Waffen
Bundeswehrpistolen auf Schwarzmarkt in Afghanistan
12.10.2009 | 13:55 Uhr 2009-10-12T13:55:00+0200Hamburg. Pistolen aus Bundeswehrbeständen sind nach Medienberichten auf dem Schwarzmarkt in Afghanistan aufgetaucht. Die Waffen vom Typ Walther P-1 gelten demnach in Afghanistan und Pakistan als Prestigeobjekte und werden zu Preisen von teilweise über 1000 Dollar gehandelt.
Deutsche Pistolen aus Bundeswehrbeständen werden einem Medienbericht zufolge auf dem Schwarzmarkt in Afghanistan und Pakistan gehandelt. Darunter seien Waffen aus einer Lieferung des Bundesverteidigungsministeriums von 10 000 Pistolen an die afghanischen Sicherheitskräfte, berichtet NDR Info. Afghanische und pakistanische Waffenhändler sagten dem Sender, es seien Hunderte deutscher Pistolen im Angebot. Weder die Bundesregierung noch eine zuständige US-geführte Sicherheitseinheit hätten den Verbleib der Waffen verfolgt.
Prestigeobjekte in Afghanistan und Pakistan
Wie der Sender weiter meldet, gelten deutsche Pistolen vom Typ Walther P-1 in Afghanistan und Pakistan als Prestigeobjekte und werden zu Preisen von teilweise über 1000 Dollar gehandelt. Nach Auskunft von Experten und Waffenhändlern sei eine fast 50 Jahre alte, aber nahezu unbenutzte Bundeswehrwaffe in Kabul für 1600 Dollar angeboten worden. Unter anderem verkauften aktive und ehemalige afghanische Polizisten und Soldaten die Waffen illegal.
Das Bundesverteidigungsministerium erklärte, es habe den Altbestand von 10 000 ausgemusterten Walther-P1-Pistolen im Januar 2006 «zur Ausrüstung der im Aufbau befindlichen Sicherheitskräfte» an das afghanische Innenministerium übergeben, das die Waffen dann an Polizei und Armee verteilt habe. Über einen möglichen Waffenhandel gebe es keine Erkenntnisse. Die Behörden in Kabul hätten versichert, dass die «Waffen ausschließlich von afghanischen Sicherheitskräften verwendet werden». Man werde aber jetzt prüfen, ob es weitere Erkenntnisse gebe und «ob wir noch strengere Vorkehrungen treffen müssen».
Der Grünen-Verteidigungsexperte Winfried Nachtwei bezeichnete die Vorgehensweise der Bundesregierung als «grob fahrlässig». Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von einem «Risiko für die eingesetzten Deutschen» in Afghanistan. Beide fordern eine Untersuchung des Vorgangs.
Nach NDR-Informationen hatte der Bundessicherheitsrat 2005 den bislang einzigen deutschen Waffen-Export nach Afghanistan seit dem Sturz des Talibanregimes genehmigt. Die Berliner Regierung sei damit von ihrem Grundsatz abgewichen, wonach Waffen von der Ausstattungshilfe außerhalb der NATO ausgeschlossen sind. Der Bundestag habe von der Lieferung erst nach der Übergabe erfahren. (ddp)

16:30
Ich sach ma so:
Die BW bringt verbrauchte Ballermänner sofort zurück.
Watt da unfachmännisch entsorgt wird, taucht unvermittelt in Marxloh wiedda uff.
12:37
Ich lach mich platt! Dumm gelaufen, oder? Wieder ein schlimmer Fall der deutschen Bananenrepublik. Und wer führt diese Bananenrepublik an? Ich verkneife mir die Antwort!
00:56
Die weitwegwerf Pistolen ...
*LOL* mit solchem Schrott wurde die BRD verteidigt, aber es hat sich nicht wirklich was geändert. Zum Glück haben wir FDP-Wähler die man an die Front schicken kann...
21:11
über 1000 Dollar für das Mistding? Naja zum werfen ist das Ding gut, aber zum Schießen?
Und wieder werden die Afghanen über den Leisten gezogen.
15:51
Ich muss schmunzeln über diese Nachricht. An die P1 (Walther P38) kann ich mich noch sehr gut erinnern aus meiner Wehdienstzeit 1981/82. Schon damals war diese Pistole veraltet und konnte bei intensivem Gebrauch sehr fehleranfällig werden. Und sowas wird nach Afganistan verschenkt.....
Wirklich interessant, da das Ding mehr zum Werfen als zum Schießen taugt.
15:25
Stellt sich die Frage: Was haben wir denn den afghanischen Sicherheitskräften noch an Waffen zur Verfügung gestellt?
14:53
Das Verbot für Lieferungen in Krisengebite interessiert doch niemanden. Israel ist ein aggressives Krisengebiet erster Ordnung und wird weiter von uns aufgerüstet, sogar mit U-Booten. Da sind die Pistolen nur ein kleines Mittel zur Erhöhung des Einkommens.....
14:02
Aber so werden wenigstens bei der Bundeswehr mit Hilfe des Verteidigungsministerium neue Planstellen geschaffen.....
14:00
Na jetzt sind se aber alle erstaunt....wie kann denn das geschehen, wir haben die Waffen doch guten Gewissens verkauft....und wer dann danach damit getötet wird, ob deutsche Soldaten oder Afghanische Schülerinnen....ist halt von den Waffenverkäufern nicht zu beeinflussen
13:53
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