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Bundespräsident Wulff will Druck standhalten

18.12.2011 | 10:28 Uhr
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
Bundespräsident Christian Wulff am Samstag in Wittenberg. Foto: Jens Schlüter/dapd

Berlin.   Die Opposition verlangt von Bundespräsident Christian Wulff dringend Aufklärung in der Kreditaffäre. Doch der weist weiter jede Schuld von sich. Einen Rücktritt schließt er aus.

Bundespräsident Christian Wulff sieht wegen des umstrittenen Privatkredits für sein Haus keinen Anlass zum Rücktritt. Wulff nahm am Samstagabend persönlich Stellung und betonte, dass er das, was er getan habe, verantworten könne.

Hintergrund ist ein privater Kreditvertrag aus dem Jahr 2008, der laut Wulff mit der Ehefrau des befreundeten Unternehmers Egon Geerkens geschlossen wurde. Wulff , damals Ministerpräsident von Niedersachsen, steht deshalb seit Tagen unter Druck. Am Freitag hatte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet, dass der Kredit doch mit dem Freund ausgehandelt worden sei. Wulff ließ über seine Anwälte am Freitagabend mitteilen, das Darlehen stamme von Edith Geerkens.

Am Samstagabend wich Wulff am Rande einer Fernsehaufzeichnung in Wittenberg Antworten auf Journalistenfragen zu dem Thema aus: „Das ist natürlich nicht der Ort, zu einem solch wichtigenThema angemessen Stellung zu nehmen“. Er fügte hinzu: „Ich glaube, ich habe alles dazu gesagt - das gilt auch.“

„Man muss selber wissen, was man macht und das muss man verantworten.“

Später äußerte sich Wulff im Hörfunksender MDR Info und machte deutlich, dass er seine Aufgaben weiter wahrnehmen könne. „Die Bürger freuen sich darüber, wenn man sein Amt ausübt, wahrnimmt, ernst nimmt.“ Das sei eigentlich das Wichtige, das Wesentliche, „dass man die Dinge bewertet, beurteilt und dann dazu steht und dann auch unterscheidet, wo ist etwas real und wo ist etwas mit sehr viel Staub aufwirbeln verbunden“. Das müsse man voneinander trennen. Wulff betonte: „Man muss selber wissen, was man macht und das muss man verantworten. Und das kann ich. Und das ist das Entscheidende.“

SPD, Grüne und Linke reichen die bisherigen Erklärungen nicht aus. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte in der ARD, Wulff müsse schnell und offensiv die Dinge auf dem Tisch packen. „Wenn er das nicht kann, dann allerdings sollte er darüber nachdenken, ob er weiter Vorbild in Deutschland sein kann“, fügte Nahles hinzu. Der SPD-Fraktionschef von Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, sagte „Handelsblatt online“, sollte Wulff die neuen Vorwürfe nicht „schnell, eindeutig und vollständig“ ausräumen, werde er „der Diskussion um persönliche Konsequenzen nicht ausweichen können“.

Künast sieht Wulff in der Bringschuld

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast sieht Wulff in einer „Bringschuld“. Die Bürger hätten ein Recht zu wissen, was gewesen sei, sagte Künast der „Leipziger Volkszeitung“ (Montagausgabe). Die Bundesvorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, sagte in der ARD, es stelle sich die Frage, ob Wulff für einen Gefälligkeitskredit auch gefällige politische Entscheidungen getroffen habe. Das sei die zentrale Frage und bedürfe der Aufklärung.

Wulff bestritt derweil, dass er den Privatkredit zu einem besonders günstigen Zinssatz bekommen hat. „Der Kredit wurde verkehrsüblich verzinst“, teilten Wulffs Anwälte der „Welt am Sonntag“ auf Anfrage mit. Bestätigt wurde demnach zugleich, dass Edith Geerkens für das Darlehen „keine Sicherheiten“ verlangt habe. Die Frage, ob Wulff bei seiner bisher geäußerten Bewertung bleibe, wonach er die Missverständnisse bedaure, die das Darlehen ausgelöst habe, wurde mit „Ja“ beantwortet. (dapd)

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Kommentare
18.12.2011
17:13
Von Sauerland lernen .....
von 25Mayer | #37

..... heist siegen lernen. Man kann alles aussitzen und an sich vorbei ziehen lassen. Augen zu und durch - Herr Wulf - und - Kopf hoch. Es wird schon wieder.

18.12.2011
17:04
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von Linker-Genosse | #36

...... und es wird für Wulff noch dicker kommen.

Er hat noch weitere Urlaube in den Dominizilen von Geerkens zugegeben.

18.12.2011
16:57
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von GandalfDERWestfale | #35

Da sieht man mal wie die an Ihre Posten kleben und man sieht das von allen Bundespräsidenten Wulf mit mir von Anfang an unsympatischten ist. Weizäcker, Rau, Carstens, Köhler die hatten wenigstens Ausstrahlung . Aber es klappt einfach mit diesen "jungen" Burschen, das sieht man schon bei der FDP.
Wohin steuert nur Deutschland mit ihren Politikern, soviel Versager in den Ämtern gab es doch noch nie, oder kommt einem das nur so vor???

18.12.2011
16:41
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von moin-moin | #34

Die Einstellung von Herrn Wulff zum "Aussitzen" seiner Affäre zeigt, daß der Bundespräsident nicht aus der Parteienlandschaft kommen sollte!
Er war und ist damit als Politiker absolut vorgeschädigt und es war nur eine Frage der Zeit, wann seine Widersacher etwas "finden" würden! Da er selbst und seine Frau eine Affinität zum "Geldadel" haben, hat er "das Suchen nach Fehlern" noch forciert!
Dies alles zeigt, daß der BP vom Volk gewählt werden müßte, wie z.B. in Österreich! Wir haben genug hervorragende Menschen, die dieses Amt abseits der Politik, autark bekleiden könnten, zB. Herr Gauck!

18.12.2011
16:40
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von eiwoisserden | #33

-
Dem "Focus" sagte Wulff Anfang 2000: „Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.“
-
entlasten sie ihre phsysche und das deutsche volk von einem unerlichen bundespraesidenten

machen sie ernst

treten sie zurueck

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

18.12.2011
16:38
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von meinemeinungdazu | #32

Wenn Wulff sich seiner Aussagen zu Johannes Rau erinnert, muss er nun schleunigst zurücktreten. Es gibt keine andere Lösung, um Schaden von unserem Volk abzuwenden.

18.12.2011
16:31
Blockierter Kommentar.
von reisejuergen1 | #31

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

18.12.2011
16:30
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von meinemeinungdazu | #30

Wulff hat alles Vertrauen zerstört. Maschmeyer und Geerkens lassen grüßen. Viele Details oder auch Einflussnahmen sind noch zu klären. Besser wäre, Wulff würde sofort zurücktreten, denn die üblichen Sonntagsreden zu Weihnachten oder Neujahr würden ihm die Bürger nicht mehr abnehmen. Einem solchen Moralapostel glaubt keiner mehr.

18.12.2011
16:30
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von moeppy | #29

Natürlich wird er dem Druck standhalten (müssen). Was glauben sie denn, was seine Frau Bettina dazu sagen würde, wenn er plötzlich ohne Amt und würden wäre?

18.12.2011
16:29
Bundespräsident Wulff will Druck standhalten
von reisejuergen1 | #28

so langsam wird das verhalten des herrn wulff blamabel, vor allem fürs ausland.

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