueinschreibern, ebenso was die Abschlussraten und die Erfolgsquoten angeht. In keinem Bundesland ist die finanzielle Unterstützung der Studierenden besser - so können Studiengebühren zunächst über die KfW-Bank als zinsfreies Darlehen bezogen und zwei Jahre nach Abschluss zurückgezahlt werden - übrigens bei Abschluss in der Regelstudienzeit in der Regel nur als Teilrückzahlung - eine Art Erfolgsprämie.
DIe Studiengebühren führen zu erheblichen Verbesserungen der Betreuung und der Personalausstattung (Tutoren, Dozenten).
Doch nun sollen die - häufig in Eigenregie der Unviersitäten erfolgreich eingebrachten Projetke und Optimierungen - ersatzlos gestrichen werden: Hiwi-Jobs fallen massenweise weg, Dozenten können nicht mehr bezahlt werden. Und das gerade dann, wenn Doppeljahrgang und Aussetzung der Wehrpflicht anstehen. Der zukünftige Ansturm an Universitäten hat sicherlich nichts mit der Abschaffung der Studiengebühren zu tun. Die Gefahr einer erheblichen Qualitätseinbuße in der Lehre aber sehr wohl.
19:23
War die Privat Uni Witten zuletzt in den Schlagzeilen, weil sie fast pleite war?
20:26
Wir als Arbeiterhaushalt freuen uns, das unser Sohn dann auch studieren kann.Wär so nicht möglich!
00:52
Gut, dass die Studiengebühr wieder abgeschafft wird.
Wir zahlen für 2 Kinder 1.000 Euro plus Sozialgebühren von 420 Euro.
Welcher Arbeiterhaushalt kann das schon?
21:42
Hallo Kajovo, Die private Uni Herdecke-Witten hat die Lösung: ihre Studente zahlen hinterher, wenn sie diplomiert sind, und gutes Geld mit einem hoffentlich weiterführenden Studium, so Medizin aber nicht nur das, verdienen, einen Anteil ihres guten Einkommens.
Hätte Deutschland das mit ehemaligen Studenten gemacht, anstatt gute Elemente zu behindern, ein Studium mit Rücksicht auf der Einkommenslage ihrer Familie anzufangen, und eher die reichen schlechten über die Gebühr einen Vorsprung zu geben, wären wir heute weiter!
Aber nein, es herrscht hier hochgradiges Eigoismus der alten Generation. Da bin ich mit Ihnen einverstanden!
Zumindest sollte die Gebühr variabel nach dem Einkommen beider Eltern sein! Und Bildungsausländer sollten nur im Rahmen von engen Quoten günstig hier studieren dürfen. Da kommen auch nur die Kinder von oft immens reichen Familien, und studieren fast umsonst...
19:37
Na prima, überlassen wir dank SPD/Grünen und der Linken unseren Kindern und Kindeskindern noch mehr Schulden, wir haben es ja!
19:27
wie werden die Generationen der Eltern, die das extra gegenüber denjenigen vorher und denjenigen nachher entschädigt? es sind auch die Eltern, die keine Kiga-Plätze bekamen, bevor das Kind 4 1/2 wurde, weil die Stadt nicht verpflichtet war, den Bedarf ganz abzudecken, es sind daher die Eltern, wo die Mutter den Beruf aufgab. Es sind auch die gleichen Eltern oft, die keine vernünftige Zusatzrente aufbauen konnten. Es sind immer noch die Eltern, die von den Reformen in der Erstattung im Gesundheitswesen am Schwersten getroffen sind: Rausnehmen vom augenärztliche Leistungen, Zahnersatz etc. bei sprunghaften anstieg der KK-Sätze von 10,2 % auf 14,5 %. Auch sind es die Eltern, die auf schwer erspartes heute kein Zins bekommen! Hm! Und mal zählt sonst den Verdienst der Erfolgreichen hier in Millionen...