Bundesregierung will Bürger besser vor Einbrechern schützen

Ein Einbruch hinterlässt Spuren. Sowohl am Haus, als  auch beim Opfer persönlich.
Ein Einbruch hinterlässt Spuren. Sowohl am Haus, als auch beim Opfer persönlich.
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Was wir bereits wissen
Die Koalition hat ein Programm vorgelegt, das Einbrechern das Leben schwer machen soll. Auch der organisierten Kriminalität wird das Handwerk gelegt.

Berlin.. Angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen will die Große Koalition die Bundesbürger jetzt besser vor Einbrechern schützen. Auch gegen die organisierte Kriminalität, vor allem gegen Rockerbanden, wollen Union und SPD entschiedener vorgehen. Und: Straftätern drohen künftig auch Fahrverbote statt Geldstrafen.

Die Pläne sind Teil eines Programms zur effektiven Kriminalitätsbekämpfung, auf das sich die Spitzen der Koalitionsfraktionen am Donnerstag bei einer Klausurtagung in Göttingen verständigten.

Sicherheit Nach vorläufigen Daten wurden 2014 rund 153.000 Einbrüche registriert - 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders dramatisch war der Anstieg in Bayern (28 Prozent) und Baden-Württemberg (19 Prozent). Rückläufige Zahlen verzeichneten 2014 allerdings NRW (-3,9 Prozent), Niedersachsen (-6,9 Prozent) und Thüringen (-11,3 Prozent).

Mehr Zuschüsse für bessere Schlösser

Ansetzen wollen Union und SPD jetzt an zwei Stellen: Zum einen sollen die Anreize für Mieter und Eigentümer erhöht werden, zur Einbruchsicherung in stärkere Türen, bessere Schlösser, Fensterverriegelungen oder andere Schutzvorkehrungen zu investieren. Ein entsprechendes Zuschuss- und Kreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW will die Koalition aufstocken. Die steuerliche Absetzbarkeit solcher Investitionen wird übergeprüft. Die Ausstattung von Polizei und Justiz in Bund und Ländern soll verbessert werden.

Intensivieren will die Koalition auch den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität: Unter anderem soll die Abschöpfung der Gewinne erleichtert und kriminellen Rockerclubs schneller die Vereins-Privilegien entzogen werden.

Die Koalition kündigte schließlich an, die Bundespolizei weiter personell aufzustocken und besser auszurüsten.