Bundeswehr-Reservistenverband schmeißt NPD-Mitglieder raus
09.12.2011 | 16:24 Uhr 2011-12-09T16:24:24+0100
Bonn. Der Reservistenverband der Bundeswehr distanziert sich von Rechtsradikalen. Deshalb schließt der Verband Mitglieder der rechtsextremen NPD aus seinen Reihen aus. Bislang hat der Verband 57 NPD-Mitglieder rausgeschmissen, zwölf weiteren sei jetzt eine Kündigung zugeschickt worden. Noch seien keine Beschwerden von NPD-Mitgliedern bekannt.
Der Verband der Reservisten der Bundeswehr schließt Mitglieder der NPD aus seinen Reihen aus. Wie Verbandspräsident Roderich Kiesewetter am Freitag in Bonn mitteilte, hätten bisher 57 erkannte Mitglieder der NPD den Verband verlassen müssen. Weiteren zwölf NPD-Mitgliedern sei die Kündigung zugegangen. Das betreffe acht Mitglieder in Sachsen, zwei im Saarland und jeweils ein Mitglied in Baden-Württemberg und in Hessen.
Bisher hat nach Angaben von Kiesewetter kein Mitglied gegen seinen Ausschluss Widerspruch eingelegt. Ein Verbandsmitglied aus Sachsen habe vor zehn Tagen freiwillig den Reservistenverband verlassen. "Mitglieder der NPD haben im Reservistenverband nichts verloren", betonte Kiesewetter. Die jüngsten Meldungen über rechtsextremistische Untaten würden den Reservistenverband einmal mehr bestärken, noch entschiedener gegen NPD-Mitglieder vorzugehen, unterstrich Kiesewetter. Gegen sie werde rechtlich einwandfrei vorgegangen. (dapd)

12:57
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12:32
Ein extrem "demokratisches" Verfahren, was den Vorgaben des Grundgesetzes in allen Belangen voll entspricht - so der Versuch der Darstellung in der Öffentlichkeit. Aber - besser als mit diesen Rausschmissen kann man undemokratisches Verhalten und Verletzungen des Grundgesetzes kaum dokumentieren.
Andererseits kann man die Reaktion des Bundeswehrverbandes aber auch verstehen. Die NPD fordert schliesslich - wie die Linke - auch:" Bundeswehr raus aus Afghanistan". Wer so als Spielverderber einer als USA und NATO-Vasalle in einen Krieg hineingezogene Bürokratenarmee auftritt, der spürt eben dann auch den Zorn der Bundeswehr-Reservisten - beziehungsweise der Verbandsfunktionäre.
12:25
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01:39
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22:06
Ich finde, der Reservistenverband hat sich viel Zeit damit gelassen. Menschen, die einer Partei angehören, die sich selbst als verfassungsfeindlich darstellt, haben in der Armee der BRD nichts zu suchen und sollten auch keine Waffen in die Hand bekommen.
21:36
@4
Und Sie entscheiden, dass die NPD eine "Systemüberwinderpartei" ist. Gehts noch?
19:26
@2
Der Reservistenverband bekennt sich in seiner Satzung explizit zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung ... das ist eindeutig nicht vereinbar mit der Systemüberwinderpartei!
Ein e.V. ist nicht an solche Formalitäten gebunden, wie das Bundesverfassungsgericht, das sich von ein paar V-Leuten am Parteiverbot hindern lässt.
17:48
Die rechten Menschenverachter sollten überall kein Bein mehr auf den Boden kriegen !
Vermieter, Ausbilder und Arbeitgeber sind hier gefordert !