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AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert

19.12.2007 | 14:58 Uhr

Bochum. Der Versuch, den wegen des Mensaparty-Festivals in Kritik geratenen AStA der Ruhruniversität abzuwählen, ist am Dienstagabend gescheitert.

Im Studierendenparlament (StuPa) gab es auch nach zwei Wahlgängen keine Mehrheit für eine Abwahl. Der CDU-nahe Ring christlich-demokratischer Studenten (RCDS) und die Linke Liste hatten Kandidaten in das Rennen um die Ablösung des amtierenden AStA-Vorsitzenden Fabian Ferber (Lüdenscheid) von der Juso-Hochschulgruppe RUB-Rosen geschickt. Ohne Erfolg. Die RUB-Rosen, die zehn der insgsamt 35 Mitglieder im Studierendenparlament stellen, nahmen an beiden Abstimmungen nicht teil. Keiner der beiden Kandidaten erreichte die erforderliche Mehrheit. Damit ist die Geschichte der Zerstrittenheit der politischen Gruppen im Bochumer StuPa um ein weiteres Kapitel reicher.

 Damit sind die Chancen für den amtierenden AStA gut, die Geschäfte bis zur Neuwahl des StuPa Ende Januar fortzuführen. „Wir wollen ein Finanzierungskonzept umsetzen, um ein Haushaltsloch zu vermeiden”, kündigte Fabian Ferber an. Dazu gehört eine „Umstrukturierung der AStA-Betriebe”: Die Druckerei und der Copy-Shop sollen kostensparender arbeiten. Außerdem sei ein Volksbegehren gegen Studiengebühren geplant.

 Im Rückblick auf die Mensaparty verteidigte Ferber gegenüber der WR den Versuch, ein hochkarätiges Musikfestival in Eigenregie auf die Beine zu stellen – gab allerdings zu, nicht mit „derart vielen Unwägbarkeiten” gerechnet zu haben. Damit dürfte der AStA-Vorsitzende wohl auch die Gegenkampagnen, u. a. von der Linken Liste, gemeint haben. Mit der Neuauflage des Festivals (Culcha Candela, 2raumwohnung, Juli) Anfang Dezember wollte der AStA an die Erfolge früherer Mensapartys anknüpfen. Statt der erwarteten 4 500 Besucher kamen allerdings lediglich 2 000 Gäste.

Für den 8. Januar hat sich nach WR-Informationen der Landesrechnungshof angekündigt, um die AStA-Finanzen unter die Lupe zu nehmen.

Carsten MENZEL

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Kommentare
21.12.2007
16:06
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Demokrat75 | #12

Vorbei die Zeiten der schönen und immer gut besuchten Uniparty, vorbei die Zeit, als auch nicht Studierte etwas von den Ereignissen auf dem Campus mitbekommen haben.

Eine Festival wie das nun Gescheiterte hätte funktionieren können, aber wenn man schon wenige hundert Meter vom Campus entfernt (Markstrasse) nicht einmal etwas mitbekommt (Plakat, Flyer) dann kann man auch nicht hingehen.

Schade finde ich, daß der AStA jetzt sprichwörtlich auf die Fresse kriegt weil es nicht funktioniert hat.
Was wäre gewesen, wenn es funktioniert hätte ? Wären dann die Jubelarien groß und laut gewesen ?

Woran es letztendlich gescheitert ist, kann ich nicht beurteilen, aber wenn es schon kein Unifest mehr gibt, hätte dies ein möglicher Ersatz werden können.

Wirklich schade !

P.S.:
Auch nicht studierte Mitbürger wären grundsätzlich zahlende Gäste gewesen, es sei denn man wollte unter sich bleiben.....

21.12.2007
14:14
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Youcan | #11

Diese Party war von Anfang an eine Farce. Mit ein wenig normalen Menschenverstand hätte man wissen müssen, dass die Party nur scheitern kann: Wer will über zehn Stunden in der Mensa rumhängen? Wer geht denn um ein Uhr Mittag feiern? Dann alles zur Weihnachtszeit, wo das Geld eh knapp ist, da gibt man sicher nicht so viel Geld für eine Karte aus. Und dann das Lineup: Ein großer Name hätte gereicht, mit dem man locken kann und dann halt kleine lokale Bands die weniger Kosten. Davon abgesehen: Wenn man dann doch so was auffährt, dann sollte man auch ein wenig mehr Werbung machen. Die Juraparty wurde besser beworben als diese Schwachsinnsveranstaltung.
So sorglos mit dem Geld der Studenten umzugehen ist einfach unverantwortlich. Eine Frechheit.

