Bundestag lädt 300 Behinderte ein - und dann wieder aus
14.10.2011 | 08:28 Uhr 2011-10-14T08:28:00+0200
Berlin. Peinliche Panne im Bundestag: Ein geplantes Treffen von Menschen mit Behinderung wurde abgesagt, 300 Teilnehmer wieder ausgeladen. Die Veranstalter hatten Sicherheitsbedenken - weil sich 100 Rollstuhlfahrer angemeldet hatten.
Es klingt paradox: Der Bundestag muss eine Veranstaltung für behinderte Menschen absagen - ausgerechnet weil zu viele Eingeladene im Rollstuhl sitzen. „Verwaltungstechnische Sicherheits- und Brandschutzgründe“ hätten den Ausschlag gegeben, sagte ein Bundestagssprecher.
Organisatoren hatten weniger Rollstuhlfahrer erwartet
Die Gäste sollten am 2. und 3. Dezember auf Initiative der Fraktionen und des Deutschen Behindertenrats in Workshops behindertenpolitische Themen wie die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention diskutieren. Die Ergebnisse sollten sie abschließend im Plenarsaal vorstellen.
Eine schöne Idee, die Umsetzung indes scheitert an der Realität. Rund 100 der 300 geladenen Gäste sitzen im Rollstuhl, was angeblich im Notfall zu erheblichen Problemen geführt hätte. Die Organisatoren hatten zuvor Experten konsultiert und mit weit weniger Rollstuhlfahrern gerechnet.
Im Netz bekommen die Planer wegen ihrer Absage eine gehörige Breitseite Hohn ab. „Ja, wer rechnet denn mit sowas? Da macht man eine Veranstaltung zum Thema Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und die Leute, die teilhaben sollen, kommen auch noch“, spottet etwa Christiane Link in ihrem Blog Behindertenparkplatz.de. „Man bedauert die Absage. Aber keiner sagt, was alle denken: Wie peinlich!“
Nachholtermin erst in einem Jahr
„Damit hat das wirkliche Leben auf äußerst unangenehme Weise den Bundestag eingeholt“, bedauert auch Mitinitiator Ilja Seifert, behindertenpolitischer Sprecher der Linksfraktion und selbst Rollstuhlfahrer. Im Oktober 2012 soll die Veranstaltung im Bundestag nachgeholt werden.
„Die Zusammensetzung der einzuladenden Personen“ solle dann „den Gegebenheiten der Räumlichkeiten“ entsprechen - ein schmerzliches Eingeständnis, dass auch der Bundestag schnell an die Grenzen der Barrierefreiheit stößt.

20:20
Oh heilige Modaration,
da behauptet jemand, Deutschland sei ein faschistoides System (#9), und wird nicht editiert, aber eine Antwort darauf, durchaus nicht beleidigend, wird kommentarlos gelöscht.
13:12
Es wurden 300 Behinderte in den Bundestag eingeladen, daß davon 100 im Rollstuhl sitzen würden, wusste man leider nicht.
P.S.: Ich hab schonmal mit denen zu tun, daher....
10:09
@#26
Weiß ich das nicht, bevor ich die ganzen Leute einlade?
Zur Not muss eben eine andere Location gewählt werden.
Außerdem: Was haben Sie gegen den Beruf des Event-Managers? Sie können es auch Veranstaltungskaufmann nennen (ist nicht ganz das Gleiche); das ist ein anerkannter Lehrberuf.
21:29
#25
Und wie wollen Sie bitte Fluchtwege entspr. bereitstellen?
Wände einreißen?????
Es geht hier nicht um Behinderten WC`s ......
Event-manager? achja.....
19:32
@19
Es gibt auch andere Institutionen, bei denen die Kantine nicht alle Leute fassen kann. Dann muss eben zwangsläufig in Etappen gegessen werden. Außerdem können auch fürs Catering zusätzliche Räume eingerichtet werden.
Auch können natürlich behindertengerechte Toiletten in ausreichendem Maße fehlen. Die aber kann man mieten - wie normale Klos.
Wenn man will, geht alles! Jeder Event-Manager, der ein wenig Erfahrung mitbringt, bekommt das hin!
13:47
Ich dachte im Bundestag sitzen regelmäßig über 600 Behinderte?
13:30
Bitte welcher öffentliche Raum/Gebäude ist auf eine prozentual derart große Anzahl Rollstuhlfahrer ausgelegt????
Ständig das Genöle über Politiker und sinnlose Ausgaben....
Im Bus und im Fussballstadion gibt es jeweils ein paar zugewiesene Plätze, genauso wie im Bundestag. Sind die voll, muss man draußen bleiben, so ist das leider, man kann es nicht ändern, oder wieviel Fahrstühle wollen Sie im Bundestag verbauen, 50?
Also mal die Kirche im Dorf lassen, in Deutschland ist es als Behinderter zu leben, sicher angenehmer als in manch anderem Land, auch wenn es nicht perfekt ist.
Die Bahn rüstet gerade im Ruhrgebiet massiv die Bahnsteige mit Aufzügen aus, das geht nicht von heute auf morgen, aber es wird .....
der SAMMY
13:28
#20 von r.kant: 1/3 geht für soziales drauf, und 2/3 für asoziales...
13:23
Cool, muss der Schäuble jetzt auch draußen bleiben?
13:11
@ 14
1/3 des gesamztem Bundeshaushalte geht für irgendwas soziales drauf. Das reicht euch natürlich nicht, nicht so lange jeder Bessermensch seinen sozial finanzierten ERNST hat, was?. Phantasten.