20.12.2007
14:15
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Sven | #10

Ich kann nur hoffen, daß die Aussage, die Linke Liste habe eine Gegenkampagne gefahren, in den nächsten Tagen richtiggestellt wird. Mit seriösem Journalismus hat das nicht mehr das geringste zu tun.

Mich irritiert auch, daß bezüglich der Haushaltslage nur Fabian Ferber zu Wort kommen darf. Schließlich standen auf der SP-Sitzung zwei Kandidaten (von der Linken Liste und dem RCDS) über eine Stunde Rede und Antwort, wie es um den Haushalt steht und wie man ihn sanieren könnte.

Falsch sind schließlich auch die genannten Zahlen: Der AStA kalkulierte nicht mit 4500 verkauften Karten, sondern mit 5000 (4000 regulär, 1000 After-Show-Party). Und zur Party kamen niemals 2000 Gäste! Aber selbst wenn: Entscheidend ist, wie viele Personen Eintritt bezahlt haben. Und das waren nur wenige hundert. Über die Diskrepanz zwischen Gästen und verkauften Karten hätte der Redakteur mal etwas schreiben können.

20.12.2007
11:39
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Thomas.Lau | #9

Verschwunden ist nichts, nur offline gestellt. Die Gründe sind dem Nutzer mitgemailt worden, die Mail kam unzustellbar zurück.

20.12.2007
11:14
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Roman | #8

und wie von Zauberhand ist das vorherige Statement eines Romans verschwunden und mein vorheriges Statement sinnentleert...

20.12.2007
10:29
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Roman | #7

Schön, dass hier Menschen meinen Vornmane nutzen, um zu suggerieren, ich hätte das verlauten lassen.
Der Roman vor 2h war definitiv nicht Roman vom RCDS.

Aber zum Inhalt:
WAZ-Konzern: Wir erwarten doch jetzt nicht eine ausgewogene Berichterstattung, oder?
Zu erklären, dass die Party ob einer Kampagne gescheitert sei, ist Schwachsinn.

Aber Uneinsicht ist wohl Herr Ferbers zweiter Vorname. (ich würde nicht mal ausschließen, dass er selbst als Roman gepostet hat, um sich in die Opferrolle zu drängen...)

20.12.2007
10:25
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Daniel | #6

Der einseitigste Artikel, den die WAZ zu diesem Thema veröffentlicht hat. Warum werden die statements von Fabian Ferber ohne eine kritische Prüfung der Faktenlage übernommen? Es waren keine 2000 Leute auf der Party - dies ist seit langem bekannt. Und verkauft wurden wohl nur wenige hundert (genau kann man das nicht sagen, weil der AStA bis heute die Einnahmen nicht gezählt hat!). Und von welcher Gegenkampagne der Linken Liste ist hier die Rede? Es ist doch wohl Aufgabe einer parlamentarischen opposition, auf die Missstäne aufmerksam zu machen, die sich anbahnen, oder etwa nicht? Es war schließlich abzusehen, daß ein sechsstelliges Defizit alleine mit der Mensaparty eingefahren wird.

Wäre schön, wenn der Redakteur noch einmal recherchieren würde und in einem weiteren Artikel dann einige Sachen klarstellt. Ansonsten werde ich mein Abo nämlich kündigen!

20.12.2007
09:03
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von dietmarku | #5

Korrupt, uneinsichtig, unfähig die besten Voraussetzungen für eine erfögreiche Politikerkarriere.
Vieleicht werden wir Herrn Fereber in ein paar jahren über Sozialscmarotzet lamentieren hören.

20.12.2007
07:48
Blockierter Kommentar.
von Roman | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

20.12.2007
07:23
AStA-Abwahl an der Ruhr-Uni gescheitert
von Martin | #3

Es ist für eine seriöse Zeitung schon mehr als Schwach, dem den skandalösen Geschehnissen um die Mensa Party in einem Artikel lediglich den AStA-Vorsitzenden, der das Ganze ja zu verantorten hat, zu Wort kommen zu lassen. Wurde überhaupt mal einer der Leute gefragt, die den ganzen Skandal überhaupt erst aufgedeckt haben? Wurde dass, was der Ferber da behauptet mal gegenrecherchiert? Ich bin hier doch ziemlich enttäuscht von der WAZ.

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